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Techno Classica 2014 - Messerundgang Dirk Johae

Panini, Patina und dicke Pellen

Techno Classica 2014, Rundgang Dirk Johae Foto: Kai Klauder 13 Bilder

Auf der Oldtimer-Weltmesse Techno Classica in Essen stellt sich Jahr für Jahr die gleiche Frage: Was gibt es Besonderes, was muss man unbedingt gesehen haben? Die Antwort fällt angesichts der Vielfalt nicht leicht.

28.03.2014 Dirk Johae Powered by

So viel Freiheit muss sein: Eigentlich sollte ich mich auf die meine besten fünf Autos beschränken. Aber ich habe meine Auswahl auf zehn Highlights erweitert. Los geht es in Halle 3, in der sich auch der Stand von Motor Klassik befindet.

Maserati-Einzelstück

Auf dem Stand von Maserati, die in diesem Jahr ihr 100-Jähriges feiern, gibt es gleich meinen ersten Tipp: den T61 Birdcage aus dem Jahr 1961 mit einer Sonderkarosserie von  Piero Drogo. Der zweisitzige Rennsportwagen gehörte einst zur Sammlung Maserati und wurde dann an die Panini Collection (www.paninicollection.it) in Cittanova bei Modena verkauft. Aus dieser Sammlung kam der rote Renner nach Essen.

Ein paar Meter weiter bläst ein Ford Capri RS 2400 GT seine Backen auf. Das mit einem rund 230 PS starken Weslake V6-Motor bestückte und in den ehemaligen Werksfarben lackierte Coupé ist einer von nur 50 gebauten Leichtbau-Capris. Damit ließ sich Ford in Köln die Basisversion für den Renntourenwagen homologieren. Das auf der Techno Classica gezeigte Auto wurde 1970 von Dieter Glemser, Manfred Mohr und Hannelore Werner gefahren: ein sensationeller früher Renn-Capri.

Rennwagen mit BMW-Boxer

In der Halle 6 der Messe an der Gruga fällt mir ein kleiner Rennwagen: ein Nardi-Danese von 1947 mit einem Zweizylinder-Boxer von BMW. Dieser „Boby Sport“ wurde von Graf Mario Revelli die Beaumont konstruiert und ist die erste Konstruktion des kleinen italienischen Herstellers. Die Karosserie für den nur 390 Kilogramm wiegenden zweisitzigen Rennwagen stammt von Motto.

Weitere Highlights in der Halle 6 sind ein Renault von 1909 mit Brewster-Karosserie, ein unrestaurierter Lancia Flaminia Sport Zagato 2.8 von 1963 sowie ein restaurierter Maserati A6 2000 Frua Spider von 1956. Aber das Schmuckstück ist für mich der Röhr 8 RA mit einem Limousinen-Cabriolet-Aufbau von Autenrieth aus Darmstadt am Stand von Christoph Grohe.

Le-Mans-Porsche

In Halle 10 entdecke ich bei einem italienischen Händler einen Porsche 962C von 1984/87, ein ehemals von Walter Brun eingesetzter Gruppe C-Rennwagen. Mit dem geschlossenen Prototyp wurden der Argentinier Oscar Larrauri, der Spanier Jesus Pareja sowie dem Franzosen Joel Gouhier beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans Zweite hinter dem Werks-Porsche mit dem Team Bell/Stuck/Al Holbert. Was für ein Pech: Am Donnerstagmorgen ist das Auto bereits verkauft.

Für den fast zu perfekt von einem ehemaligen Tatra-Mitarbeiter restaurierten Tatra T87 von 1938 bei Thiesen gab es einige Interessenten: Verkauft war die prächtige Stromlinien-Limousine mit dem luftgekühlten V8-Heckmotor allerdings zunächst aber noch nicht.
Mehr zu meinen Techno-Classica-Favoriten in unserer Bildergalerie.

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