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Techno Classica 2010 - Die Händler

Krisenfestes Angebot - Händlerreport

Techno-Classica Foto: MKL 62 Bilder

Die Techno-Classica lebt von der Vielfalt. Das Salz in der Suppe aber sind die vielen Händler, bei denen von Zubehör und Ersatzteilen bis hin zum exquisiten Hochpreis-Klassiker fast alles zu finden ist.

05.04.2010 Klaus Finkenburg Powered by

Die Wirtschaftskrise lässt die Oldtimerhändler kalt

Die grösste Oldtimermesse der Welt mobilisiert jedes Jahr eine gewaltige Menschenmenge. Für 2010 erwartet die Messeorganisation rund 170.000 Besucher aus mehr als 40 Nationen. Nicht nur für alle wichtigen europäischen Auto und Motorradhersteller sowie Clubs ist die Techno Classica  daher ein absolutes Muss.

Auch Händler, Dienstleister und Lieferanten aller Art nutzen die Veranstaltung, um ihr Angebot zu präsentieren, Kontakte zu pflegen, neue Geschäftsfelder zu erschließen und Trends anzustoßen. So haben beispielsweise in den vergangenen Jahren immer mehr Unternehmen der Zulieferbranche Neuteile für Klassiker ins Angebot aufgenommen. Das Geschäft boomt. So zucken Zulieferer und Anbieter historischer Ersatzteile bei der Erwähnung des gefürchteten Wortes "Krise" nur mit den Schultern.

Ebenso haben die Fahrzeughändler wenig Grund zum Klagen. Auf der 22. Techno-Classica präsentieren sie wieder ein buntes Allerlei, das nur wenige Wünsche offen lässt. Das Angebot in der Ruhrmetropole Essen reicht von absoluten Raritäten über Old- und Youngtimer für jeden Geschmack und Geldbeutel bis hin zu Zubehör aller Art.

Flügeltürer-Spezialist HK-Engeneering

Als Appetitanreger begibt sich Motor Klassik auf einen Rundgang zu einigen Höhepunkten in den Messehallen. Die größten Publikumsmagnete sind wie immer die Fixsterne unter den Klassikern - zum Beispiel der Mercedes 300 SL, dem sich das Unternehmen HK-Engineering aus dem süddeutschen Polling verschrieben hat. Der innerhalb des 25-jährigen Bestehens auf inzwischen 50 Mitarbeiter angewachsene Betrieb stellt in diesem Jahr auf 300 Quadratmetern Standfläche in Halle 1 wieder zahlreiche Flügeltürer und 300 SL Roadster sowie einige selbst entwickelte Ersatzteile aus.

Vorkriegsspezialist Kölnberger aus Aachen

Quasi nebenan zeigt die Firma Kölnberger aus Aachen zwei Hingucker: Auf dem Stand in Halle 1 gibt es unter anderem einen 1934er Talbot 3,4-Liter mit 8-Zylinder- Reihenmotor sowie einen restaurierten Lagonda M45 von 1933 mit original T7-Body und 4,4 Liter großem Meadows- Motor zu sehen.

Münchner Pontonfabrik

Die Pontonmanufaktur aus München, angesiedelt in Halle 2, gehört wieder zu den Betrieben, die auf Spezialisierung setzen. Neben den gleichnamigen Limousinen, Coupés, Cabrios und Kombis vertreibt der Münchener Betrieb, bei dem sich Kunden ihr Wunschauto praktisch frei zusammenstellen lassen können, auch Innenkotflügel des Herstellers Lokari. Damit lässt sich ein nahezu perfekter Rostschutz im Radkasten erreichen.

An vorderster Front gegen den Rost - Fertan in Halle 2

Der Kampf gegen den Zerfall ist auch das Hauptanliegen des Unternehmens Fertan, dessen Stand ebenfalls in Halle 2 zu finden ist. Die Saarbrücker Firma, die den Schwerpunkt während der Messe auf die Beratung der Besucher legt, zeigt ihr bewährtes Programm an Mitteln zur Rostvorsorge und -beseitigung sowie Tapox, ein neues Produkt zur Tank-Innenbeschichtung. Ein bekanntermassen weites Feld ist die Versorgung von Klassikern mit regelmäßig benötigten Verschleißteilen, um die sich verschiedene Spezialisten kümmern.

Reifen für alle Fälle - Münchner Oldtimer Reifen GmbH

Dazu gehört die Münchner Oldtimer Reifen GmbH (MOR ), die 1989 gegründet wurde. Das Unternehmen, das sich auf Reifen, Felgen und weiteres Zubehör für klassische Automobile, Motorräder und Nutzfahrzeuge verlegt hat, präsentiert sein umfangreiches Angebot in Halle 2. Neu bei den Münchner Pneu-Experten ist ein innovatives Vulkanisationverfahren namens MOR Classic Whitewall, mit dem sich nahezu jeder Fahrzeugreifen nachträglich mit einer schmucken Weißwand versehen lässt.

Unter die Haube - Schutz von J.F. Stanley & Co.

J. F. Stanley & Co (Halle 2) hat sich auf den Vertrieb von exklusiven Schutzhüllen aller Art spezialisiert: "Auto-Pyjamas" sind in den Garagen und Hallen von Besitzern klassischer Automobile unverzichtbar. Dabei handelt es sich um atmungsaktive Staubschutzhüllen, die in den verschiedensten Formen erhältlich sind. Für längere Standzeiten empfiehlt sich der Perma Bag, in dem der Umgebungsluft automatisch Feuchtigkeit entzogen wird. Tire Shoes schließlich sollen flachen Stellen an den Reifen vorbeugen.

Nordlichter - SL-Experte SLS

Doch auch unter dem Angebot an Zubehör und Accessoires werden sicherlich viele Messebesucher fündig. So bietet etwa der süddeutsche Bekleidungsspezialist Dakota in Halle 2 und 3 zahlreiche Kultklamotten für Drive- und Lifestyle sowie historische Filme und Literatur an. Die Firma SLS aus Barsbüttel bei Hamburg befasst sich seit 1985 mit der Ersatzteilversorgung speziell für klassische Mercedes-Benz SL-Fahrzeuge, vom W 121 (190 SL) über den W 113 (230 bis 280 SL) bis zum R/C 107 (280 bis 500 SL und SLC) . Das Unternehmen pflegt einen umfangreichen Teilevorrat für die Restaurierung und Instandhaltung der Roadster, aber auch für die Mercedes Limousinen der 60er und 70er Jahre. Auf dem 50 Quadratmeter großen Messestand in Halle 2 zeigt und verkauft SLS Ersatzteile und stellt Neuheiten im Angebot vor.

190 SL- und Mittelmotor-Kenner

Highlight auf dem Stand des 190er-Spezialisten Fritz Wallner in Halle 2 ist ein komplett restaurierter Mercedes 190 SL, der unter anderem mit einem leistungsgesteigerten, fünffach gelagerten Motor, Federtellerkupplung und Scheibenbremsen an der Vorderachse ausgerüstet wurde.

Die 1994 gegründete Firma Mittelmotor aus Bochum zeigt auf ihrem Stand in Halle 3 ein hochkarätiges Fahrzeugangebot, unter anderem einen mit modernsten Teilen optimierten Porsche 911E von 1970 sowie einen als Meisterschaftsauto mehrfach erfolgreich eingesetzten 914/6 GT. Dazu gibt es auf den 120 Quadratmetern Standfläche einen großen Verkaufsbereich für Ersatzteile.

Schweizer Scheunenfund-Händler Christoph Grohe

Ein besonderes Schmankerl findet sich in Halle 6 auf dem Stand von Christoph Grohe. Der seit 1991 auf dem Markt aktive Schweizer Spezialist für ungewöhnliche Oldtimer hat erst kürzlich eine Sammlung von 17 lange Zeit unberührten Klassikern aufgekauft, von denen auf der Techno-Classica drei besonders interessante Fahrzeuge ausgestellt werden sollen.

Gallery Brummen präsentiert exquisite Sammlerstücke

Außergewöhnliche Angebote können auch auf dem in derselben Halle untergebrachten Stand der Gallery Brummen bewundert werden. Das in Holland ansässige Traditionsunternehmen zeigt unter anderem ein perfekt restauriertes Alfa 6C 2500 SS Pininfarina Cabrio von 1947, einen Maserati Vignale Spider von 1961 sowie ein sehr schönes 1964er Porsche 356 C Cabrio.

