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SUV Neuzulassungen November 2016

Deutschlands beliebteste SUV - und die Flops

Seat Ateca Leser Testdrive Foto: Seat 87 Bilder

Weiter, immer weiter: Die SUV-Neuzulassungen steigen auch im November mal wieder zweistellig. Vor allem die Neuzugänge der Importmarken punkten stark, hier wächst das Kompakt-Segment sehr kräftig.

10.12.2016 Torsten Seibt 5 Kommentare Powered by

Nach dem deftigen Dämpfer im Vormonat ging es für den Automarkt in Deutschland im November wieder bergauf. Vor allem dank der Kauflust der Privatkunden steht unter dem Strich ein Plus da, denn der Anteil der gewerblichen Neuzulassungen blieb im Vergleich zum Vorjahresmonat unverändert. In diesem fröhlichen Markt können jedoch nicht ausnahmslos alle lachen, denn neben dem nach Zahlen eher unbedeutenden Citroën-Luxusableger DS gibt es drei weitere Hersteller, die in den vergangenen elf Monaten nennenswert an Verkaufszahlen eingebüßt haben: Smart, VW und Jeep.

Jeep baut ab

Speziell bei Jeep überrascht das etwas, denn während bei den SUV eine Steigerung um 23 und bei den Geländewagen um 10 Prozent verzeichnet wurde, baute die Legendenmarke im November um 20 Prozent ab. 62.520 Geländewagen und SUV wurde im November erstmals zugelassen, doch nur 1.107 stammten vom Erfinder dieser Fahrzeuggattung. Ein genauerer Blick klärt die Ursachen. Der Jeep Wrangler hat gegenüber dem Vorjahr fast 50 Prozent verloren. Hier sind es in erster Linie Produktionsengpässe, denn der US-Markt saugt praktisch die gesamte Fertigungskapazität auf, für Europa bleibt da nur eine homöopatische Zuweisung, die nicht der Nachfrage entspricht. Zweiter Minuskandidat ist der Jeep Grand Cherokee. Das Flaggschiff der Marke, umsatzstärkstes Modell in Europa, bekommt für das kommende Jahr eine Modellpflege mit neuen Varianten, entsprechend schwach ist die aktuelle Liefersituation.

Ein Blick zu VW, wo im November erneut ein Minus auf dem Konto ist. Dieses wird von den beiden Stückzahl-Schwergewichten Golf und Passat verursacht. Der Tiguan hingegen bleibt von diesem Trend unbeeindruckt und feiert im November ein solides Plus von satten 25 Prozent. Und er sorgt als Technikspender für einen weiteren Verkaufsschlager. Der Seat Ateca stürmt weiter die Tabelle empor und erreicht im November bereits beinahe die 2.000er-Marke – bei einem Privatkundenanteil von rund 68 Prozent.

Toyota und Seat im November stark

Das schafft der Neuzugang im November naturgemäß nicht, denn nahezu alle der insgesamt 437 erstmals zugelassenen Toyota C-HR bekamen einen gewerblichen Besitzer in die Papiere gestempelt. Dennoch setzt Toyota große Hoffnung auf den Crossover C-HR, der vor allem in seiner Hybridversion mit der Technik des aktuellen Prius punkten soll. Die Erfolge des Toyota RAV4 (+93% im November vor allem dank der Hybridmodelle) scheinen dieser Hoffnung Recht zu geben.

Auch insgesamt waren es in erster Linie Modelle von Importeuren, die im November punkten konnten, hier speziell im Segment der Kompakt-SUV. So konnte der Suzuki Vitara seine Vorjahreszahlen mehr als verdoppeln, der für Mitsubishi immens wichtige Outlander verzeichnet ein Plus von über 70 Prozent.

Rettung aus der Nische

Welche enorme Bedeutung ein SUV gerade für kleinere Hersteller haben kann, zeigen exemplarisch die Luxus-Labels Jaguar und Maserati. Der F-Pace und der Levante sind, obwohl erst seit einigen Monate verfügbar, bereits jetzt die mit Abstand meistverkauften Modelle ihrer Marken. Das gilt erst recht für Mazda, wo CX-3 und CX-5 weit mehr als die Hälfte der Markenverkäufe stemmen, allerdings lief es für diese beiden im November im Rückwärtsgang.

Die exakten Verkaufszahlen und Platzierungen der SUV-Neuzulassungen im November 2016 zeigen wir Ihnen in unserer Fotoshow.

Hinweis: Bei der Zulassungsstatistik handelt es sich um die offiziellen Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes in Flensburg. Die Einteilung in die jeweiligen Klassen erfolgt per Schlüsselnummer über die Hersteller. In der Statistik können auch Modelle erscheinen, die es nicht auf den deutschen Markt gibt, oder nicht mehr gebaut werden. Diese Besonderheit kann bei der KBA-Statistik auftreten, wenn z.B. ausländische Fahrzeuge erstmals in Deutschland zugelassen werden oder Fahrzeuge eine neue Ident-Nr. erhalten.

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Neuester Kommentar

Die Frage SUV ja oder nein ist ein Streit um Kaisers Bart. Die Gründe ein solches Auto zu kaufen sind so vielfältig wie das Angebot. Der eine bevorzugt die Sitzposition, dem anderen gefällt es einfach nur.
Ein 2 Sitziger Sportwagen / Roadster ist unpraktischer, verbraucht oft mehr aber keiner regt sich auf.
Ein SUV muss kein klotziger und schwerer Spritfresser sein, die meisten sind ja eher Kombis auf stelzen und viele verbrauchen nicht mehr als vergleichbar große "normalen" Autos.
Schaut euch den neuen IGNIS an, ein Micro SUV mit Mild Hybrid, das passt nicht in das SUV Vorurteil.
Interessant finde ich das der kleine "Underdog" Suzuki ( ca. 1,5% Marktanteil ) mir dem Vitara ( Platz 21 ) SX4-SCross ( Platz 36 ) wesentlich stärker vertreten ist als in der Gesamt Statistik... ein gutes Zeichen, langsam kommt bei den Kunden an das Suzuki gute, preiswerte und TOP ausgestattete Autos verkauft.
Den Jimny ( Platz 38 ) und den Lada Niva / Taiga ( Platz 23 ) als SUV zu beschimpfen ist allerdings eine Unverschämtheit.... das sind GELÄNDEWAGEN.....

Varajan 14. Dezember 2016, 11:08 Uhr
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