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Tops & Flops der Redaktion

Pur verquast und radikal begehrenswert

Tankstelle mit Youngtimer Foto: Hardy Mutschler 78 Bilder

Die Tops & Flops der Redaktion sind in dieser Woche geprägt von überraschenden Untersuchungsergebnissen, flotten Hafenrundfahrten, kleinen Italienern, besonderen Sportwagen und Autos, die gegen Wände fahren.

27.05.2011 Uli Baumann

An Weihnachten kommt nicht der Weihnachtsmann und an Ostern auch nicht der Osterhase und bringt die Geschenke - das wurde uns allen früher oder später genauso klar, wie die Tatsache, dass morgens die Sonne aufgeht und abends wieder unter. Eine weitere Offenbarung brachte uns nun die dreijährige Untersuchung der Benzinpreise durch das Bundeskartellamt. Die Ölmultis sprechen die Benzinpreise nicht ab. Die verstehen sich auf mentaler Ebene. Spirituell vernetzt können sie Preiserhöhungen der Konkurrenz fühlen und entsprechend reagieren. Und die kommen dann so zuverlässig wie das Wochenende oder eben Weihnachten und Ostern.

Und was ändert diese Erkenntnis für uns Autofahrer - eben, nichts. Geschenke gibt es nur zu Weihnachten und Ostern und eben nicht an der Tankstelle - auch zukünftig nicht.

Hafenprotz und Sterneglanz

Geschenkt bekommen auch die Formel 1-Piloten nichts, wenn es im Fürstentum Monaco wieder zur flottesten Hafenrundfahrt des Jahres kommt. Die Spendierhosen finden sich allenfalls rund um die Piste auf den protzigen Yachten oder in den exklusiven Hotels, was entsprechendes Publikum anlockt - wie Kollege Grüner vor Ort feststellen durfte. Fehl am Platz findet er dagegen die Protz-Attitüden der Teams im Fahrerlager des Fürstentums.

Glänzen konnten dagegen zahlreiche Modelle im EuroNCAP-Crashtest. Als vor zwei Jahren die Bewertungskriterien modifiziert wurden, sah man in der Industrie Fünf-Sterne-Wertungen in Weite Ferne gerückt. Jetzt fahren die neuen Autos reihenweise gegen die Wand und mit fünf Siegersternchen nach Hause. Gut so, oder schon wieder Zeit, die Anforderungen noch etwas weiter hochzuschrauben?

Kleiner Italiener, große Sportwagen-Träume

Hohe Erwartungen knüpft auch Lancia an den neuen Kleinwagen Ypsilon. Er ist da und er ist ein Nasenbär wie sein großer Bruder Delta. Ein ganz ordentliches Auto, wie Kollege Dralle auf der ersten Fahrt feststellen durfte und eines, das im früheren Leben kein Chrysler war. Ob das der Beginn einer Erfolgsstory ist? Kollege Seibt sieht das so: Fiat 500-Technik mit verquastem Design-Konzept zu Premiumpreisen. Und er hat da auch schon eine Zukunftsvision, die vermutliche wahrscheinlicher ist, als die Vision der Kartellwächter von sinkenden Benzinpreisen.

Freude bereiteten dagegen zwei Sportwagenvisionen: In Großbritannien entsteht auf Basis eines alten E-Typs ein moderner Leichtbausportler. Super Idee, super umgesetzt, super einfach, einfach genial! So könnte das Resümee über die neue Toyota Celica auch lauten, wenn sich die Japaner trauen die gezeigten Studien konsequent in die Serie zu überführen. Haltet die Marketingleute raus, die euch was von Massentauglichkeit erzählen. Baut die Celica wie sie die Fans wollen - pur, radikal, begehrenswert. Die Lücke ist da und Mut zur Lücke wird oft belohnt.

Was die Redaktion in dieser Woche sonst noch bewegte, lesen Sie in unserer großen Fotoshow.

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