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Takata-Airbag-Rückruf

Auch diverse Supersportwagen betroffen

Ferrari 488 GTB, Lenkrad, Fahrersicht Foto: Hans-Dieter Seufert

Der weltweite Rückruf von Takata-Airbags trifft nicht nur Massenhersteller. Die aktualisierte Rückrufliste der NHTSA führt auch diverse aktuelle Luxus- und Supersportwagen von Ferrari, McLaren, Audi oder Lexus.

15.12.2016 Uli Baumann, Andreas Of 2 Kommentare Powered by

Bereits 2008 hatte Honda einen ersten Rückruf von Modellen mit Takata-Airbags veranlasst. 2013 hatte Takata Probleme mit explodierenden Airbags eingeräumt. Ab 2014 hat die NHTSA erste Massenrückrufe in den USA initiiert. Seit 2015 rufen zahlreiche Hersteller in großen rückrufaktionen Fahrzeuge mit möglicherweise defekten Takata-Airbags zurück. Allein in den USA sind 46 Millionen Airbags in 29 Millionen Fahrzeugen betroffen. Ungeachtet der bekannten Gefahrenlage scheinen aber verschiedene Autobauer die potenziell gefährlichen Takata-Airbags weiter in ihre Autos einzubauen. Nicht anders ist es zu erklären, dass die US-Sicherheitsbehörde NHTSA ihre Rückrufliste auf zahlreiche 2017er-Modelle ausgedehnt hat. Darunter auch zahlreiche Exoten, Luxus- und Supersportwagen.

In der Rückrufliste finden sich so unter anderem die Audi-Modelle TT (2016 – 2017) und R8 (2017), die Ferrari-Modelle 488 GTB (2016 – 2017) und Ferrari 488 Spider (2016 – 2017), Ferrari California T (2015 – 2017), Ferrari F12 (2013-2017), Ferrari F12 tdf (2016-2017), Ferrari GTC4 Lusso (2017), Lexus GX460 (2010-2017), McLaren 570 (2016-2017), Mercedes E-Klasse Cabrio (2011-2017), Mercedes E-Klasse Coupé (2010-2017), Mitsubishi i-MiEV (2012-2017) sowie der Volkswagen CC (2009-2017) und die Sprinter-Modelle von Mercedes und Freightliner (2010-2017 respektive 2007-2017).

Darüber hinaus finden sich aber auch noch diverse 2016er-Modelle in der Auflistung der NHTSA, die ausschließlich Modelle für den US-Markt erfasst.

VW-Konzern: 1,3 Millionen Autos betroffen

Bei den Volkswagen-Konzernmarken sind 1,3 Millionen Autos betroffen. Der Rückruf gilt für die Länder USA, Kanada, Japan und Südkorea. Bei VW werden die Modelle Eos, Golf, Passat und CC zurückgerufen. Welche Modelle bei Audi betroffen sind, wollte ein Sprecher der Marke auf Nachfrage nicht kommentieren.

Rückruf freiwillig und vorsorglich

Der Rückruf sei freiwillig und vorsorglich, wegen eines defekten Airbags gab es bisher keine Verletzten. Ein Sprecher erklärte auf Nachfrage: „Es gibt keine Fälle bei VW oder anderen Konzernmarken.“ Dass in den genannten Ländern Autos zurückgerufen werden und in Europa nicht, begründet VW mit einer unterschiedlichen Rechtslage. Inzwischen würden Airbags ohne Ammoniumnitrat in der Gaspatrone eingebaut.

Das Problem der Takata-Airbags bestand darin, dass das Ammoniumnitrat in der Gaspatrone unter bestimmten Bedingungen feucht wurde und der Airbag nicht korrekt auslöste. Nach schweren Unfällen ordnete die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA einen Rückruf aller Autos mit den betroffenen Airbags an.

Mercedes: kein Rückruf in Europa

Wie der Volkswagen-Konzern, ruft auch Daimler keine Autos in Europa und Deutschland zurück. In Mercedes-Fahrzeugen seien keine Fehler bei Takata-Airbags bekannt, teilt der Konzern auf Nachfrage mit. „Deshalb führen wir den Rückruf der in Mercedes-Benz Modellen verbauten Gasgeneratoren der Firma Takata vorsorglich in Ländern durch, in denen zum Teil spezifische, regulatorische Anforderungen diese Maßnahme bedingen,“ ergänzt ein Sprecher des Konzerns.

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