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Supersportwagen McLaren MP4-12C mit 600 PS

Straßen-Renner vom Formel 1-Rennstall

McLaren MP4-12C Foto: McLaren 41 Bilder

UPDATE ++ McLaren, vielen eher aus der Formel 1 bekannt, hat nun einen komplett eigenen Supersportler konstruiert. Sein selbst entwickelter Biturbo-V8 leistet 600 PS und 600 Nm. Der 200.000 Euro teure McLaren MP4-12C soll in die Fußstapfen des legendären McLaren F1 treten.

15.02.2011 Powered by

Mit dem zwischen 1993 und 1998 nur in geringer Auflage gefertigten McLaren F1 setzten die Briten eine kräftige Duftmarke im Supersportwagensegment. Rund 1,5 Millionen Mark teuer, erreichte der nach Formel 1-Erkenntnissen entwickelte Bolide mit seinem 627 PS starken BMW-V12-6,1-Liter-Motor im Heck eine Höchstgeschwindigkeit von 391 km/h - eine Marke, die lange Zeit Bestand hatte.

McLaren MP4-12C: Supersportwagen im Alleingang

2009 setzte McLaren mit dem MP4-12C zu einem weiteren Paukenschlag im Supersportwagensegment an. Nach einem Intermezzo, das in Zusammenarbeit mit Mercedes verschiedene Varianten des Mercedes SLR-McLaren hervorgebracht hat, gehen die Briten nun wieder eigene Wege.

Wie schon der McLaren F1 profitiert auch der McLaren MP4-12C von der Formel 1-Erfahrung des Autobauers. So bildet auch im MP4-12C ein einteiliges, nur 75 Kilogramm schweres Kohlefasermonocoque mit Sicherheitsfahrgastzelle das Rückgrat des zweisitzigen Supersportlers. Dieses soll enorme Stabilität, geringes Gewicht und ein hohes Sicherheitspozenzial in sich vereinen. Crashelemente aus Aluminium an der Front und dem Heck ergänzen die Kohlefaserzelle. Doch nicht nur beim Chassis setzt McLaren auf Eigenentwicklung, so sollen sämtlich Bauteile des McLaren MP4-12C  aus der Feder von McLaren stammen, bis hin zu Schaltern und Bedienelementen im Cockpit.

McLaren MP4-12C: Selbst entwickelter Biturbo-V8 leistet 600 PS

Damit ist klar, dass erstmals auch der Motor - das Herz des McLaren MP4-12C - bei McLaren entsteht. Entwickelt wurde ein 3,8 Liter großer V8-Motor mit 90 Grad Zylinderwinkel, der es dank Biturbo-Aufladung und variabler Ventilsteuerung auf exakt 600 PS bei 7.000 Umdrehungen und 600 Nm Drehmoment (zwischen 3.000 und 7.000 Touren) bringen und dabei gleichzeitig äußerst effizient zu Werke gehen soll. Eine Trockensumpfschmierung sichert die Ölversorgung auch bei extremer Belastung.

Trotz einer Maximaldehzahl von 8.500/min. sollen gut 80 Prozent des maximalen Drehmoments bereits ab 2.000/min. anliegen. McLaren reklamiert die geringsten Verbräuche (11,7 Liter/100 km) und den niedrigsten CO2-Ausstoß (279 g/km) in seinem Segment.

In 3,3 Sekunden auf Tempo 100, nach 30,5 Metern wieder zurück auf Null

Den Standardsprint aus dem Stand auf Tempo 100 soll der McLaren MP4-12C in nur 3,3 Sekunden bewältigen, 200 km/h sollen schon nach 9,1 Sekunden anliegen (mit optionalen Corsa-Reifen: 3,1 bzw. 8,9 Sekunden). Der Vortrieb endet bei 330 km/h. Seine Kraft überträgt der V8-Mittelmotor über ein automatisiertes Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe mit verschiedenen Fahrprogrammen auf die Hinterachse. Die wird, wie auch die Vorderachse, von aktiven, adaptiven Radaufhängungen geführt, die zugleich die konventionellen Stabilisatoren ersetzt. Die Gangwechsel erfolgen per Lenkradpaddel.

