Tango T600: Schmalspur-Granate mit 600 kW

Tango T600 Elektroauto

Er ist nur 99 Zentimeter schmal, hat es aber faustdick unter der Haube: Der Tango T600 ist ein 600 kW starkes Elektromobil, das im Sprintduell sogar eine Dodge Viper nass machen soll. Der Preis für den Schmalspur-Zweisitzer: mindestens 121.000 US-Dollar.

Die US-Firma Commuter Cars bietet mit dem Tango T600 ein extremes Elektro-Gefährt, das in Sachen Spurtvermögen sogar gestandene Sportwagen hinter sich lassen soll. Mit einer Länge von 2,57 Meter und einer Höhe von 1,52 Meter halten sich der US-Elektro-Boy und der Smart zwar noch die Waage, bei der Breite von nur 99 Zentimetern unterbietet der Tango den Europäer aber um satte 52 Zentimeter und kommt quasi im Motorrad-Format daher. Möglich macht dies die Anordnung der maximal zwei Passagiere hintereinander.

Der Tango bietet ein maximales Drehmoment von 1.355 Nm

Für die Sicherheit sorgt eine Fahrgastzelle aus Kohlefaserverbundmaterial mit integriertem Überrollkäfig, die durch zwei konventionelle Türen geentert werden kann. Angetrieben wird der 1,4 Tonnen schwere T600 - allein 450 Kilogramm entfallen dabei allein auf den Batteriepack - von zwei Elektromotoren an der Hinterachse, die es zusammen auf ein maximales Drehmoment von sagenhaften 1.355 Nm bringen. Entsprechend dynamisch gibt sich der T600 dann auch. 100 km/h sollen in vier Sekunden erreicht werden, die Höchstgeschwindigkeit soll bei rund 217 km/h liegen. Damit der Schmalspursportler nicht die Balance verliert, ist ein patentiertes Stabilitätsprogramm an Bord, das den Tango förmlich auf der Straße kleben lassen soll. Der Tango T600 rollt auf Reifen der Dimension 195/45-R14 vorn und 215/45-R15 hinten, ein Sportfahrwerk soll die Agilität des Sport-Stromers in Kurven nochmals steigern.

Der Tango T600 kostet mindestens 121.000 US-Dollar

Je nach Batteriebestückung, es können Blei-Akkus oder Lithium-Ionen-Akkus verwendet werden, beträgt die Reichweite mit einer Batterieladung zwischen 64 und 241 Kilometer. Als Ladequelle kann jede 110 oder 220 Volt-Steckdose genutzt werden.

Erhältlich ist der kleine Stromer in den USA und in Europa, geliefert wird er als Bausatz. Dieser soll vom Neubesitzer innerhalb von acht Stunden aufgebaut werden können. Dabei schlägt das Haupt-Kit (enthält alles mit Ausnahme des unteren Chassis, der Batterien und des Antriebsstrangs) mit 108.000 US-Dollar (75.179 Euro) zu Buche. Hinzu addieren sich die Kosten für Chassis und Batterien sowie für den Antriebsstrang (Motor, Getriebe, hintere Federung). Der Komplettpreis beträgt somit mindestens 121.000 US-Dollar (84.228 Euro). Dann hat der Tango jedoch nur Bleibatterien an Bord (8.000 US-Dollar).  Stärkere Li-Ionen-Akkus sind ebenfalls erhältlich, treiben den Preis jedoch deutlich in die Höhe. So kostet ein Li-Ionen-Batteriepack mit einer Kapazität von 49 kWh satte 53.000 US-Dollar (36.893 Euro). Commuter Cars verlangt von jedem Kunden eine Anzahlung in Höhe von 10.000 US-Dollar. Optional kann der Tango zudem mit einer Lederausstattung, einer 400 Watt-Stereoanlage und weiteren Extras aufgerüstet werden.

George Clooney fährt Tango T600

Wie ein Unternehmenssprecher gegenüber auto-motor-und-sport.de mitteilte, hat Commuter Cars bislang zwölf Fahrzeuge abgesetzt, von denen bereits zehn ausgeliefert wurden. Der erste nach Europa verkaufte Tango ist übrigens gerade auf dem Weg ins Vereinigte Königreich.

Ein äußerst prominenter Käufer soll sich bereits für den Tango T600 entschlossen haben. Nach Unternehmensangaben ist US-Schauspieler George Clooney stolzer Besitzer des spurtstarken Stromers.

Bei Commuter Cars im US-Bundesstaat Washington sind derzeit weitere, schwächere Versionen in Planung. So soll der T200 in Kürze für 39.900 Dollar, der T100 für 18.900 Dollar erhältlich sein. Aufträge für alle Modelle nimmt das Unternehmen auf seiner Homepage entgegen.

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Uli Baumann/ Manuel Dohr

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