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Tour Neufundland

Eine Reise zum östlichsten Zipfel Kanadas

Toyota RAV4 in Neufundland Foto: Sch�nfeld 20 Bilder

Die romantische Abgeschiedenheit von Neufundland zieht in ihren Bann. Eine Reise zum östlichsten Zipfel Kanadas und durch die Zeit - die hier etwas langsamer vergeht.

01.11.2009 Powered by

Oscar dürfte der Letzte für heute sein. Wir sitzen direkt an der Klippe und beobachten den blauweißen Kutter dieses Namens, der sich langsam nähert. Noch schaukelt er nur leicht im seichten Wasser. Doch von Nordosten zieht ein eisiger Wind auf, der eine dunkle Wolkenfront vor sich herschiebt. Es heißt, nirgendwo anders auf der Welt könne das Wetter so schnell umschlagen, wie hier in Neufundland. Es heißt auch, nirgendwo anders könne ein Sturm gefährlicher werden und Schiffe schneller zum Kentern bringen. Viele Lieder handeln davon.

Neufundland, das Wetter und die Leidenschaft zur See zu fahren

Die Fischer singen sie in dem etwas schwer verständlichen Newfie-Englisch. Sie besingen die Liebe und Treue zu Neufundland, das Wetter und die Leidenschaft zur See zu fahren. Und wie sich die zerklüftete Insel seit Tausenden von Jahren gegen die Urgewalten des Nordatlantiks stemmt. Crow Head - Krähen-Kopf - heißt der markante Fels, auf dem wir sitzen. Von hier aus hat man Einblick in die lange Bucht von Twillingate, kann alle Boote sehen, die abends den Hafen des kleinen Fischerdörfchens ansteuern. Noch vor ein paar Wochen sollen hier Eisberge aus dem Polarmeer vorbeigetrieben sein. Jetzt kreisen riesige Seevögel über dem Wasser, stürzen sich hin und wieder hinein, um kurze Zeit später mit einem Fisch im Schnabel wieder aufzusteigen. Auch zwei Wale können wir weit draußen ausmachen, wie sie immer wieder zum Luftholen an die Oberfläche kommen und hohe Wasserfontänen in den Himmel pusten. Dann taucht kurz ein riesiger Greifvogel zwischen den Klippen auf. Mit ein paar Zügen seiner gigantischen Schwingen gewinnt er wieder Höhe und zieht majestätisch von dannen. Ein Weißkopfseeadler. Nie zuvor haben wir einen gesehen. Was für ein beeindruckendes Schauspiel.

Hafenfeste, alte Holzhäuser und Hummer

Oscar hat Krabben und Fisch an Bord. Stolz hält die Besatzung einen gut einen Meter langen Kabeljau hoch - präsentiert uns ihren prächtigen Fang aus der Ferne. Das ist hier so üblich. Wir winken anerkennend zurück. Nur noch wenige Minuten, dann wird die Sonne den Horizont berühren. Mit ihrer letzten Kraft taucht sie die karge Küstenlandschaft und den Hafen in warmes Licht. Wir machen uns auf den Weg zurück, denn der Wind wird immer stärker. Später, als der Sturm längst über Twillingate wütet, und wir durchnässt den Hafen erreichen, treffen wir die Jungs von der Oscar in einem Bootshaus wieder. Ob wir schon einmal frischen Neufundländischen Hummer gegessen hätten, fragen sie. Haben wir nicht. Für ein paar Dollar holen sie uns zwei riesige Exemplare aus einem Becken und werfen sie kopfüber in einen großen Topf mit kochendem Wasser. Etwa 15 bis 20 Minuten werde es dauern, bis sie richtig durch sind. Genug Zeit, um uns über die einzelnen Lebensgeschichten auf­zuklären. Es wird von großen Fischen erzählt, dem letzten Hafenfest, den alten Holzhäusern, den Nachbarn und den eigenen Kindern. Die Einheimischen sind offen, heißen jeden willkommen. Das haben wir schon vorher auf unserer Reise durch den Osten Kanadas gelernt. Doch hier in Neufundland ist die Zeit stehengeblieben. Hier wirken die Leute noch entspannter, bescheidener und authentischer. Hier richtet sich der Tagesablauf ausschließlich nach dem Wetter.

Quer durch Nova Scotia und über die Halbinsel Cape Breton

Wir erzählen, dass wir vom Festland kommen, quer durch Nova Scotia und über die Halbinsel Cape Breton gefahren sind und noch mehrere tausend Kilometer vor uns haben - nach Quebec, Montreal, Ottawa und Toronto wollen. Doch von großen Reisen halten die Newfies - wie die Neufundländer in Nordamerika genannt werden - nicht viel. Von den Städten auf dem Festland schon gar nicht. Zu gestresst wären die Menschen dort, zu schnell verginge die Zeit. Trotz der kalten Winter, der vielen Stürme und der kargen Landschaft würden sie nicht auf das Festland ziehen wollen. Dabei sind sie noch niemals dort gewesen. Als die Fischer die dampfenden, knallroten Hummer vor uns auftischen, stimmen sie eines der vielen Lieder über den für sie schönsten Ort auf Erden an: "Wir segeln gegen die See, wir kämpfen gegen den Sturm, hundert Meilen ab vom Kurs - und als wir fast verloren sind, finden wir endlich neues Land, Neufundland, Neufundland."

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