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Tops & Flops der Redaktion

Schulterklopfer und Sterbehilfe

Nürburgring-Historie Foto: XPB 58 Bilder

Die Tops & Flops der Redaktion beschäftigen sich diese Woche mit einem sterbendem Ring-Ding, neuen Modellen aus dem Baukasten und Korea sowie siechenden Marken.

20.07.2012 Uli Baumann

Was haben der Nürburgring und der Autobauer Opel gemeinsam? Eine erfolgreiche Historie und schlechte Zukunftsaussichten - aber auch jede Menge Fans. In beiden Fällen scheinen die Probleme hausgemacht zu sein. Nun ist gegen Hausmacher-Ware nichts einzuwenden, im Gegenteil, hier wird in der Regel mit viel mehr Herzblut und Leidenschaft agiert. In den vorgenannten Fällen trifft aber wohl nur der Punkt "Leiden schafft" zu.

Seat Leon 48 Sek.

Das Ding mit dem Ring

Bei Opel heißt der Koch GM und kann nur amerikanisch.... Burger und so. Schnell gemacht, schnell ge- und vergessen. Das funktioniert im Falle Opel aber nicht; nicht mehr. Noch dazu, wenn GM bei Opel entwickeln lässt und die Ergebnisse unter anderem Label zum Kampfpreis in die Auslage stellt. Jetzt wird im Management ausgemistet. Den Frühstücksdirektoren geht es nicht nur ans Frühstücksei, sondern direkt an die Wurst. Warum erst jetzt und warum nur in Rüsselsheim? Ähnlich sieht es in der Eifel aus. Der Ring hat Tradition. Was er nicht braucht, lieber Her Beck, ist so ein Ring-Ding, Ring Racer, Shopping Malls und Flaniermeilen. Nein, lieber ein Rennen, oder Motorsport zum Anfassen. Der Eifel-Gast hat Benzin im Blut und will angasen oder wenigstens dabei zusehen. Wenn er das darf, strömt er auch in Massen und lässt sein Geld gerne in der Provinz liegen.

Vielleicht sollte GM für Opel einfach den Ring kaufen, OPC-Modelle hinstellen und Rennbegeisterte abkassieren. Was ein Geschäftsmodell. Setzen die Verantwortlichen aber in beiden Fällen weiter auf Sterbehilfe und unterlassene Hilfeleistung, so ist das jeweilige Ende absehbar.

Mit Glauben zum Sommermärchen

Eine andere absehbare Erfolgsgeschichte bahnt sich erneut im VW-Konzern an. MQB heißt die Kombination aus dem der Stoff entsteht, der zum Kassenfüller wird. Man darf sich in Wolfsburg auf die Schulter geklopft fühlen. Der neue Audi A3 und der neue Seat Leon zeigen wohin die Golf-Reise geht. Wird mit Sicherheit wieder ein Verkaufsrenner. Dabei ist die Baukastenidee wahrlich nicht neu - haben wir nicht alle früher auch alles aus einem Lego-Baukasten gefertigt - allerdings weniger erfolgreich.

Angst vor der eigenen Courage scheint man bei Kia zu haben. K9 oder Quoris nennt sich das neue Oberklassemodell, mit dem man auf dem Weltmarkt gegen die etablierte Konkurrenz antreten will.  Auch aus der Redaktion gehen reichlich Schulterklopfer nach Korea. Nur nach Deutschland traut man sich damit nicht. Hey, Herr Winterkorn war doch schon vom i30 (von der Kia Konzernmutter Hyundai) begeistert) - da klappert nix. Und wenn nichts klappert, dann klappt es bestimmt auch mit dem Kunden. Quo vadis Quoris? - Ab nach Deutschland.
Doch wartet zumindest noch bis nach dem Wochenende, denn aktuell ist man hierzulande im F1-Fieber. GP in Hockenheim. Jede Menge deutsche Fahrer am Start, einige sogar mit Siegambitionen. Vielleicht wird ja wenigstens daraus ein ein spätes deutsches Sommermärchen? Opel scheint ja immerhin an sein eigenes Sommermärchen zu glauben, titelt doch die jüngste Pressemeldung: "Opel ist zurück in der Champions-League"

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