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Top 50 im Test 0-200-0 km/h

Die Sprint-Brems-Könige im Supertest

AC-Schnitzer-BMW ACS6 Sport Gran Coupé, Frontansicht, Slalom Foto: Rossen Gargolov 52 Bilder

Sportwagen faszinieren mit ihrem Beschleunigungs- und Bremspotenzial. Das sind die 50 Schnellsten bei den 0-200-0 km/h-Messungen in der Geschichte des sport auto-Supertests.

09.07.2016 Carsten Rose, Andreas Haupt 4 Kommentare Powered by

Im März 1997 war der BMW M3, Typ E36, der erste Sportwagen, der im sport auto-Supertest auf Motor und Getriebe geprüft wurde. Seitdem schickten wir in fast jeder Ausgabe einen Supersportler – oder einen, der es sein wollte – auf den Hockenheimring und die Nordschleife. Mittlerweile hat sich der Supertest mit seinen aufwendigen Messungen als feste Bewertungsgröße in der Sportwagenwelt etabliert.

FahrzeugSupertest0-200-0 km/h
Porsche 918 Spyder06/201411,8 s
Ferrari F12 Berlinetta9/201413,5 s
McLaren 650S Spider03/201513,6 s
Gumpert Apollo11/200914,2 s
Porsche 911 GT2 RS11/201014,4 s
Lamborghini Aventador LP 700-408/201214,4 s
Koenigsegg CCR03/200614,5 s
Porsche 911 Turbo S (991)04/201414,6 s
Ruf Rt 1202/200814,7 s
Porsche Carrera GT01/200415,0 s
McLaren MP4-12C11/201115,0 s

0-200-km/h als eine Art Meisterprüfung

Eine Disziplin ist die Beschleunigungs- und Bremsprüfung 0-200-0 km/h. Zuerst wird gemessen, wie schnell der Sportwagen aus dem Stand auf 200 km/h beschleunigt. Anschließend folgt eine Vollbremsung aus 200 km/h bis zum Stillstand. Beide Messwerte werden zu einer Gesamtzeit addiert.

Um hier Bestwerte zu erzielen, muss ein Sportwagen nicht nur reichlich Motorleistung und Traktion mitbringen, sondern auch satt verzögern. Das Ergebnis sagt deutlich mehr über das Temperament eines Sportwagens aus als der Beschleunigungswert 0-100 km/h. Ohne perfekte und dauerhafte Bremsleisutng ist auch das Sprintvermögen nichts wert. Positive und negative Beschleunigung sind in ihrer Wertigkeit mindestens gleichzusetzen.

Ferrari F12 Berlinetta, SeitenansichtFoto: Rossen Gargolov
Der Ferrari F12 jagt den Porsche 918 Spyder.

In unsere Top 50 der Supertest-Kandidaten schaffen es nur Modelle, die klar unter 20 Sekunden bleiben, wobei in der Regel etwas mehr als zwei Drittel der Zeit auf den Sprint auf 200 km/h und nur knapp ein Drittel auf das anschließende Bremsmanöver entfallen.

Großserienmodell und Exoten in der Bestenliste

Die Liste der 50 Besten reicht vom allradgetriebenen V6-Biturbo-Sportler Nissan GT-R, über Modelle wie den hinterradgetriebenen V12-Sportler Mercedes SL 65 AMG Black Series und den V10-Mittelmotor-Audi R8 GT, bis hin zum Koenigsegg CCR mit Kompressor-V8 sowie diversen Tuning-Modellen.

Als Längsdynamiker schlechthin schnappte sich der Porsche 918 Spyder mit einer Zeit von 11,8 Sekunden die Spitzenposition. Ohnehin wird das Gros der Brems-Sprint-Könige von Fahrzeugen aus dem Porsche-Stall dominiert. Ferrari kann sich mit fünf Modellen in den Top 50 platzieren. Darunter mit dem 741 PS starken F12 auf Platz zwei. Auch ein paar Exoten, wie zum Beispiel der 555 PS starke Sportler Wiesmann GT MF5 aus Dülmen, sind mit von der Partie.

Der dritte Rang gehört dem McLaren 650S Spider. Der Sportwagen ballerte in 9,0 Sekunden auf 200 km/h und kam in 4,6 Sekunden zum Stilstand. Macht in Summe 13,6 Sekunden. Der Bremsweg betrug aus 200 km/h übrigens knapp 129 Meter. Nicht unter die Top 50 geschafft hat es der neue Porsche Cayman GT4. Der Mittelmotorsportler rasselte mit 19,2 Sekunden durch das Raster. Dagegen genügte dem neuen Porsche 911 Carrera S ein Wert von 17,7 Sekunden, um sich in unsere Liste zu schieben.

Neugierig geworden? Dann klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie mit den Top 50 unserer Supertestkandidaten beim Beschleunigungs-/Bremstest 0-200-0 km/h. Darunter sind alle Supertest-Kandidaten aus der Zeitspanne ab Juni 1997.

Stand: sport auto, Heft 7/2016.

Neuester Kommentar

Wo ist der Koenigsegg? ;) Der hält schließlich den Weltrekord für 0-300-0. ;)

https://youtu.be/02K1CaUpAJA

Vulcan 13. Juli 2016, 18:03 Uhr
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