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1. Folge Top-Gear

Unnatürlich, künstlich, seelenlos

Top Gear Foto: Holger Wittich 13 Bilder

Die BBC hat am Sonntag (29.5.2016) die neue Top-Gear-Staffel ausgestrahlt. Wir haben uns die erste Folge des TV-Automagazins mit den neuen Moderatoren Chris Evans und Matt LeBlanc gesehen.

30.05.2016 Holger Wittich 2 Kommentare

Es dauerte nicht lange, 21:10 Uhr, Top-Gear 1 nach Jeremy Clarkson und Co. läuft 10 Minuten, als die ersten Whats-App-Meldungen auf meinem Handy erscheinen: "Die Typen überzeugen mich überhaupt nicht", schreibt mir ein Kumpel und eingefleischter Top-Gear-Fan. Ein anderer: "Exakt das alte Konzept, nur irgendwie unnatürlich, künstlich, nicht so selbstverständlich. Bisschen seelenlos, oder?" Bämm, das hat gesessen und trifft den Nagel auf den Kopf.

Auch auf der heimischen Couch macht sich eher das Gefühl von Langeweile breit. Chris Evans wirkt aufgedreht, die Dialoge aufgesetzt, sogar das Publikum applaudiert ein wenig müde. Immerhin, mit einem Seitenhieb auf das Catering (der Clarkson-Skandal nahm damals wegen fehlendem Catering seinen fatalen Lauf) erntet ein Schmunzeln. That´s it.

Top GearFoto: Holger Wittich
Nix zu lachen: Chris Evans links wirke in der ersten Folge wie ein Clarkson für Arme auf Speed.

Das Highlight?

Moderator Matt LeBlanc: Der amerikanische Co-Host hat Chris Evans eindeutig den Schneid abgekauft, er wirkte natürlicher und emotionaler. Sein Beitrag mit dem Ariel Nomad einer Gruppe von Paparazzi zu entkommen, stach aus dem Einheitsbrei der 1. Folge ein wenig hervor.

Der Tiefpunkt?

Die Challenge USA vs Großbritannien. In Reliant Threewheelern ging nach Blackpool. Klar, ein Auto verreckt, es geht weiter auf einem Abschlepper. Später müssen beide Moderatoren noch gegeneinander in einem amerikanischen Army Jeep und einem Land Rover gegeneinander antreten und schlussendlich die beiden Reliants auf einen Berg schleppen. Hört sich langweilig an, war es auch.

Top GearFoto: BBC
Matt LeBlanc als zweiter Moderator war einigermaßen erträglich

Was ist neu?

Die "News" gehören der Clarkson-Äa an. Der Promi-Talk wird ersetzt durch *trommelwirbel“ eine Promi-Talk mit ZWEI Promis (in diesem Fall Chef-Koch Gordon Ramsay und Schauspieler Jesse Eisenberg, der Brad Pitt ersetzte).

Was ist noch neu:
"Star in a Reasonable Priced Car" abgeschafft, "Star In A Rallycross Car" eingeführt. Mit Rundenzeiten. Yeah!

Nochmal gucken?
"Puhhh, vielleicht grooven die sich ja noch ein", textet der nächste Freund. Vielleicht. Vielleicht aber erst wieder, wenn das Konzept überarbeitet wurde. Vielleicht aber auch gar nicht mehr, wenn "The Grand Tour" von Jeremy Clarkson auf Amazon Prime einschlägt.

Top GearFoto: Holger Wittich
Das Publikum war eher zurückhaltend.

Fazit:

Die englische Presse schreibt von "Flop Gear", mit nur 4,3 Millionen Zuschauern hat das Magazin die schlechteste Einschaltquote seit 10 Jahren gehabt - zum Vergleich: Die finale Folge mit den Alt-Moderatoren Jeremy Clarkson, James May und Richard Hammond hatte im Juni 2015 5,3 Millionen Zuseher - und die haben die neue Top Gear-Folge gehasst. Was fehlte: Alles! Von der kindische Selbstironie bis zum Spaß auch für Nicht-Autofans. Von der political incorrectness bis zum Wahnsinn. Von Spannung bis Aha-Effekt. Schade, setzen, sechs.

Neuester Kommentar

Bei Netflix, dort gibt es die Staffeln 18-22, Amazon hat nur 3-4 bei Prime inklusive, einige Ausschnitte findet man noch auf dem offiziellen YT-Channel https://www.youtube.com/user/TopGear/playlists?view=1&sort=dd ebenso auf deren Website (http://www.topgear.com/car-news) ansonsten bleibt einem wohl nur übrig, sich die DVD-Boxen (gibt fast nur die Specials auf Blu-Ray zu kaufen) zu kaufen.

DrSeltsam95 6. Juni 2016, 19:33 Uhr
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