Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Susanne Porsche erzählt Ferrytales

Foto: Porsche 5 Bilder

Susanne Porsche, Schwiegertochter des legendären Porschegründers, gibt im jetzt erschienenen Prachtband "Ferrytales" tiefe Einblicke in das Familienalbum der berühmten Dynastie der Sportwagenbauer

16.12.2005

Ferry Porsche auf dem Go-Kart, Ferry Porsche auf der Alm, Ferry Porsche an der Rennstrecke. Susanne Porsche (53), Film- und Fernsehproduzentin und seit 1988 mit Wolfgang Porsche verheiratet, öffnet das Familienalbum der Mythen umrankten Autobauerfamilie weit. Weiter als je zuvor. Das ist insofern bemerkenswert, als die Privatperson Ferry Porsche mindestens so introvertiert war, wie die Produkte der Zuffenhausener extrovertiert sind. Dabei macht die Journalistin keinen Hehl aus ihrer Bewunderung für den Unternehmer und Menschen Ferry Porsche, ja man könnte von einer gedruckten Liebeserklärung sprechen.

Mehr Porsche war noch nie zwischen zwei Buchdeckeln, und nie zuvor gab es eine prächtigere Inszenierung des Mythos Porsche als jetzt in der unter dem Titel "Ferrytales“ erschienenen Retrospektive auf Porsche-Gründer Ferry Porsche (1909 - 1998) der Collection Rolf Heyne (784 Seiten, 150 Euro).

Die Annäherung an den Mythos Porsche beginnt mit dem Tod des Firmengründers 1998, der just mit der Fertigung des letzten luftgekühlten Porsche-Motors zusammen fiel. Von dort aus arbeitet sich das Buch Seite für Seite an den Menschen Ferry Porsche und seine Idee heran. Die private Nähe von Susanne zu Ferry Porsche macht dabei den besonderen Reiz aus. Dieser Reiz ist aber auch die Schwäche des Buches, weil über die Nähe etwas die Distanz verloren geht.

Problematisch ist das vor allem mit Blick auf die Darstellung der Kriegsjahre und die Nähe, die zumindest Ferry Porsches Vater Ferdinand zum Naziregime Hitlers hatte. Zwar geht es in dem Buch in aller erster Linie um die 1948 beginnende Geschichte des Sportwagenbauers Porsche, die Modelle und seinen charismatischen Lenker. In der Chronik der Vor-Porsche-Jahre Nazizeit und Kriegsjahre ausschließlich mit Fotos zu dokumentieren, die von ungetrübtem Familienidyll zeugen, ist aber zumindest kritisch. Dazu betont ein Sprecher der Collection Rolf Heyne, dass die gewählte Darstellungsform vom Verlag so gewollt worden sei und nicht auf eine Vorgabe der Familie Porsche zurück gehe. In diesem einen Punkt eines ansonsten famosen Werkes hätte man dem Verlag mehr Fingerspitzengefühl für zeitgeschichtliche Ereignisse gewünscht.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Gebrauchtwagen Angebote
Autokredit berechnen
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden