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Studie

Zulieferer bekommen mehr Gewicht

Die Automobilzulieferer werden nach einer neuen Studie bis zum Jahr 2015 etwa 80 Prozent der Entwicklung und Produktion für die Hersteller übernehmen. Dadurch würden die Zuliefer-Unternehmen in diesem Zeitraum um rund 70 Prozent wachsen, prognostizieren die Unternehmensberatung Mercer und die Fraunhofer-Institute für Produktionstechnik und Automatisierung.

15.12.2003

Für die Untersuchung, die am Samstag (13.12.) veröffentlich wurde, befragten die Experten Manager bei Autoherstellern, Zulieferern und Dienstleistern.

Die Hersteller verlieren im Lauf der Jahre nach dieser Studie rund zehn Prozent ihrer Wertschöpfung, erhöhen aber ihren Ausstoß um rund 35 Prozent. "Eigene Leistungen der Hersteller werden sich künftig auf Marken prägende Module und Komponenten reduzieren", sagte Mercer-Autoexperte Ralf Kalmbach. "BMW wird beispielsweise seine Motoren
weiterhin selbst bauen."

Durch dieses enorme Wachstum entstehen laut Studie in der Automobilzuliefer-Industrie bis 2015 weltweit rund 3,3 Millionen neue Arbeitsplätze. Davon würden 1,2 Millionen neue Jobs in Europa geschaffen. "Großer Gewinner dieses Wachstums bei den Zulieferern wird vor allem der europäische Markt und Deutschland sein", sagte Kalmbach. Mit BMW, Daimler-Chrysler und Porsche seien in Deutschland drei Premium-Marken ansässig. Die Verlagerung der Produktion und die Entwicklung dieser Premium-Marken würden wahrscheinlich hauptsächlich an in Deutschland ansässige Zuliefer-Unternehmen weitergegeben.

Nach der Studie ist außerdem davon auszugehen, dass die Zusammenarbeit zwischen einzelnen Herstellern und Zulieferern intensiviert wird. "Die Zeiten, wo Zulieferer von den Herstellern über den Preis geführt werden, sind damit vorbei", meinte Kalmbach.
Durch diese neue Art der Kooperation sei eine wesentlich vertrauensvollere Zusammenarbeit nötig. Bedingt durch den Konzentrationswettbewerb bei den Zulieferern werde sich die Zahl der Betriebe weltweit von derzeit 5.500 auf etwa 2.800 nahezu halbieren.

Durch die intensivere Zusammenarbeit wird sich nach Einschätzung der Studie die operative Gewinn-Marge sowohl der Hersteller als auch der Zulieferer um etwa drei Prozentpunkte erhöhen. Im Durchschnitt lagen die operativen Margen der Hersteller in den vergangenen zehn Jahren bei etwa 4,8 Prozent, die von Top-Zulieferern bei etwa 6,5 Prozent.

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