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Tesla Motors

Elon Musk und der Traum von der Elektroauto-Revolution

Foto: Hans-Dieter Seufert 58 Bilder

Vom kalifornischen Silicon Valley aus arbeitet die kleine Automobilfirma Tesla Motors seit einigen Jahren daran, die Mobilität von Morgen zu revolutionieren. Mit ihrem Elektro-Roadster wollen die US-Amerikaner nun auch ab Mai in Europa auftrumpfen.

19.05.2009 Ralf Bücheler

Dass der Tesla Roadster auch in Europa auf den Markt kommen wird, hatte der Hersteller aus Kalifornien schon auf der London Motor Show 2008 angekündigt. Mit dem Einstieg von Daimler nimmt die Elektromission nun immer konkretere Formen an. Ab 2011 soll sogar eine Limousine im BMW 5er-Format folgen, zunächst aber in den USA in Serie gehen. Bis die ersten Tesla-Elektroautos das Straßenbild prägen, ist es aber noch ein weiter Weg.

Tesla Roadster & Model S 3:18 Min.

Denn auch in der Vergangenheit hatte Tesla Motors immer wieder mit Finanzierungsproblemen zu kämpfen - Multimillionär Elon Musk, der das Unternehmen seit 2008 führt, musste im Herbst vergangenen Jahres sogar 40 Millionen US-Dollar aus seinem Privatvermögen beisteuern und 20 Prozent der Tesla-Belegschaft entlassen, um die ehrgeizigen Pläne zur Serienfertigung des Elektro-Roadsters aufrecht zu erhalten.

Elon Musk: Der Mann hinter den Tesla-Kulissen


Musk, der außer bei Tesla Motors auch noch beim Raumfahrtunternehmen SpaceX und der Solarenergie-Firma SolarCity die Fäden in der Hand hält, lässt sich auf seinem Weg jedoch nicht beirren. Sein Ziel: Die Vermeidung der Klimakatastrophe durch Elektromobilität und Solarenergie, sowie die Erschließung des Weltraums.

Der smarte 38-Jährige, der in Südafrika geboren wurde und 1988 in die Vereinigten Staaten emigrierte, startete zunächst im Softwarebereich mit den Firmen Zip2 und Pay-Pal mit denen er Milliarden verdiente. Schon früh war er einer der Hauptinvestoren des Elektroauto-Unternehmens, das 2003 in San Carlos, Kalifornien gegründet wurde. Seit dem letzten Jahr ist er nun der Macher bei Tesla, nachdem Präsident und Firmengründer Martin Eberhard in den Aufsichtsrat wechselte und auch der Nachfolger Ze’ev Drori die Segel streichen musste. 2008 beschäftigte die Firma etwa 250 Mitarbeiter.

Tesla Roadster: Elektro-Sportler mit 250 PS

Das erste Tesla-Elektroauto, der Roadster, feierte nach dreijähriger Entwicklungszeit im Juli 2006 seine Premiere. Ein 184 kW (250 PS) starker Elektromotor, der auf der Hinterachse seine Leistung direkt in Rotationsenergie umsetzt, sorgt für eine Beschleunigung des Elektro-Sportlers in rund vier Sekunden auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit des kurz übersetzten Tesla liegt bei rund 210 km/h. Bei züchtiger Fahrweise verspricht der Hersteller - unter anderem dank Rückgewinnung von Bremsenergie - eine Reichweite von 400 Kilometern und wähnt sich damit gegenüber anderen Elektroautos erheblich im Vorteil. Als Karosserie-Basis dient das modifizierte Alu-Chassis des Lotus Elise. Als Energiespeicher dienen 6.831 winzige Lithium-Ionen-Akkus, die in einem 450 Kilo schweren Ladeblock im Heck verstaut sind.

Die Europa-Version des Roadsters wird von einem neuen Elektromotor angetrieben, dessen Leistung laut Tesla von 184 kW auf 221 kW gesteigert wurde. Damit beschleunigt das 1,2 Tonnen schwere und 3,95 Meter lange Elektroauto in 3,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und erreicht ein Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Auch der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger scheint von der Idee des Elektro-Sportwagens überzeugt zu sein - schließlich hat er selbst schon einen Tesla Roadster in der Garage stehen.

Billig ist der Spaß jedoch nicht: Rund 120.000 Euro ruft Tesla für den alternativen Sportwagen hierzulande auf. In den USA ist der Tesla Roadster mit 98.000 US-Dollar (rund 67.000 Euro) erheblich günstiger. Den Preis für die kommende Öko-Limousine beziffern die Amerikaner dagegen auf weniger als 60.000 Dollar (rund 44.266 Euro). Ob das neue "Modell S" genannte Elektroauto wie bereits der Tesla Roadster auch nach Deutschland kommt, ist allerdings noch ungewiss.

Rabatt für Roadster-Besitzer

Käufer, die bereits einen Tesla Roadster besitzen, sollen zudem in den USA auf die Limousine einen Preisnachlass von 10.000 Dollar erhalten. Allerdings nur auf die erste "Signature" getaufte Serie. US-Kunden können sich zudem über eine Steuererstattung von 7.500 Dollar freuen, die der Staat im Rahmen einer Umweltprämie offerieren will.

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