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TAG Heuer mischt - genauso wie McLaren - ganz vorne mit, wenn es um neue Technologien geht. Beide Unternehmen ergänzen sich hervorragend.

20.04.2007 Alf Cremers

Mansour Ojjeh traf eine so riskante wie folgenschwere Entscheidung. Der rennsportbegeisterte Geschäftsmann aus Saudi-Arabien investierte seine Petrodollars ausgerechnet in eine marode Schweizer Uhrenfabrik.

Retter der maroden Traditionsfabrik

Er kaufte Heuer, ein 1860 gegründetes Unternehmen, auf Stoppuhren und Chronographen spezialisiert und als offizieller Formel 1- Zeitnehmer einst weltberühmt. Doch obwohl die Quarz-Krise dem ehemaligen Familienbetrieb arg zugesetzt hatte, war Know-how in den Disziplinen Mikromechanik und Elektronik reichlich vorhanden.

So wurde 1985 aus Heuer TAG Heuer. TAG steht für Techniques d’Avant Garde, die lose Klammer für Mansour Ojjehs Unternehmungen, zu denen seit 1981 auch Anteile am Formel 1-Rennstall McLaren gehören. Die Turbomotoren entwickelte Porsche. Derart beflügelt, gewannen TAG-McLaren-Rennwagen gleich drei Weltmeisterschaften in Folge: 1984 mit Niki Lauda, 1985 und 1986 mit Alain Prost.

Unter der TAG-Flagge entwickelte sich Heuer zu einem hochprofitablen Hersteller im Segment sportlicher Luxusuhren mit innovativem Anspruch. Ojjeh riskantes Experiment gelang. Seit 1999 gehört TAG Heuer dem französischen Luxusmarken- Konzern LVMH, sprich Louis Vuitton, Moët, Hennessy, aber die Verbindung zu McLaren ist enger denn je.

Beste Verbindungen zur Formel 1

TAG Heuer sponsert das Mercedes-McLaren-Team, ist Zeitnehmer bei den Testfahrten und kreierte eigens für den Supersportwagen Mercedes-Benz SLR McLaren einen hochkomplizierten mechanischen Chronographen in streng limitierter Auflage. Jede Indikation, ob Gangreserve oder Zwölf-Stunden-Zähler, hat auf dem Zifferblatt ihr separates Feld. Nur Besitzer des 435 000 Euro teuren und 626 PS starken Boliden kommen auf Wunsch in den Genuss dieses mechanischen Wunderwerks mit hochfrequentem Schaltradkaliber.

Die Unruh oszilliert mit dynamischen 36.000 Halbschwingungen pro Stunde; das macht die Stoppfunktion auf die Zehntelsekunde genau und steigert nebenbei die Ganggenauigkeit der normalen Zeitanzeige. Der SLR-Chronograph im schlichten, gebürsteten Edelstahlgehäuse gehört zur zukunftsweisenden Serie der TAG Heuer Concept Watches. Diese fünf stilistisch wie technisch außergewöhnlichen Uhrenkreationen sind allesamt im Grenzbereich des technisch Machbaren und physikalisch Möglichen angesiedelt - die wohl bedeutendste Parallele zu McLaren.

Firmen-Patriarch Ron Dennis ließ 2002 von dem berühmten Architekten Norman Foster das Paragon Technology Centre in Woking, Surrey, entwerfen. Ein hochmodernes, futuristisch gestaltetes Forschungs- und Entwicklungszentrum mit eigenem Windkanal und einer Hall of Fame der berühmtesten McLaren- Rennwagen aus 40 Jahren Formel 1-, CanAm-, Indianapolis- und Le Mans- Geschichte.

Die Briten beherrschen schließlich das gesamte Spektrum. Legendär ist heute noch der McLaren F1 von 1994, das erste Supercar für die Straße mit BMW-V12. McLaren ist mehr als nur eine High-Tech-Rennwagenschmiede. Hier wird auch an elektronischen Systemen geforscht, es werden Teile für die Zulieferindustrie entwickelt und neue hochkomplexe Werkstoffe getestet.

Concept Watches zeigen, was möglich ist

Auch TAG Heuer lebt den technologischen Führungsanspruch in der Uhrenbranche. So finden die Concept Watches sukzessive den Weg in die Serienproduktion - wie etwa die Calibre 360, die auf der Basis eines simplen, flachen ETA-Automatikwerks einen Highspeed- Chronographen realisiert, der sogar die Hundertstelsekunde misst. Bisher konnte das nur eine Stoppuhr, der Heuer Microtimer.

Die Monaco V4 ist die bislang revolutionärste Concept Watch. Sie setzt Zahnriemen statt Zahnräder ein, um den Energiefluss im Uhrwerk zu optimieren, und bietet mit ihrem transparent aufgebauten Kaliber die technische Ästhetik eines Rennmotors. Allerdings steckt sie noch im Prototypenstadium. Aber TAG Heuer ist nicht nur kühle Synthesizer- Zukunftsmusik. Bei der Monaco Gulf wird einem direkt warm ums Handgelenk, weil sie an Steve McQueen und Jo Siffert erinnert, die unvergessenen Le Mans-Helden im Porsche 917.

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