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Techno Classica 2014 Marktplatz

Mondpreise und Mega-Angebot

Fahrzeugmarkt der Techno Classica 2014 Foto: Kai Klauder 92 Bilder

Rund 2.500 Automobile kann man auf der Techno Classica Essen (26. bis 30. März) kaufen. Den Überblick kann man dabei ebenso leicht verlieren, wie den Glauben - bei den zum aufgerufenen Mondpreisen.

29.03.2014 Kai Klauder Powered by

Die Techno Classica ist nicht nur die größte Klassiker-Fahrzeugbörse der Welt, sie ist auch ein Gradmesser der Oldtimerszene, was die Preisentwicklung angeht. Und beim Anblick mancher Verkaufsschilder - und vor allem den darauf abzulesenden Preisvorstellungen - kann man nur eine Diagnose stellen: Das Thermometer weist auf hohes Fieber hin.

Neu ist das natürlich nicht, denn in jedem Jahr wundert man sich bei einem Großteil der zu Beginn der Messe aufgerufenen Preise, ob es hier nur noch um Investitionsobjekte geht, oder ob klassische Autos auch noch zum Fahren gedacht sind. Klare Antwort: Ja, gefahren werden dürfen sie noch, denn die Zustand 3-Autos stellen einen großen Teil der Verkaufs-Autos auf der Techno Classica.

Teure Bullis

Bei manchen Autos, die auf der Techno Classica angeboten werden, gewinnt man den Eindruck, dass der Bogen überspannt wird. Zu beobachten ist das etwa bei den VW Bussen der Generationen T1 bis T3. Erstes Beispiel: Ein 1982er Westfalia Joker-T3 auf Freigelände 4, der rundum die tiefen Spuren seines Einsatzes auf Campingplätzen, in engen französischen Bergdörfern oder in hektischen italienischen Großstädten trägt. Das Frontblech ist so wellig, wie die Ostsee im Oktober, bei 23 Dellen haben wir aufgehört zu zählen. "Originallack" ist bei diesem Bus eine freundliche Umschreibung für Lackschäden, die entweder mit Rostumwandler oder mit fast passendem Lack ausgebessert.

Doch positive Seiten hat der Wagen auch, er soll aus erster Hand stammen und scheckheftgepflegt sein. Der Preis ist mit geforderten 16.000 Euro allerdings deutlich zu hoch.

Allerdings ist dies noch nichts im Vergleich zu dem 1963er VW T1 Samba, der im Handelszentrum (Halle 10/11) angeboten wird. Der 23-Fenster-Bus soll komplett restauriert worden sein, wozu es auch eine Dokumentation gibt. Bei aufgerufenen 119.900 Euro sollte diese wirklich sehr umfangreich sein. Zustand 1-Exemplare werden von classic-analytics mit 85.000 Euro gelistet.

Viel Hubraum für wenig Geld

Wunder darf man auch bei der 26. Auflage der Techno Classica nicht erwarten, demzufolge stellen Mercedes und Porsche den Großteil der angebotenen Autos. Das Preisniveau ist hoch, Ausreißer nach oben sind deutlich häufiger als günstige Gelegenheiten.

Doch auch diese findet man in Essen. Vor allem die US-Klassiker fallen einem da ins Auge. Etwa auf dem Freigelände 4, wo ein 1967er Ford Galaxie 500 XL zum Verkauf steht. Der Wagen wird im Originalzustand mit 37.000 Meilen Laufleistung angeboten. Der V8 mit 230 PS sorgt für souveränes Fahren und soll 13.500 Euro kosten.

Ein paar Meter weiter parkt allerdings ein Auto, das den Galaxie 500XL noch toppen kann. Auf dem viel besuchten Freigelände 1 steht ein 1972er Cadillac Coupé de Ville. Das heißt, eher nimmt er sich den Platz, den er braucht. Der Cadillac trägt einen 7,7-Liter-V8 unter seiner Motorhaube, auf der locker ein Mini parken könnte. So viel Hubraum gibt es sonst nicht für diesen günstigen Preis: 16.800 Euro.
 
Was wir noch entdeckt haben, zeigen wir in unserer Fotoshow.

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