Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Studie zur Abwrackprämie

Günstige Neuwagen bei Deutschen hoch im Kurs

Foto: Hans-Dieter Seufert 6 Bilder

Die Abwrackprämie sorgt laut einer Studie der Uni Duisburg-Essen mit BDW-Automotive dafür, dass die Durchschnittspreise aller in Deutschland verkauften Neuwagen im ersten Quartal 2009 deutlich zurückgingen.

12.05.2009

Damit beendet die staatliche Umweltprämie zumindest vorläufig den langjährigen Trend, nach dem die Ausgaben für Neuwagen in Deutschland in den vergangenen 30 Jahren stetig anstiegen.

Neuwagenpreise sind den Deutschen zu hoch

Wie der Direktor des Car-Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen, Ferdinand Dudenhöffer, bekannt gab, lag 1980 der Listenpreis des Durchschnittsautos in Deutschland bei umgerechnet 8.420 Euro, inklusive der damaligen Mehrwertsteuer in Höhe von 13 Prozent. Zum Vergleich: 2008 kostete der Durchschnitts-Pkw der Deutschen 24.853 Euro. Ohne Berücksichtigung der Mehrwertsteuer lag die Preissteigerung in diesem Zeitraum damit bei 180 Prozent.

Dabei berechneten die Forscher den Durchschnittspreis eines Modells aus dem Listenpreis der angebotenen Modellvarianten gewichtet mit der Anzahl der verkauften Fahrzeuge.

Durch die Einführung der sogenannten Abwrackprämie sank der Durchschnittspreis aller verkauften Neuwagen deutlich. Während er im vergangenen Jahr noch bei 24.853 Euro lag, orientierten sich die Deutschen im ersten Quartal 2009 dank der Abwrackprämie klar in Richtung günstigerer Fahrzeuge. Der durchschnittliche Neuwagenpreis lag zwischen Januar und März 2009 bei 21.583 Euro und sank damit auf das Niveau vor dem Jahr 2002.

Dieser Rückgang um 13,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr belegt nach Ansicht von Dudenhöffer, dass Neuwagen für die deutschen Autofahrer zu teuer geworden sind. Denn aufgrund der Abwrackprämie stieg der Anteil der Privatkäufer von 40,1 Prozent im Jahr 2008 auf 59 Prozent im ersten Quartal diesen Jahres.

Marktanteil deutscher Hersteller sinkt

Der Erfolg der Marke Dacia belege, dass günstige Fahrzeuge bei den deutschen Neuwagenkäufern hoch im Kurs stehen. Die Fahrzeugverkäufe der rumänischen Renault-Tochter stiegen seit ihrer Markteinführung im Jahr 2007 rasant an. Die Studie prognostiziert Dacia für das laufende Jahr rund 46.000 Neuwagenverkäufe.

Während bei den Importeuren die größten Preisverschiebungen zu verzeichnen sind, sanken die Durchschnittspreise aller gekauften Neuwagen von deutschen Autobauern unterproportional. Gleichzeitig sank der gemeinsame Marktanteil von Audi, BMW, Mercedes, Ford, Opel und VW von 62,3 Prozent (2008) auf 53,6 Prozent im ersten Quartal 2009.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass insbesondere die deutschen Autobauer über ihre Einstiegspreise neu nachdenken müssen. Der Trend zum preisgünstigen Auto träfe neben den deutschen Herstellern auch die Zulieferer, da Autokäufer weniger in elektronische Assistenz- oder Komfortsysteme investierten.

Umfrage
Kaufen Sie dank der Abwrackprämie ein neues Auto?
Ergebnis anzeigen
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden