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Tom Kristensen

"Wie vom TGV überrollt"

Foto: xpb 49 Bilder

Nach einer Nacht im Krankenhaus ist es möglich, dass die Ärzte den siebenmaligen Le Mans-Sieger für einen weiteren Tag im Unfallklinikum von Mannheim behalten werden. Derzeit klagt Kristensen über die Folgen seines schweren Unfalls mit seinem Markenkollegen Alexandre Prémat beim gestrigen DTM-Auftakt in Hockenheim.

23.04.2007 Powered by

"Ich fühle mich, als sei ich vom TGV-Zug überrollt worden“, meinte Kristensen. Er hat derzeit noch starke Kopfschmerzen und spürt auch diePrellungen, die er durch den harten Aufprall erlitt. Am Montagnachimttag (23.4.) ist eine umfangreiche Nachuntersuchung geplant. "Tom hofft, dass er danach das Krankenhaus verlassen kann", sagt Audi-Pressesprecher Jürgen Pippig.

Sein Markenkollege Alexandre Prémat liegt in Ludwigshafen im Krankenhaus. "Alex konnte heute morgen erstmals das Bett verlassen und ist bereits über den Flur gelaufen“, sagte Pippig. "Bei ihm stehen heute allerdings weitere Untersuchungen an.“ Prémat erlitt beim Aufprall neben Prellungen einen Riss des ersten Lendenwirbels. "Alexandre und Tom stehen telefonisch miteinander in Kontakt und haben sich bereits mehrfach über den Unfall ausgetauscht“, so Pippig.

Sieger Ekström auf Krankenbesuch

Am Sonntagabend erwies sich Auftaktsieger Mattias Ekström als echter Teamplayer, als er beide Teamkollegen in den Krankenhäusern besuchte."Mattias hat mit Alexandre bereits die Aufzeichnung vom Rennen studiert“, erzählte Sportchef Wolfgang Ullrich. Auch Audi-PilotinVanina Ickx suchte Kristensen im Hospital auf.

Der Kristensen/Prémat-Unfall war der schwerste Crash der DTM-Neuzeit, weitaus heftiger als der spektakuläre Überschlag von Opel-Pilot Peter Dumbreck in Zandvoort 2004 oder der Abflug von Bernd Schneider in der berüchtigten Eau-Rouge-Kurve von Spa vor zwei Jahren. Der Anblick der Kollision erinnerte an eine Sprengung. Der Unfall ist aber auch ein Beweis für die fortgeschrittene Entwicklung der Sicherheitssysteme in der DTM.

Eine Kollision in dieser Konstellation wäre mit Fahrzeugen aus der Tourenwagen-WM vermutlich kaum zu überleben gewesen. So starb der Brite Keith O’Dor 1995 auf der Avus bei einem Lauf zur Super-Tourenwagen-Meisterschaft durch einen ähnlichen Seitenaufprall. Damals lag die Geschwindigkeit des aufprallenden Audi von Frank Biela bei "nur" ca. 80 km/h.
 

Aufprall mit Tempo 158

Der Unfall gestern auf dem Hockenheimring lief unter ganz anderenBedingungen ab: Obwohl Prémat im letzten Moment noch eine Vollbremsung einleitete, traf er den quer zur Fahrtrichtung stehenden A4 von Kristensen mit Tempo 158.

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