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Super Aguri auf der Kippe

Foto: dpa

In dieser Woche entscheidet sich das Schicksal von Super Aguri. Schlimmstenfalls muss der Rennstall aus Leafield seine Tore schließen. Hondas B-Team hat es trotz einer guten Saison mit vier WM-Punkten immer noch nicht geschafft, Sponsoren zu finden. 

10.12.2007 Michael Schmidt Powered by

Der Vertrag mit dem vermeintlichen Hauptsponsor SS United wurde mangels Zahlungen aufgelöst. Es läuft eine Klage. Honda musste mehr als die Hälfte des Budgets seines Satellitenteams selbst tragen. Zwar entspannt sich die finanzielle Lage im nächsten Jahr dadurch, dass aus der Kasse von Bernie Ecclestone der doppelte Betrag an die Teams fließt, was im Fall von SuperAguri 40 statt 20 Millionen Dollar ausmacht, doch klafft mangels Sponsoren dann immer noch ein Loch von 40 Millionen im Etat.

Subventionierung oder Verkauf

Diese Woche will Honda eine Grundsatzentscheidung treffen. Will man das Team weiter subventionieren, es an Investoren verkaufen oder zusperren. Für einen Erhalt von SuperAguri spricht, dass Honda mit seinem Ableger einen guten Vergleichsmaßstab hat und somit auch über die doppelte Datenmenge verfügt. Das beschleunigt die Entwicklungsarbeit.

Kaufinteressenten gäbe es genug, doch hat sich inzwischen herumgesprochen, dass Super Aguri in einer Notlage ist. Das würde den Preis drücken. Außerdem konnte keiner der potentiellen Käufer ein langfristiges Finanzierungskonzept vorzeigen. Die Gefahr, dass der Rennstall ein Jahr später vor der gleichen Situation steht, ist groß. Deshalb gibt es bei Honda auch Stimmen, die raten, das Team solange zu halten, bis es finanziell auf eigenen Füßen steht. Dann könne man immer noch verkaufen, aber zu einem wesentlich attraktiveren Preis.

Die Fahrer kämen beim Ende des Teams in eine missliche Situation. Die meisten Cockpits sind besetzt. Anthony Davidson hat immerhin eine Notlösung in Aussicht. Das Werksteam von Honda hat ihm signalisiert, dass er erste Wahl auf den Posten des Testfahrers wäre.

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