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Top Leserauto Wartburg Tourist

Der gelbe Tourist

Wartburg Tourist 22 Bilder

Ein Wartburg als Offroader – klingt nach Mut und viel Arbeit. Doch das alles nahm unser Leser Nico Risse auf sich, um seinen Jugendtraum Wartburg Tourist 1.3 mit Hilfe des Unterbaus eines Mercedes G-Modells geländetauglich zu machen.

10.05.2009 Powered by

Der Wartburg war mein erstes Auto, mit dem ich als Führerscheinneuling am Straßenverkehr teilgenommen habe. Es war ein alter 353er mit Einliter-Dreizylinder-Zweitakter und 50 PS. Lange Zeit war ich glücklich mit dem Wagen.

Doch als kurz vor der Wende mit dem Wartburg 1.3 der Nachfolger in der DDR auf den Markt kam, wurde dieser prompt mein neuer Traumwagen – natürlich als Kombi mit der Bezeichnung Tourist. Kaufen konnte ich ihn mir zu dieser Zeit natürlich nicht. Als mir 15 Jahre später zufällig der Rahmen eines kurzen Mercedes G 240 samt Achsen und Rädern zum Kauf angeboten wurde, kam mir eine Idee: Weil auch der Wartburg auf einem Rahmen sitzt, dürfte ein Umbau doch nicht so schwer sein. Und so kam ich letztlich doch noch zu meinem früheren Traumwagen – dem Wartburg 1.3 Tourist. Das Projekt G-Wart war geboren. Gemeinsam mit meinem Schrauberkumpel Rajko zerlegte ich die Karosserie, passte sie dem Rahmen an und suchte einen geeigneten Antrieb für unseren zukünftigen Boliden. Die Wahl fiel auf einen V8 samt Automatik aus einem Mercedes 500 SEC von 1989.

Der sollte, auf 252 PS frisiert, einen richtigen Renner aus unserer Fuhre machen. Doch vorher waren diverse Anpassungsarbeiten nötig, damit das riesige Triebwerk unter die kleine Wartburg-Haube passt. So mussten die vorderen Kotflügel und die Motorhaube um ganze 20 Zentimeter verlängert werden und etliche Karosserieteile verschwinden. Nach einem Jahr des Tüftelns, Schweißens und Schraubens war es im Frühjahr 2005 endlich so weit: Wir konnten zur ersten Ausfahrt starten. Doch schon nach kurzer Zeit quittierte die Zündung ihren Dienst. Ausgerechnet! Wo wir doch an der gar nicht rumgebastelt hatten. Wenig später lief dann alles glatt. Im Mai 2006 konnten wir sogar einen sechsten Platz im Vier-Stunden-Rennen in Werben einfahren. Das Auto hielt durch.

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