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Sitzprobe Suzuki Ignis auf der Tokyo Motor Show

Rückkehr als Crossover

Suzuki Ignis, Concept Car, 2015, Tokyo Motor Show Foto: Suzuki 10 Bilder

Mit dem Ignis meldet sich bei Suzuki ein Kleinwagen zurück, der die Marke über viele Jahre prägte. Der Neustart als Kleinst-Crossover ist in Deutschland für Anfang 2017 anvisiert, in Japan geht’s noch in diesem Jahr los. Erste Sitzprobe.

28.10.2015 auto motor und sport, Jochen Knecht

Den kennt man doch: In Japan hieß er Swift SE-Z, in Deutschland einfach Ignis (lat. Feuer). Der kleine SUV wurde in zwei Generationen von 2000 bis 2007 gebaut und war mit Allrad- oder Frontantrieb erhältlich. Mit dem Nachfolger Suzuki SX4 war die Ära des Ignis beendet. Auf der 44. Tokyo Motor Show (30.10. bis 8.11.2015) stellt Suzuki den neuen Ignis vor: Ein kompakter Crossover, der mit seinem Vorgänger nur noch den Namen gemein hat.

Suzuki Ignis Concept Car auf der Tokyo Motor Show

Ganz klar, der neue Ignis soll den Spagat zwischen Stadt- und Landleben schaffen. Auffällig: Die Sitzposition ist relativ hoch und vermittelt genau dieses Gefühl von Übersicht, das SUV-Fahrer an ihren Fahrzeugen so schätzen. Ein Raum-Riese ist der Ignis bei einer Länge von 3,68 Metern (Radstand 2,44 Meter) nicht, wer als Fahrer nicht größer als 1,90 Meter ist kriegt auf der Rückbank dennoch bequem zwei weitere Erwachsene unter. Als Antwort auf Renault Twingo, VW Up und Co. darf man in Sachen Materialqualität keine Wunder erwarten. Im Cockpit dominiert vor allem Hartplastik. Sauber verarbeitet und Pflegeleicht. Die Europa-Modelle sollen ab Anfang 2017 noch ein wenig Feinarbeit im Innenraum erhalten. Ergonomie und Gestaltung sind aber komplett gelungen. Vom wenig geschmackvoll eingerichteten Vorgänger trennen den neuen Ignis in dieser Disziplin Welten!

Ein weitere Pluspunkt, den in dieser Klasse nicht alle Konkurrenten vorzuweisen haben, ist die flexible Rücksitzbank. Die lässt sich in der Neigung verstellen und bei Bedarf eine gute Handbreit verschieben. Damit lässt sich der nicht sehr große, dafür aber sehr tiefe Kofferraum beträchtlich erweitern. Genau Angaben, sowohl über das Fassungsvermögen den Kofferraums, als auch zum entsprechenden Platzgewinn durch das Verschieben der Rücksitze liegen leider noch nicht vor.

Dafür gibt’s erste Angaben zur Motorisierung in den internationalen Märkten: Zum Start tritt das Ignis-Topmodell mit einem ein Liter großen Turbo-Dreizylinder an, der 112 PS bzw. ein maximales Drehmoment von 170 Newtonmeter aus den Brennkammern feuert. Auf kann 90 PS und 120 Newtonmeter kommt der 1.2-Liter-Dualjet-Vierzylinder, der mit einem stufenlosen CVT-Getriebe und dem Micro-Hybridsystem SHVS gekoppelt ist. Zumindest fürs Topmodell ist auf Wunsch auch ein Allradantrieb zu haben. Ob beide Motoren so auch in Deutschland angeboten werden, ist noch nicht klar. Auch zur Preisgestaltung gibt es noch keinerlei Angaben.

Suzuki präsentiert Exponate für Tokyo

Nicht nur der Ignis, sondern auch andere Autos werden von Suzuki in Tokio präsentiert. Das Motto des Themenstandes auf der Tokyo Motor Show lautet "SUZUKI NEXT 100". Im Jahr 2020 feiert Suzuki das 100-jährige Jubiläum und zeigt bereits jetzt, in welche Richtung es für neue Produkte und Technologien gehen soll. Mighty Deck ist ein Konzept-Minicar mit offener Ladefläche und Stoffdach.

Der "Air Triser" ist ein dreireihiger Minivan mit drehbaren Sitzen und Lounge-Funktionialität. Als Schrägheck-Limousine mit Platz für vier Erwachsene und Gepäck wird der Baleno vorgestellt. Am 15. Oktober steht bereits der Escudo, in Europa als Vitara bekannt, als Allrad-SUV beim Händler.

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