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Takata-Petri

Autozulieferer will 367 Stellen streichen

Foto: Takat-Petri

Der Automobilzulieferer Takata-Petri will die Serienproduktion von Lenkrädern nach Rumänien verlagern und in Deutschland 367 Stellen streichen. Bis Ende des Jahres werde es wegen einer Beschäftigungssicherung aber keinen Arbeitsplatzabbau geben.

04.08.2009

"Solange kann niemand betriebsbedingt gekündigt werden", sagte Unternehmenssprecher Jakob Lux am Dienstag (4.8.) in Aschaffenburg. Die IG Metall kündigte Widerstand an. "Wir werden uns dagegen wehren", sagte Gewerkschaftssprecher Herbert Reitz.

Autozulieferer Takata-Petri hat 3.200 Mitarbeiter in Deutschland

Die Takata-Petri AG mit Sitz in Aschaffenburg gehört seit 2001 zum Takata-Konzern aus Tokio - einem nach eigenen Angaben führenden Hersteller von Lenkrädern, Sicherheitsgurten, Airbags und Kindersitzen. Etwa 3.200 Menschen arbeiten für das Unternehmen in Deutschland, davon gut 1.700 in Aschaffenburg. Weltweit zählt der Konzern mehr als 28.000 Mitarbeiter. Der Arbeitsplatzabbau soll folgende Standorte betreffen: 335 Stellen in Aschaffenburg, 20 in Ulm und 12 in Berlin  - sowohl in der Verwaltung als auch der Produktion.

Ein Werk in Polen wurde bereits geschlossen

Hintergrund der geplanten Maßnahmen ist die Absatzflaute in der Autobranche. Im ersten Halbjahr 2009 hatte der Konzern allein in Europa einen Umsatzeinbruch von etwa einem Drittel verzeichnet. Als Reaktion auf die Krise waren im Ausland 2.000 Stellen gestrichen worden. Darüber hinaus wird in den deutschen Werken kurz gearbeitet, ein Werk in Polen soll Ende August geschlossen werden.

Kompetenzzentrum für die Entwicklung von Lenkrädern soll in Aschaffenburg bleiben

Das Unternehmen hatte bereits im Jahr 2001 aus Kostengründen mit der Auslagerung von Arbeitsplätzen nach Rumänien begonnen. Mittlerweile arbeiten nach Gewerkschaftsangaben am Standort in Arad etwa 6.000 Menschen für den Autozulieferer, die Lenkräder und Gurte fertigen. In Aschaffenburg soll das Kompetenzzentrum für die Entwicklung von Lenkrädern bleiben. Takata-Petri wird nun nach Worten des Unternehmenssprechers mit dem Betriebsrat und den Gewerkschaften über die Pläne verhandeln.

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