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Tankstellen-Netz schrumpft weiter

Foto: dpa

Das deutsche Tankstellennetz schrumpft weiter. Im vergangenen Jahr reduzierte sich die Zahl der Stationen nach der jährlichen Erhebung des Hamburger Energie-Informationsdienstes EID um 241 auf 15.187, darunter 14.811 Straßen- und 376 Autobahntankstellen.

06.02.2006

"Das Tempo des Rückgangs ist weiterhin mäßig", stellt der Fachdienst fest. Nach Einschätzung der Branche gibt es im rückläufigen deutschen Benzinmarkt rund 4.000 Tankstellen zu viel. Viele Stationen sind eher dem Einzelhandel zuzurechnen und verdienen ihr Geld als Nahversorger der Bevölkerung, weniger mit dem Benzinverkauf.

Unter den großen Mineralölkonzernen liefern sich Aral/BP und Shell seit Jahren ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem Aral/BP bislang stets die Nase vorn behielt. In der jüngsten EID-Statistik kommen die Bochumer auf 2.446 Straßentankstellen, das sind 52 weniger als vor einem Jahr. Damit schafft Aral/BP nach Einschätzung des EID einen Absatz-Marktanteil von 22 bis 22,5 Prozent. Zweiter großer Anbieter ist Shell mit 2.142 Stationen (minus neun) und einem geschätzten Marktanteil von 21 bis 21,5 Prozent. Die Shell hat im zweiten Halbjahr sogar ihr Stationsnetz ausgeweitet und ist damit eine der wenigen wachsenden Gesellschaften.

Auf den Plätzen finden sich Esso (1.190 Stationen, minus 46) und Total (1.015 Stationen, minus 101). Auch gemessen am Absatz fallen diese beiden Konzerne weiter zurück und schaffen noch Anteile von 9,0 und 8,5 Prozent. Der EID berichtet über Branchengerüchte, nach denen sich diese beiden Gesellschaften zusammenschließen könnten - "unter welcher Führung auch immer". Total und Esso bieten weder besonders differenzierte Spitzenprodukte an wie V-Power (Shell) oder Ultimate (Aral), noch sind sie preislich günstiger als andere Tankstellen.

Der Preis ist das Erfolgsrezept des Anbieters JET, der stets einen Cent je Liter günstiger anbietet und damit zehn Prozent des deutschen Kraftstoffmarktes erobert hat. Das schafft die Firma mit nur 723 Tankstellen (plus 14). JET habe offensichtlich von den hohen Tankstellenpreisen profitiert, schreibt der EID. Die Firma verkauft mit Abstand den meisten Kraftstoff je Tankstelle und hat ungefähr einen doppelt so hohen Absatz, wie es ihrem Anteil an den Tankstellen entspricht.

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