Von den vier bedeutenden japanischen Motorradherstellern fanden allerdings nur drei den Weg in die Messehallen der Tokio Motor Show. Es präsentierten sich Honda, Yamaha und Suzuki. Kawasaki sah aus wirtschaftlichen Gründen von einer Teilnahme ab. Anders als bei den Autoherstellern fanden bei den Bikes allerdings zwei amerikanische Anbieter den Weg nach Japan. Finanziell schwer angeschlagen, aber dennoch in Tokio präsent ist Harley-Davidson mit seinen Neuheiten. Auch gezeigt wird die Modellpalette der Harley-Tochter Buell, deren Schicksal aber bereits besiegelt ist. Buell wird eingestellt. Ebenfalls aus Nordamerika angereist ist die Bombardier-Tochter Can-Am mit dem Auto-Motorrad-Zwitter Spyder RS, der in einer Reisevariante gezeigt wird.
Auch im Bereich Zweirad bleibt Tokio weitgehend glanzlos
Wie bei den Kollegen aus der Autobranche bleibt aber auch die Neuheitenflut der Zweiräder weitgehend glanzlos. Klar erkennbar ist auch hier das Bekenntnis zu alternativen Antriebstechniken für die Zukunft. So hatte nahezu jeder Hersteller einen Elektro- oder Brennstoffzellen-Prototypen im Gepäck, allerdings entstammen diese alle dem Roller oder Kleinstmotorradsegment.
Aber auch echte Big-Bikes wurden präsentiert. Der Showstar auf zwei Rädern war ohne Zweifel die neue Honda VFR 1200 F. Ihr neu konstruierter V4-Motor steckt voll mit innovativer Technik bis hin zum optionalen Doppelkupplungsgetriebe. Nebenbei entspringen dem 1200er 172 PS und 129 Nm Drehmoment. Neu ist auch die Honda CB1100, die gleich in mehreren Retro-Varianten gezeigt wurde. Ein besonderer Hingucker war die Yamaha Ténéré-Studie, deren futuristiche Verkleidung versucht, den Look von Tuareg nachzubilden.
Ansonsten bot Tokio bei den Zweirädern eher Hausmannskost. 400er-Varianten bekannter Modelle für den japanischen Markt, hier eine neue ABS-Version, da eine neue Ausstattungsvariante. Die große Neuheiten-Flut erwarten die Zweiradexperten dagegen für die EICMA, die am 10. November in Mailand eröffnet wird.