Zum geringen Gewicht des McLaren MP4-12C, der lediglich 1.434 Kilogramm auf die Waage bringen soll,  tragen auch die Karosseriepaneele aus ultradünnem Kohlefaserlaminat, die kompakte Bauweise, eine Leichtbauverbundbremsanlage mit hohem Aluminiumanteil - optional wird auch eine Keramikbremsanlage zu haben sein - , eine Verlegung der Kühler ins Heck und besonders leichte Schmiedefelgen bei. Diese messen 19 Zoll an der Vorderachse und 20 Zoll hinten. Die Aerodynamik optimieren aktive Karosserieelemente, zusätzliche Verzögerungsarbeit leistet eine Luftbremse. McLaren verspricht für den neuen MP4-12C geradezu atemberaubende Bremswerte: Der Sportwagen soll aus Tempo 100 bereits nach 30,5 Metern zum Stillstand kommen.

Form des McLaren MP4-12C zielt nur auf Abtrieb

Viel Formel 1-Know-How soll auch in der formalen Gestaltung des MP4-12C stecken. Durch die Verlegung der Kühler ins Heck konnte die Nase extrem flach gehalten werden, dennoch soll hier ein ausreichend großer Kofferraum Platz finden. Die Gesamtform des MP4 samt dem absolut flachen Unterboden zielt nur auf Abtrieb und damit auf Fahrdynamik. Das MP4-Gesicht kennzeichnen Bixenon-Scheinwerfer mit LED-Tagfahrleuchten und ein großer Lufteinlass. An den Flanken stechen die großen Lufteinlässe und die nach vorne oben schwenkenden Türen ins Auge. Das Heck wiederum wird von einem großen Diffusor und den hochgelegten Auspuffendrohren sowie den unter Querelemente versteckten LED-Rückleuchten  dominiert. Aus der Luftperspektive gibt die durchsichtige Motorabdeckung den Blick auf den Machinenraum frei.

Umfangreiche Ausstattung an Bord

Zur Ausstattung des McLaren MP4-12C zählen unter anderem ABS, ESP, eine Traktionskontrolle, eine elektronische Bremskraftverteilung, eine Hill-Hold-Funktion und ein aus der Formel 1 abgeleitetes Assistenzsystem mit Namen Brake Steer. Im Innenraum warten zwei elektrisch justierbare Schalensitze sowie in den Türen und auf der Mittelkonsole positionierte Bedienelemente. Ein Touchscreen bündelt dabei wichtige Elemente des Navigations- und des Highend-Soundsystems. Weiterhin trägt der MP4 eine Klimaanlage, Airbags, Parksensoren und zahlreiche Ablagen zwischen unter hinter den Sitzen an Bord.

McLaren MP4-12C soll gegen Porsche Turbo und Co antreten

Um im heiß umkämpften Markt der Supersportler bestehen zu können, setzt McLaren auf die Kombination vom Fahrleistungswerten der absoluten Premiumklasse - gemeint sind Bugatti, Pagani, Koenigsegg - mit einem Preis für Deutschland von 200.000 Euro. Damit trifft der McLaren MP4-12C auf Wettbewerber wie den Ferrari 458 Italia, den Porsche Turbo, den Lamborghini Gallardo, den Aston Martin DB9 oder den Bentley Continental GT. Dennoch wollen die Briten ab 2011 jährlich rund 1.000 Modelle vom MP4-12C fertigen und über ein kleines, 35 Händler zählendes, exklusives Händlernetzwerk weltweit absetzen. Ein Viertel davon soll in die USA gehen, ein weiteres Viertel auf der britischen Insel bleiben. In Deutschland wird es im Raum München, Hamburg, Frankfurt und Köln/Düsseldorf Stützpunkte geben.

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