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Thunder Power Sedan

Taiwanesischer Elektro-Donner

 Thunder Power Sedan Foto: Stefan Baldauf / Guido ten Brink 26 Bilder
IAA 2017

Der taiwanesische Technologie-Konzern Thunder Power hatte auf der IAA 2015 ein neues Elektro-Auto vorgestellt. Der Thunder Power Sedan sollte 250 km/h Spitze laufen und mit einer Ladung 650 Kilometer weit kommen. 2017 folgt nun die Weiterentwicklung.

13.09.2017 Tobias Grüner

Auf dem Markt der Elektro-Autos will künftig auch Taiwan eine Rolle spielen. Das Unternehmen „Thunder Power“ mit Sitz in Taipeh, das bisher vor allem durch den Verkauf von Batterien, Elektromotoren und Ladestationen auf sich aufmerksam gemacht hat, stellte auf der IAA 2015 in Frankfurt ein komplett eigenentwickeltes Fahrzeug namens „Sedan“ vor. Auf der IAA 2017 folgte nun als Weitentwicklung des Thunder Power ein Prototyp. Dazu gesellte sich eine SUV-Studie mit elektrischem Antrieb. Auch eine Coupé-Version der Limousine mit dem Beinamen TP-488c wurde in Designskizzen bereits vorgestellt. Die soll als Limited Edition zum Marktstart der Thunder Power-Modelle mit 488 kW Leistung und Allradantrieb in einer Auflage von 488 Exemplaren antreten.

 Thunder Power Sedan Foto: Thunder Power
Eigenwillig: Das Frontdesign des Thunder Power Sedan auf der IAA 2017.

Sehr stolz scheint das Unternehmen jedoch nicht auf seine asiatischen Wurzeln zu sein. Offensiv wirbt Thunder Power mit „europäischer Ingenieurskunst“. Das komplette Entwicklungs- und Designteam rekrutiert sich aus ehemaligen Mitarbeitern renommierter europäischer Autobauer und Zulieferer. Als Technikpartner habe man renommierte Firmen wie Bosch, Dallara und CSI verpflichten können. Das Entwicklungszentrum liegt in der Nähe von Mailand. Das Chassis soll aus einem Aluminium-Space-Frame sowie Teilen aus Carbon und Magnesium bestehen und wird in Deutschland gefertigt.

650 Kilometer Reichweite, 250 km/h Spitze

Mit dem Sedan will Thunder Power nach eigener Aussage auf Anhieb Maßstäbe in Sachen Leistung und Effizienz setzen. Die angegeben Werte für des ersten Elektro-Fahrzeugs der Firmengeschichte lesen sich fast zu schön um wahr zu sein.

Voll geladen soll er mehr als 650 Kilometer weit kommen. 6 Stunden soll es dauern, bis das im Boden der Karosserie untergebrachte 125 kWh-Batterie-Paket wieder voll im Saft steht. Lädt man das Auto nur eine halbe Stunde, beträgt die Reichweite noch 300 Kilometer.

Thunder Power EV Foto: Thunder Power
Auf der IAA 2015 hatte Thunder Power bereits eine Sedan-Studie am Start. Das Modell zeichnete sich mit einer unterbrochenen Mittelkonsole und einem breiten Armaturenträger aus.

Spaß soll das viertürige Elektro-Coupé auch machen. Projektiert ist der Sedan in verschiedenen Motorkonfigurationen von 230 kW bis zu 465 kW, mit 2 oder 3 Motoren, mit Heck- und Allradantrieb. Die Power-Version soll in 3,2 Sekunden von Null auf Hundert sprinten. Erst bei optimistischen 250 km/h soll Schluss sein. Neben dem heckgetriebenen Straßenmodell wurde seinerzeit auf der IAA 2015 sogar noch eine Rennversion mit Allradantrieb vorgestellt, die in Sachen Fahrleistungen noch eine Schippe drauflegt.

Thunder Power Sedan von Zagato designt

Auch das Design des neuen Elektro-Autos kommt nicht aus Fernost. Das Kreativstudio Zagato aus Mailand zeichnete die markant geschwungenen Linien des Thunder Power Sedans. Hohen Wiedererkennungswert haben vor allem der ovale Kühlergrill und die bogenförmigen Leuchteinheiten. Die Silhouette des Taiwan-Stromers erinnert ein wenig an ein Maserati-Modell.

Die Serienproduktion soll 2019 anlaufen. Zunächst strebt man mit der Limousine und dem Coupé den Einstieg in den chinesischen und den US-amerikanischen Markt an, dann soll Europa folgen. 2020 wird dann der SUV nachgeschoben. Neben einem Produktionsstandort in China sollen die Thuindeer Power-Modelle auch in Spanien gefertigt werden. Angepeilte Preise wollten die Taiwanesen bei der Vorstellung auf der IAA noch nicht nennen.

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