Targa, Rolldach, T-Roof: Kein Cabrio, aber beinahe ganz offen

Chevrolet Corvette T-Roof

Es gibt Cabrios, Roadster und Speedster, die allesamt ohne ein festes Dach auskommen. Wer es nicht ganz so offen liebt, auf Frischluft aber nicht verzichten will, kann zu einem Rolldach, einem Targa oder einen T-Roof greifen.

Nur Porsche darf seine Modelle mit herausnehmbarem Dach Targa nennen, denn dieser Begriff ist von den Zuffenhausenern geschützt. Targa-Dächer gab es im 911, dem 924, dem 944 und dem 968. Die Technik, die sich dahinter verbirgt, ist aber automobiles Allgemeingut. Zwischen dem Windschutzscheibenrahmen und einem feststehenden Bügel hinter den Passagieren werden herausnehmbare Dachelemente platziert. Mal lässt sich dieses Teil komplett herausnehmen, mal bleibt ein Mittelsteg stehen, was dieser speziellen Bauart auch den Beinamen T-Roof einbrachte.

Dachteile wandern in den Kofferraum

Besonders beliebt war und ist das T-Roof bei japanischen und amerikanischen Anbietern, die überwiegend sportliche Modelle als Alternative zum Coupé mit herausnehmbaren Dachteilen anbieten. Das ist günstiger als ein echtes Cabrio und bietet beinahe genausoviel Frischluft im Cockpit. Verstaut werden die Paneele in der Regel im Kofferraum oder hinter den Sitzen, so dass auch unterwegs nicht gänzlich auf ein Dach verzichtet werden muss. Allerdings sind solche Dachkonstruktionen mittlereweile nahezu aus dem Modellprogramm der Hersteller verschwunden. Selbst Porsche setzt beim aktuellen 911 Targa nur noch auf ein überdimensionales Glasschiebedach.

Rolldächer für Volkscabrios

Vor dem Glas aber war der Stoff, und der wurde aufgerollt und zwar von Hand. Stoffrolldächer bedeuteten Frischluftvergnügen für den kleinen Geldbeutel - wer kennt sie nicht die Ente mit dem nach hinten gerollten Dach, die den Citroen 2CV quasi zu einem offenen Viersitzer machte. Auch der Fiat 500 setzte einst, aber auch heute wieder auf eine solche Konstruktion. Aktuell öffnet das Dach allerdings automatisch, die Hand muss nur noch den entsprechenden Knopf bedienen.

Offroader mit Softtop

Aus Stoff sind zumeist auch die Cabrio-Träume, die die Geländewagenhersteller im Programm haben. Als Softtop-Variante im Angebot bleiben in der Regel die vorderen Türen und der vordere Dachbereich stehen, der Fond kann aber vollständig geöffnet werden - so können zumindest die hinteren Passagiere volles Cabrio-Feeling erleben.

Nachträglich aufgeschnitten

Und dann gab es noch die Aufschneider, die für Hersteller Limousinen zu Halb-Cabrios verwandelten. Die bekanntesten Exemplare hierzulande sind wohl die Kreationen von Baur, der für BMW die 3er-Modell der E30-Baureihe mit einem variablen Dachsystem überzogen. Auch der Opel Kadett Aero stammte aus der Stuttgarter Manufaktur von Baur.

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Uli Baumann

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