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Studie

Zulieferer klagen über Schmiergelder an Hersteller

Foto: dpa

Autohersteller fordern nach Angaben der Bamberger Forschungsstelle für Automobilwirtschaft von den Zulieferfirmen "Schmiergelder" bis zu zweistelliger Millionenhöhe.

05.07.2005

Nur dann hätten diese überhaupt eine Chance, bei der Auftragsvergabe berücksichtigt zu werden, sagte der Leiter der Forschungsstelle, Professor Wolfgang Meinig, am Dienstag (5.7.) in Bamberg.

"Der Zulieferer hat mit diesen versteckten Schmiergeldzahlungen nur den Vorteil, dass er in einen erlauchten Kreis von vielleicht drei bis fünf Partnern aufgenommen wird", sagte Meinig. Die Zulieferer könnten diese Kosten unter "Geschäftsanbahnung" verbuchen. Wie die Autobauer diese Erträge in ihren Bilanzen auswiesen, sei hingegen unklar. Eine solche Praxis sei moralisch sehr bedenklich, meinte Meinig. Zudem könne hier wohl nicht von einer "gelebten Unternehmenskultur" gesprochen werden.

Zudem klagen laut der Studie viele Zulieferer über die schlechte Zahlungsmoral und das "Machtgebahren" der Hersteller bei den Preisverhandlungen. Die Forschungsstelle hatte Zulieferer der Autofirmen Audi, BMW, Daimler-Chrysler, Ford, Opel, Porsche und VW befragt. Insgesamt wurden bei der Studie rund 1.300 Fragebögen ausgewertet. Dabei wurde den Zulieferern 84 Einzelfragen über ihre Handelsbeziehungen zu den sieben deutschen Herstellern gestellt.

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