Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Südafrika

Unfalloperfhilfe vor dem Aus

Foto: Archiv

Ein Schweizer bringt Südafrikas Unfallopfer- Versicherungsfonds RAF mit der bisher höchsten Entschädigungsklage nach Medienangaben an den Rand des Ruins.

29.05.2006

Der Multi-Millionär habe die Versicherung nach einem Motorradunfall bei Kapstadt auf die Zahlung von 90 Millionen Rand (zwölf Millionen Euro) verklagt, berichtete das Sonntagsblatt "Sunday Times". Unter Berufung auf den Leiter des Fonds, Jacob Modise, heißt es: "Das ist mehr als das Zehnfache dessen, was Südafrikaner im Schnitt nach einem Verkehrsunfall fordern." Der unter einem kumulierten Defizit von 20 Millionen Rand stöhnende Fonds sei dem Kollaps nahe.

Da fast 54 Prozent der höchsten RAF-Entschädigungsklagen Ausländer betreffen, werde nun eine Begrenzung für deren Ansprüche erwogen. In Südafrika, wo zahlreiche Fahrzeuge ohne Haftpflichtversicherung auf den Straßen unterwegs sind, werden Entschädigungen zentral von dem Road Accident Fonds (RAF) geregelt. Der seit Jahren von Finanz- und Strukturproblemen geplagte Fonds, der sich aus einer Abgabe auf den Benzinpreis finanziert, konnte mit der jährlichen Steigerungsrate bei den Verkehrsunfällen von neun Prozent nicht Schritt halten.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden