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Tops & Flops der Redaktion

Prunk, Protz und Prosa

Mini Werbung Strand Castelldefels 2012 Foto: Mini Kitesurfing 51 Bilder

Die Tops und Flops der Redaktion drehen sich in dieser Woche um eiskalte Typen im glutheißen Showdown, keusche Kleidchen und salbungsvolle Worte.

09.11.2012

Wüstensturm war angesagt am Wochenende, und einige nahmen das durchaus wörtlich. Allen voran Sebastian Vettel, der ein grimmiges Messer-zwischen-den-Zähnen-Rennen auf die Grand Prix-Strecke von Abu Dhabi stanzte. Von ganz hinten bis aufs Podium, das ist das Holz, aus dem Weltmeister geschnitzt werden. Und auch wenn der Spitzname Super-Seb bereits anderweitig vergeben ist, verdient hat er ihn in jedem Fall.

All zu überschwänglicher Jubel und frivoles Auftreten verbot sich allerdings im Scheich-Reich. Siegerschampus ist ebenso unerwünscht wie das Bier danach. Selbst die Grid-Girls kamen ihrer Aufgabe nur im züchtigen, hochgeschlossenen Dress nach. In schwarz, was bei den örtlichen Temperaturen zwar wenig clever erscheint, aber der landestypischen Interpretation von Logik entspricht. Einen jedoch ließ das alles gewohnt kalt: Der "Iceman" legte mit seinem nordisch by nature-Stil ein fehlerfreies Rennen und sein bestes Saisonergebnis hin. Für einen heimlichen Schluck kalten Gerstensafts hat es dann auch noch gereicht. Der Mann wird nie für Schuppenschampoo werben, ist sich Kollege Wittich sicher.

Schwurbeln und schmollen

Kehren wir der Wüste den Rücken und sehen uns in der Heimat um. Der eine schwurbelt, der andere schmollt: GM-Vize Steve Girsky deckte Auto-Deutschland in dieser Woche mit einer Breitseite satten Business-Schlausprechs ein, kein Wunder, der Mann hat Erfahrung in der Investment-Branche. Nur die Hälfte verstanden? Macht nichts, Hauptsache, es klang bedeutsam. Derweil zieht Seehofer in Bayern eine Schnute - er will seine Maut, und zwar sofort. Was er mit der ganzen Knete eigentlich anfangen möchte - schließlich zahlen wir alle ja schon recht ordentlich für Erhalt und Ausbau des Straßennetzes - hat er allerdings bislang noch nicht schlüssig begründet.
 
Autos? Ja, gab es auch in dieser Woche, eine Menge sogar. Ganz besonders viele davon fallen in die Kategorie SUV, denn die Zulassungszahlen wurden veröffentlicht. Bei den Offroadern klingeln die Kassen, bei anderen Modellreihen brauchen die Händler Tränengläser. Dabei gibt es doch auch diesseits des Asphalts lecker Schnittchen, wie Kollege Gerhardt findet. Denn ganz pragmatisch würde er sich neben den SLS Black Series einen Panda stellen, was sicher nicht jeder Käufer eines der beiden Automobile so halten wird.
 
Stattdessen werden Panda- wie SLS-Käufer nach der Kaufentscheidung erst einmal zu feilschen beginnen. Ohne einen "anständigen" Rabatt geht ja heute niemand mehr durch die Tür eines Autohauses, oder? Angesichts der grassierenden Rabattschlacht wünscht sich jedoch so mancher in der Redaktion einfach nur das, was er aus dem Einzelhandel kennt: realistische Festpreise.

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