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Suzuki-Europachef Amano

Wir konzentrieren uns auf Kleinwagen

Minoru Amano Suzuki Foto: Suzuki 16 Bilder

Minoru Amano, Präsident Suzuki International Europe, spricht mit auto motor und sport-Redakteur Harald Hamprecht über Absatzziele, neue Produkte, das Händlernetz und den Grund, warum die Suzuki-Kundschaft verhältnismäßig jung ist.

02.11.2009

Wie zufrieden sind Sie mit dem Absatz im laufenden Jahr? Welchen Absatz erwarten Sie in Deutschland im Gesamtjahr 2009?
Amano: Sicherlich, das laufende Jahr war wegen der Umweltprämie ein ganz besonderes für den deutschen Automarkt. Und das merken auch wir. In den ersten neun Monaten haben wir schon über 50.000 Autos zugelassen, damit sind wir mit einem Marktanteil von 1,7 Prozent um 63 Prozent besser als im Vorjahreszeitraum. Damit haben wir unseren bisherigen Zulassungsrekord aus dem Jahr 1992 bereits jetzt eingestellt - damals waren es 42.398 Autos. Alles in allem rechnen wir damit, dass wir bis Ende 2009 rund 60.000 Fahrzeuge an unsere Kunden verkauft haben werden. Damit gehören wir zu den großen Gewinnern auf dem deutschen Automarkt. Und das liegt sicher nicht nur an der Umweltprämie.

Suzuki Splash 14:35 Min.

Sondern?
Amano: ...sondern hauptsächlich daran, dass wir die richtigen Autos zur richtigen Zeit haben. Der Trend geht eindeutig zu sparsamen, sicheren Kleinwagen, die einen vernünftigen Komfort zu einem guten Preis bieten. Und gerade in diesem Segment sind wir mit Alto, Swift und Splash außerordentlich gut aufgestellt, die zusammen über 80 Prozent unserer verkauften Fahrzeuge ausmachen.

Und mittelfristig?
Amano: Wir sehen uns deshalb für die Zukunft gut gewappnet. Man muss aber auch sehen: die Umweltprämie ist ausgelaufen. Das nächste Jahr wird zeigen, wie viele Kunden ihren Autokauf wirklich vorgezogen haben. Gerade für Deutschland erwarten wir deshalb ein sehr hartes Jahr 2010. Wir haben uns das Ziel gesetzt, einen Marktanteil von ca. 1,3 Prozent zu erreichen - bei einem Gesamtmarkt von etwa 2,7 Mio. Fahrzeugen.

Welche Rolle haben Sie als deutscher Importeur für Suzuki in Europa?

Amano: Deutschland gehört, was die absoluten Zahlen angeht, traditionell zu den stärksten Märkten der Marke Suzuki in Europa. Momentan sind wir sogar die Nummer eins. Unser Marktanteil in Deutschland liegt aktuell bei etwa 1,7 Prozent - das ist vergleichbar mit unserem europäischen Marktanteil, der bei etwa 1,8 Prozent liegt. Andere Hauptmärkte sind Italien, Großbritannien und Frankreich. Der deutsche Markt hat darüber hinaus natürlich eine besondere Bedeutung: schließlich gilt er als der härteste und anspruchsvollste Automobilmarkt der Welt. Wer hier besteht, der beweist, dass er die hohen Anforderungen der deutschen Kunden erfüllt, und das zu einem wettbewerbsfähigen Preis. Das alles wollen wir nutzen, um uns auch weltweit zu positionieren, damit wir auch in Zukunft erfolgreich sein können.

Kleine Autos bedeuten gemeinhin ebensolche Margen. Wie profitabel arbeiten Sie?
Amano: Natürlich merken wir die Wirtschaftskrise, das ist klar. Aber wir merken auch: mit unseren Produkten sind wir genau auf dem richtigen Weg - kleine, sparsame Fahrzeuge, die ordentlich ausgestattet und günstig im Unterhalt sind, erfreuen sich einer immer größeren Beliebtheit, und werden zunehmend als ernstzunehmende Alternative zu Mittelklassefahrzeugen wahrgenommen. Hier liegt unsere Tradition, hier können wir von unserer jahrzehntelangen Erfahrung profitieren.

Was in Deutschland relativ unbekannt ist: Suzuki gehört zu den zehn größten Automobilherstellern der Welt. Wo liegen Sie denn derzeit?
Amano: Aktuell sind wir die Nummer neun mit über 2,3 Millionen produzierten Autos, und in zahlreichen Zukunftsmärkten der Welt sind wir Marktführer. Und: Wir konzentrieren uns auf unsere Kernkompetenzen - Kleinwagen und Allrad. Auch deshalb hat unsere Muttergesellschaft Suzuki Motor Corporation im vergangenen Jahr profitabel gearbeitet - das haben sonst nur drei andere Automobilhersteller weltweit geschafft. Übrigens waren wir in den vergangenen 30 Jahren bislang immer in den schwarzen Zahlen. Durch zahlreiche interne Maßnahmen haben wir die Weichen dafür gestellt, dass das auch in Zukunft so bleiben wird.

Wie viele Mitarbeiter beschäftigen Sie derzeit? Gibt es hier Pläne zur Verschlankung bzw. Vergrößerung?
Amano: Aktuell arbeiten 350 Mitarbeiter für die Divisions Motorrad, Marine und Automobile in der Deutschland-Zentrale in Bensheim - die meisten schon seit vielen Jahren, die Fluktuation ist also relativ niedrig.  Eine Änderung der Mitarbeiterzahl - weder nach oben noch nach unten - steht im Moment nicht an.

Wie viele Händler arbeiten für Sie in Deutschland? Gibt es hier Pläne zur Verschlankung bzw. Vergrößerung?
Amano: Aktuell haben wir 488 Händler in Deutschland. Perspektivisch wollen wir in Deutschland wachsen - und das heißt natürlich auch, dass wir unser Händlernetz ausbauen wollen. Insbesondere in den Metropolregionen sind wir da derzeit intensiv auf der Suche - wobei wir nicht unter Zeitdruck stehen. Langfristig wollen wir unser Netz auf 550 Händler erweitern.  Wir sehen unsere Händler als Partner an. Das bedeutet, dass man ein faires Miteinander sucht und Probleme offen anspricht.

Welche Änderungen dürfen wir im Modellportfolio erwarten?
Amano: Ganz klar: unsere Renner waren im laufenden Jahr unsere Kleinwagen Swift, Splash und Alto. Zusammen mit dem Suzuki SX4 machen sie - wie erwähnt - fast 80 Prozent unserer Verkäufe in diesem Jahr aus. Wir denken, dass dieser Trend auch noch eine ganze Zeit anhalten wird, und konzentrieren uns deshalb auf unsere Kleinwagenkompetenz. Das bedeutet konkret: Ende nächsten Jahres werden wir den neuen Swift präsentieren. Und: Unsere Ingenieure arbeiten intensiv daran, dass wir in den nächsten Jahren in dem ein oder anderen unserer aktuellen Modelle einen Motor mit Start-Stopp-Technologie präsentieren können.

Wie positionieren Sie Ihre Marke im deutschen Markt?

Amano: Suzuki hat im Vergleich zu anderen Marken eine sehr junge Kundschaft - der typische Suzuki-Neukunde ist durchschnittlich erst 48 Jahre alt. Beim Swift liegt das Durchschnittsalter sogar bei erst 42 Jahren.

Woher kommt das?
Amano: Meines Erachtens gibt es dafür mehrere Gründe. Der wichtigste sind unsere modernen, zeitgemäßen Modelle. Wenn Sie sich unsere aktuelle Modellpalette anschauen und sie mit den Autos vergleichen, die wir vor zehn Jahren in Deutschland verkauft haben, sehen Sie: unsere Designer setzen konsequent auf ein emotionales, europäisches Design. Dennoch sind unsere Autos äußerst praktisch und flexibel einsetzbar, zudem preislich erschwinglich. Unsere Kunden sind stolz auf ihr Fahrzeug, für das sie sich sehr bewusst entschieden haben. Der zweite Grund: die begleitenden Kommunikations- und Marketingmaßnahmen sind perfekt auf die Produkte und die Marke abgestimmt, die zur Verfügung stehenden Mittel werden effektiv und gezielt eingesetzt. Beispielsweise haben wir in diesem Jahr die Pro7-Castingshow Germany’s Next Topmodel gesponsert - und konnten damit die Bekanntheit der beiden in die Sendung integrierten Fahrzeuge, Alto und Splash, in der für uns relevanten Zielgruppe erheblich erhöhen. Aktuell sind wir Partner der Sendung "Supertalent 2009", die mit großem Erfolg auf RTL läuft. Wir gehen diesen Weg also weiter.

Suzuki auf der Tokio Motor Show 2009

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