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Jetzt wurde auch ein Tesla Model S gehackt

Tesla Model S gehackt Foto: Hans-Dieter Seufert

Hacker haben es auf Autos abgesehen. In den letzten Wochen wurden zahlreiche Fälle bekannt: erst bei Jeep, dann bei Opel und jetzt auch bei Tesla. Im Gegensatz zu Jeep und Opel gab es aber einen wichtigen Unterschied.

10.08.2015 Roman Domes

Es war nur eine Frage der Zeit: In modernen Autos hat die Elektronik die Hoheit über die Mechanik übernommen. Fortschrittliche Navigationssysteme, Digitalradio und ein Allerlei an Infotainment-Features haben modernen Autos mehr Rechenpower beschert als den ersten Super-Computern aus den 1980er-Jahren.

Doch auch die Verwundbarkeit für Cyberattacken steigt im Zeitalter, in dem selbst ein Auto per Smartphone gesteuert werden kann. Das hat nun auch Tesla erfahren.

So wurde der Tesla Model S gehackt

Nach Jeep und Opel wurde nun auch der Elektroauto-Hersteller Tesla Opfer eines Hacks. Doch während man in die Systeme von Jeep und Opel von außerhalb der Fahrzeuge eindrang, saßen die beiden Hacker im Falle des Tesla im Auto. Die IT-Sicherheitsexperten von Cloudflare und Lookout hatten sich zum Ziel gesetzt, die Kontrolle über den Model S zu erlangen - und auch geschafft. Mit ein bisschen Gewalt: Sie mussten das große Display abmontieren, um ihr Kabel an die Elektronik anzuschließen, berichtet das Magazin "Wired".

Über das Infotainment-System drangen sie dann in die Bordelektronik ein und brachten den Model S während der Fahrt zum Stehen. Zunächst schalteten sie die Bildschirme aus, dann stoppten sie das Elektroauto. Das geschah nach Angaben des IT-Portals "Golem.de" nicht abrupt wie eine Vollbremsung, sondern relativ kontinuierlich - wie eine kontrollierte Notlandung eines Flugzeugs. Aus der Ferne - wie bei Opel oder Jeep - sei ein unerlaubtes Eindringen in die Bordelektronik des Tesla nicht möglich. Deshalb saßen die Hacker auch im Auto.

Tesla hat umgehend reagiert - mit einem Update

Tesla nahm den Hack zum Anlass, ihr Software-System gründlich zu untersuchen. Weiterhin gaben die beiden Forscher von Cloudflare und Lookout an, mit Tesla zusammen die Lücken in der Steuerung gestopft zu haben. Der Elektroauto-Hersteller aus dem Silicon Valley hat umgehend ein Software-Update veröffentlicht.

Weitere Infos zum Hack wollen die beiden IT-Sicherheitsfirmen Cloudflare und Lookout auf der Defcon 2015 präsentieren, einer jährlich stattfindenden Konferenz für Hacker. Die findet nicht im Silicon Valley statt, sondern in Las Vegas.

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