Rennfahrzeuge von Klaus Werner in Halle 6

Ebenfalls in Halle 6 zu finden ist der Stand von Klaus Werner Klassische Automobile. Der Wuppertaler ist seit mehr als drei Jahrzehnten eine der ersten Adressen für hochkarätige Automobile, insbesondere für Rennfahrzeuge mit untadeliger Historie. In Essen zeigt Klaus Werner unter anderem einen Aston Martin DB3S und einen Ferrari California Spider.

Horch-Classic GmbH und Mini Mania

Die Horch-Classic GmbH mit Firmensitz in Korntal-Münchingen bei Stuttgart hat sich, wie der Name schon sagt, auf die Nobelmarke der Auto Union spezialisiert. Das Angebot reicht von Restaurierung und Wartung über den Verkauf bis hin zu Ersatzteilen und Accessoires.

Auf seinem Stand in Halle 11 präsentiert das Unternehmen ein aufwendig restauriertes Horch 853 a Sportcabriolet sowie eine Rekonstruktion des im Jahr 1937 von der Firma Erdmann & R ossi karossierten 853 Stromlinien Coupé "Manuela". Zu den weiteren Höhepunkten gehört ein einzigartiges 780 Gläser Cabriolet mit einteiliger, planer Frontscheibe sowie vom Serienmodell abweichender Heckpartie.

Ebenfalls in Halle 11 hat sich Mini Mania eingemietet. Inhaber Andreas Hohls befasst sich seit 1989 nicht nur mit Restaurierung und Verschönerung von Mini, sondern vor allem auch mit historischem Motorsport, in dem sein Team in den vergangenen 20 Jahren 13 Meisterschaften feiern konnte.

Seit mehr als 50 Jahren im Geschäft - Mirbach

Die Ende der 1950er Jahre gegründete Firma Mirbach ist in derselben Halle zu finden. Auf Stand 202 präsentiert das Unternehmen, das Oldies aller Baujahre vom Methusalem aus dem 19. Jahrhundert bis zum Youngtimer der 80er Jahre anbietet, rund zehn erlesene Klassiker - unter anderem einen Hispano-Suiza Baujahr 1928 mit dem Sonderaufbau "Monza", von dem nur zwei oder drei Exemplare gebaut wurden.

Als einer der wenigen H6C ist das auf der Techno Classica gezeigte Fahrzeug mit dem größten Motor der Serie ausgestattet, dem OHC mit fast acht Litern Hubraum und rund 180 PS. Die E. Thiesen KG mit Sitz in Hamburg und Berlin handelt seit 1972 mit historischen Mobilen, vor allem hochwertigen Sammlerfahrzeugen der Zwanziger bis Sechziger.

Oldtimerhändler Thiesen bringt 35 Hochkaräter nach Essen

Auf dem diesjährigen Techno-Classica-Stand in Halle 11 präsentiert Thiesen auf 600 Quadratmetern 35 ausgesuchte Exponate, darunter unter anderem den erstgebauten Aston Martin DB5 von 1964 mit der Fahrgestell-Nummer 1, ein sehr seltenes Mercedes-Benz 320n Cabriolet A von 1938, einen Sunbeam 3 litre Super Sports Tourer von 1927 mit 6-Zylinder-Twin-Cam-Motor sowie einen Veritas RS.

So viel in aller Kürze. Viele Exponate werden auch in diesem Jahr wieder erst wenige Tage vor Messebeginn von den Ausstellern ausgewählt, und so sind auch 2010 wieder einige Überraschungen zu erwarten. Eines ist indes wohl vor dem ersten Techno-Classica-Tag sicher: Vom derzeit allgegenwärtigen Krisengejammer dürfte in Essen kaum etwas zu hören sein.

Öffnungszeiten
07. April14.00 Uhr bis 20.00 Uhr (nur Presse- und Fachbesucher)
08. April10.00 Uhr bis 18.00 Uhr
09. April10.00 Uhr bis 19.00 Uhr
10. April9.00 Uhr bis 18.00 Uhr
11. April9.00 Uhr bis 18.00 Uhr
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Eintrittspreise
Tageskarte20 Euro
Tageskarte ermäßigt:16 Euro
Kinder von 8-16 Jahre:zehn Euro
Kinder bis 8 Jahre:Eintritt frei
Familienkarte(Eltern mit zwei Kinder bis 17 Jahre):50 Euro
Premiumkarte (nur 1. Tag):30 Euro
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