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Total

Kein Interesse an Shell

Foto: Total

Nach der Einverleibung von FINA und Elf Aquitaine hat der französische Ölkonzern Total keine Pläne für einen Kauf des britisch-niederländischen Konkurrenten Royal Dutch-Shell.

08.09.2004

"Wir sind keine Fanatiker von Megafusionen", sagte der Chef des viertgrößten Öl- und Gaskonzerns der Welt, Thierry Desmarest, am Mittwoch (8.9.) in Paris. "Heute sehe ich keine Übernahme, die ausreichend attraktiv ist. Die Gerüchte über den Kauf von Shell stammen nicht von uns." RD-Shell gilt als angeschlagen, seit der Konzern die Angaben über seine Ölreserven drastisch senken musste.

Total setzt auf eigene Stärke

Total setze auf schnelleres internes Wachstum als die Konkurrenz, sagte Desmarest. Seit 1999 habe Total die Produktion um ein Viertel gesteigert, während ExxonMobil und Chevron Texaco Einbußen erlebt hätten. Total sei in den Wachstumsregionen stärker präsent als die Konkurrenz und schütte mit 50 Prozent einen größeren Anteil der Erträge an die Aktionäre aus.

Als "politisch korrekt", aber falsch wies Desmarest den Vorwurf der Internationalen Energieagentur (IEA) zurück, es werde zu wenig in die Ölexploration investiert. Total investiere überdurchschnittlich und plane eine Steigerung bis 2008 auf zehn Milliarden Dollar pro Jahr. Bei einem Marktwachstum von 1,5 Prozent steigere der Konzern die Förderung jährlich um fünf Prozent.

Keine Aktien im Irak

Ein weißer Fleck auf der Landkarte bleibt für Total der Irak, wo vor dem Einmarsch der Amerikaner unterschriftsreife Verträge vorlagen. Es fehle ein Rechtsrahmen für langfristige Verträge, sagte Desmarest. Zudem gebe es Sicherheitsprobleme. Nach der Wahl einer neuen Regierung müsse man weitersehen. Mittelfristig könnte der Irak seine Produktion von 2,5 bis 3,0 Millionen Barrel (159 Liter) je Tag auf fünf Millionen Barrel steigern. Das Land könne vier Prozent zusätzlich zur Weltförderung beitragen, sagte Desmarest.

Im ersten Halbjahr 2004 steigerte Total seinen Überschuss nach früheren Angaben um acht Prozent auf 4,01 Milliarden Euro. Der Umsatz wuchs um acht Prozent auf 56,76 Milliarden Euro. Im dritten Quartal dauere die positive Entwicklung an, sagte Desmarest. Bei der Ölpreisprognose sei Total vorsichtig. Ein Preis von 20 Dollar bringe Total Vorteile gegenüber der Konkurrenz, ein Preis von 30 Dollar bringe höhere Gewinne, aber mehr Wettbewerb.

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