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Theissen

"Die nächsten Monate werden spannend"

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BMW-Sportchef Mario Theissen hat große Erwartungen an die zweite Saisonhälfte. Sein Team liegt vor dem Großen Preis von Deutschland in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft hinter Ferrari auf Platz zwei - noch vor McLaren-Mercedes.

15.07.2008 Powered by

Ist nach Nick Heidfelds zweitem Rang in Silverstone auch beim Heim-Grand-Prix in Hockenheim ein Podiumsplatz realistisch?
Theissen: Das ist unser Ziel. Natürlich wollen wir unseren Fans bei unserem Heimrennen, dem einzigen in Deutschland, einiges bieten. Doch Prognosen sind schwierig. Das haben wir erst beim jüngsten Rennen in Silverstone gesehen. Wir werden alles daran setzen, auch in Hockenheim das Maximum zu erreichen.

Wie wichtig ist es für BMW-Sauber, beim Großen Preis von Deutschland speziell vor McLaren-Mercedes zu landen?
Theissen: Wir schätzen die Konkurrenz von Mercedes in der Formel 1 wie auch im Automobilmarkt. McLaren-Mercedes ist kein Wettbewerber wie jeder andere, es existiert eine gesunde Rivalität. Wir haben aber ein gutes sportliches Verhältnis. Dazu gehört selbstverständlich auch, dass jeder den anderen schlagen will. Allerdings befindet sich unser Team noch im Aufstieg auf den Gipfel, den Ferrari und McLaren-Mercedes seit Jahren besetzt haben.

Wie sieht Ihre Halbzeitbilanz kurz zusammengefasst aus?
Theissen: Sehr positiv. Der bisherige Höhepunkt war natürlich der Doppelerfolg in Montreal. Insgesamt haben wir in den ersten neun Rennen 82 Punkte und sieben Podestplätze geholt und in jedem Rennen gepunktet. Wir liegen auf Rang zwei der Konstrukteurs-Wertung, 14 Zähler hinter Ferrari und zehn vor McLaren-Mercedes. In der Fahrerwertung liegt Robert nur hauchdünn hinter dem punktgleichen Führungs-Trio, hinter ihm folgt Nick in Reichweite. Schnellste Rennrunde, Pole Position, Sieg - überall dort, wo in unserer Team-Statistik noch vor kurzem eine Null stand, ist jetzt eine eins. Das alles hat den Team-Mitgliedern in München und Hinwil natürlich noch mehr Selbstvertrauen gegeben. Alle sehen, dass der eingeschlagene Weg stimmt.

Hat sich BMW-Sauber als zweite Kraft etabliert oder befürchten Sie noch ein Abrutschen in der Konstrukteurs-WM?
Theissen: Wir wollten aus dem Zweikampf an der Spitze einen Dreikampf machen und unser erstes Rennen gewinnen. Beides ist uns gelungen. Von der Rundenzeit her sind zwei Teams immer noch ein wenig schneller als wir. Aber was die Zuverlässigkeit unserer Autos, die Arbeit der Boxen-Mannschaft und der Rennstrategen betrifft, sind wir bereits top. Ab jetzt ist das nächste Ziel immer das nächste Rennen. Und am Ende der Saison wird dann zusammengezählt. Was mich besonders freut, ist die Tatsache, dass wir seit dem Einstieg des BMW Sauber F1 Teams nicht nur all unsere Ziele vorzeitig erreicht haben, sondern dass wir uns dabei kontinuierlich gesteigert haben.

Kubica liegt zwei Punkte hinter dem Führungstrio Lewis Hamilton, Felipe Massa und Kimi Räikkönen. Hat Ihr Pilot ernsthafte Titelchancen?
Theissen: Wir müssen realistisch bleiben. Wir werden natürlich alles daransetzen, unsere Chancen für dieses Jahr zu wahren und dennoch die Entwicklung des F1.09 nicht zu vernachlässigen. Das ist ein Balance-Akt und eine große Herausforderung, vor allem vor dem Hintergrund der radikalen Reglementänderung. Wir stimmen zu diesem Zweck die einzelnen Entwicklungsarbeiten praktisch im Wochenrhythmus ab und priorisieren die nötigen Ressourcen nach dem jeweiligen Bedarf. Die nächsten Monate werden spannend - nicht nur auf den Rennstrecken, sondern auch in München und Hinwil. Wir freuen uns darauf.

Hat Heidfeld mit seiner guten Vorstellung beim britischen Grand Prix das Cockpit für die nächste Saison sicher?
Theissen: Wir werden unsere Fahrerpaarung für 2009 zwischen Sommerpause und Saisonende bekanntgeben. Daran hat sich nichts geändert.

Wovon hängt die weitere Zusammenarbeit ab?
Theissen: Fakt ist: Ein Team, das in der WM eine Rolle spielen will, braucht zwei starke Fahrer. Allerdings ist auch der beste Pilot kein Roboter. Er kann nur dann maximale Resultate liefern, wenn die Technik, das Umfeld und er selbst harmonieren und in Bestform sind. Nick hat in Silverstone eine überzeugende Vorstellung gegeben. Stark im Qualifying, schnell im Rennen, mit spektakulären Überholmanövern und sehr guter Fahrzeugkontrolle unter schwierigsten Bedingungen. Für mich heißt dies, dass die intensive Arbeit der vergangenen Wochen Früchte trägt. Ich bin davon überzeugt, dass wir in der zweiten Saisonhälfte einen starken Nick sehen werden.

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