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Studie zur Elektromobilität

E-Auto bleibt auch 2025 Nischenprodukt

Foto: Rinspeed 9 Bilder

Eine aktuelle Oliver Wyman-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Elektroautos auch im Jahr 2025 deutlich teurer sein werden als Autos mit Verbrennungsmotor. Weltweit werden 2025 der Studie zufolge jährlich lediglich 3,2 Millionen E-Autos verkauft werden. Damit dürfte der Marktanteil von Elektroautos damit bei nur rund drei Prozent liegen.

04.09.2010

Mit geschätzten zwei Millionen verkauften Elektroautos pro Jahr wird Asien dabei den weltweit größten Markt für Elektromobilität repräsentieren. In Europa werden der Studie zufolge im Jahr 2025 lediglich 0,7 Millionen reine E-Autos verkauft werden.

Verbrennungsmotor bleibt auch 2025 wichtigster Antrieb

Während der Anteil der Plug-In-Hybridfahrzeuge in Asien bei lediglich 0,8 Millionen Autos liegen soll, dürfte sich diese Fahrzeuggattung in Europa mit jährlich 1,3 Millionen Neuwagenverkäufen größerer Beliebtheit erfreuen. Demgegenüber sieht die Studie jährlich 3,1 Millionen neu zugelassene Vollhybride in Asien und lediglich 0,5 Millionen in Europa. Auf beiden Märkten werden Autos mit Verbrennungsmotor jedoch auch im Jahr 2025 den größten Anteil an den Neuwagenverkäufen ausmachen (Asien: 32,7 Millionen, Europa: 22,4 Millionen).

Die Kosten für den Bau von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren werden in den kommenden Jahren nach Einschätzung der Studie weiter steigen. Dies ist der Weiterentwicklung und Verbrauchsreduzierung von Otto- und Dieselmotoren geschuldet.

Kosten für E-Autos sinken

Demgegenüber sollen die Kosten für elektrisch betriebene Autos weiter sinken. Allein die Preise für die Batterien in E-Fahrzeugen werden nach Einschätzung der Experten auf rund 250 bis 300 Euro pro Kilowattstunde fallen. Aktuell liegen diese noch bei etwa 1.000 Euro pro KWh. Weiterhin kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass sich die Kosten für Plug-In-Hybride noch schneller reduzieren werden. Die Gesamtkosten für ein E-Auto dürften dennoch rund 60 Prozent über denen eines vergleichbaren Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor liegen.

Potentielle Elektroauto-Kunden akzeptieren den höchsten Aufpreis

Im Rahmen der Studie wurden Kunden auch dazu befragt, ob sie bereit wären, für verschiedene Antriebstechnologien einen Aufpreis zu bezahlen. Weit vorne in der Gunst der Befragten liegt der Dieselmotor. Rund 32 Prozent gaben an, hierfür einen Aufpreis im Vergleich zum benzinbetriebenen Modell zahlen zu wollen. Autogas-Modelle favorisierten 28 Prozent der Befragten. Für Hybridfahrzeuge jedoch waren nur 22,3 Prozent bereit, tiefer in die Tasche zu greifen. Bei reinen Elektroautos waren es sogar nur 14,1 Prozent.

Umso überraschender die Tatsache, dass jene Personen, die einen Aufpreis für ein E-Auto akzeptieren würden, bereit sind, deutlich mehr Geld für die neue Technologie auszugeben (2.237 Euro) als die Gruppe der Diesel-Fans, die nur einen durchschnittlichen Aufpreis von 1.896 Euro bezahlen würden. Für Freunde des Hybridantriebs liegt die finanzielle Schmerzgrenze bei rund 2.000 Euro, bei Autogas sind es noch 1.567 Euro.

Auf Seiten der Autohersteller sieht die Studie Chancen, mit neuen Geschäftsmodellen wie speziellen Leasing-Angeboten und Wartung Profit aus dem anbrechenden Elektro-Zeitalter zu ziehen.

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