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Top Gear

Chris Evans tritt zurück

Chris Evans Foto: BBC 13 Bilder

Chris Evans, der neue Haupt-Moderator der britischen TV-Autoshow „Top Gear“ tritt nach nur wenigen Monaten zurück. Der ehemalige Radio-Moderator verkündete seinen Rücktritt per Twitter.

05.07.2016 Holger Wittich 3 Kommentare

Top Gear mit desaströser TV-Quote

„Ich trete von Top Gear zurück. Habe mein Bestes gegeben, aber manchmal ist das nicht genug. Das Team ist brilliant und ich wünsche ihm nur das beste“, twitterte Evans.

Sein Rücktritt erfolgt nach einer desaströsen Quote – am vergangenen Sonntag schalten nur noch 1,9 Millionen Zuschauer „Top Gear“ ein. Die erste Folge (so war die 1. Folge) erreichte mit 4,3 Millionen bereits einen schlechten Wert. Im Vergleich dazu hatte die finale Folge mit den Vorgängern Jeremy Clarkson, Richard Hammond und James May, 5,3 Millionen Zuschauer erreicht.

Die Top Gear-Fangemeide ließ von Anfang an kein gutes Haar an der neuen Top Gear-Staffel und machte das besonders an der Person Chris Evans fest. Auf Twitter machte sich schnell der Hashtag „Flopgear“ breit und auch sein Mitmoderator Matt LeBlanc sollte nach britischen Medienberichten die Absetzung von Evans gefordert haben. Nach Angaben der BBC soll es für Evans keinen Ersatz geben.

Nur wenige Stunden nach dem Rücktritt wurden Ermittlungen gegen ihn wegen des Vorwurfs der sexuellen Belästigung einer Mitarbeiterin bekannt. Diese hatte Evans schon vor dem Start der neuen Top Gear-Staffel angezeigt – die angebliche Tat sollte sich in den 90er Jahren ereignet haben.

Neben Chris Evans moderieren aktuell auch Eddie Jordan, Sabine Schmitz, Chris Harris, Rory Reid sowie als Hauptmoderator Matt LeBlanc. Letzterer ist kein Unbekannter: Der heute 48-jährige LeBlanc wurde mit der Fernsehserie „Friends“ in den 1990er-Jahren berühmt. Dort trat er als die Figur des Joey Tribbiani auf. Und der US-Schauspieler Matt rockte bereits Top Gear als schnellster „Star in a Reasonably Priced Car“.

Eddie Jordan und Sabine Schmitz bei Top Gear

Als weitere Team-Mitglieder bei Top Gear verpflichtete die BBC rund um den Chef-Moderator Chris Evans noch den ehemaligen F1-Fahrer und Ex-Rennstallbesitzer Eddie Jordan, der für die BBC im vergangen Jahr die Formel 1 moderierte sowie Sabine Schmitz. Die gebürtige Adenauerin ist in Deutschland ebenfalls als Rennfahrerin und insbesondere als Pilotin des Nürburgring-Renntaxis bekannt. Auch sie hatte schon einen legendären Auftritt in der TV-Show – Schmitz versuchte mit einem Ford Transit einen Ring-Rekord aufzustellen. Neben den beiden treten auch noch der Motor-Journalist Rory Reid sowie Youtube-Star Chris Harris und natürlich „the Stig“ auf.

Chris Evans war vor „Top Gear“ Radiomoderator

Chris Evans moderierte vor „Top Gear“ bei BBC One unter anderem das tägliche Live-Magazin „The One Show“ und eine Reality-Show auf Channel 4. Er trat die Nachfolge des geschassten Moderators Jeremy Clarkson an. Clarkson wurde im März 2015 von der BBC suspendiert, nachdem er seinen Produzenten geschlagen hat. Bereits mehrfach hatte Clarkson in der Vergangenheit mit polarisierenden Äußerungen und kontroversen Scherzen seinen Arbeitgeber in Erklärungsnöte gebracht. Hier geht´s zu den berühmtesten Fehltritten von Jeremy Clarkson. Clarkson und seine beiden Co-Hosts Richard Hammond und James May werden noch in diesem Jahr mit „Grand Tour“ eine neuen Autosendung auf Amazon Prime starten.

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Neuester Kommentar

Eddie Jordan als Ex-F1-Fahrer zu bezeichnen ist auch weit aus dem Fenster gelehnt. Außer einem Geradeaustest für McLaren im Rahmen eines Nachwuchstests 1980 ist er selber nie ein F1-Auto gefahren.

AndreLei 5. Juli 2016, 13:19 Uhr
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