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Suzuki-VW-Streit

Suzuki droht mit Schiedsgericht

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Im Streit zwischen Volkswagen und Suzuki droht der japanische Autobauer nach einem Bericht des "Handelsblattes" mit der Anrufung eines Schiedsgerichts.

17.10.2011 dpa

Aus Sicht von Suzuki müsste sich VW einem solchen Urteilsspruch dann unterwerfen und sogar seine Anteile wieder verkaufen. Im Kooperationsvertrag sei vereinbart, dass der Spruch eines privaten Schiedsgerichts bindend sei, berichtete die Zeitung. Ein VW-Sprecher sagte, er wolle den Bericht nicht kommentieren. Beide Unternehmen werfen sich gegenseitig Vertragsbruch vor. VW ist mit knapp 20 Prozent an Suzuki beteiligt.

Niedersachsens Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrat David McAllister hat unterdessen ein Ende des öffentlich ausgetragenen Streits zwischen Volkswagen und Suzuki gefordert. "Als Aufsichtsrat mische ich mich nicht ins operative Geschäft ein, aber es wäre gut, wenn solche Auseinandersetzungen intern und nicht öffentlich ausgetragen werden", sagte der CDU-Politiker dem "Handelsblatt". Niedersachsen hält gut 20 Prozent der VW-Stimmrechte.
 
Die beiden Autobauer liegen seit Wochen im Clinch, zuletzt hatten sich die Fronten weiter verhärtet. Nachdem die Wolfsburger dem Partner vor einem Monat den Bruch des Ende 2009 geschlossenen Kooperationsvertrags vorgeworfen hatten, schoss das Suzuki-Management am vergangenen Freitag mit derselben Anschuldigung zurück. Ein VW-Sprecher hatte dazu gesagt, der Konzern weise die Vorwürfe zurück und berate nun das weitere Vorgehen: "Das bezieht selbstverständlich auch mögliche juristische Schritte ein."
 
VW und Suzuki hatten im Dezember 2009 eine mit großer Hoffnung verbundene Partnerschaft in Form einer sogenannten Überkreuzbeteiligung geschlossen: Die Deutschen übernahmen knapp 20 Prozent von Suzuki, während sich die Japaner mit 1,5 Prozent bei den Deutschen einkauften. Nachdem VW den Japanern vorgeworfen hatte, den Kooperationsvertrag verletzt zu haben, forderte Suzuki VW auf, sein Aktienpaket zurückzugeben. Volkswagen wiederum will daran festhalten.

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