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Toyota Antarktis-Expedition

Mit dem Toyota Hilux zum Südpol - und zurück

Toyota Hilux Arctic Truck Südpol Expedition 2010 Foto: Arctic Trucks 21 Bilder

Neuer Extremeinsatz für den Toyota Hilux: Speziell präparierte Modelle des japanischen Pickups fuhren jetzt mit einer Antarktis-Expedition an den Südpol. Und kehrten erfolgreich zurück. Einmal mehr der Ausrüster: die Isländer von Arctic Trucks.

14.01.2011 Torsten Seibt Powered by

Der Toyota Hilux mausert sich immer mehr zum Universalwerkzeug für die extremsten Herausforderungen, die unser Planet bereit hält. Nach einer spektakulären Expedition zum Nordpol und dem letztjährigen Entern des Feuer und Asche speienden Vulkans Eyjafjallajökull ging es im Dezember ans andere Ende der Welt, in die Antarktis. Vier Toyota Hilux fuhren zum Südpol.

Die Tour war kein reiner Werbegag, sondern eine ernsthafte wissenschaftliche Expedition. Im Auftrag des Indian National Centre for Antarctic and Ocean Research (NCAOR) brachen die Teilnehmer zu ihrer insgesamt 4.600 Kilometer langen Extremtour von der Basisstation Novo Air Base zum Südpol auf und kehrten ohne Verluste wieder zurück. Bemerkenswert dabei: Zum Einsatz kam mit dem 3.0 D-4D-Motor ein Diesel-Antrieb. Ein Motorenkonzept, das konstruktionsbedingt üblicherweise schlechter mit extrem niedrigen Temperaturen zurechtkommt als ein Ottomotor.

Toyota Hilux von Arctic Trucks am Südpol

Umgerüstet wurden die Expeditions-Hilux einmal mehr bei den isländischen Spezialisten von Arctic Trucks, die sich mit belastbaren "Bigfoot"-Umbauten bestens auskennen. Die Riesenreifen sind notwendig, um den Bodendruck der schweren Expeditionsfahrzeuge besser zu verteilen und sie so über dem Schnee fahren zu können statt einsinken zu lassen - ähnlich zu Raupenfahrzeugen. Insgesamt hat Arctic Trucks acht Hilux für Südpol-Expeditionen in dieser antarktischen Sommer-Saison umgerüstet, die erste war jetzt die NCAOR-Tour. Deren Zweck: Studien zur Zusammensetzung des Schnees, zu den Gletscherlandschaften und zum Gestein unterhalb des Eises.

Toyota Hilux-Expedition mit Flugzeug-Sprit

Für diese Tour waren vier Hilux im Einsatz, die neben dem wissenschaftlichen Expeditionsequipment auch reichlich Treibstoff auf speziell präparierten Anhängern mitführten. Jeder Wagen transportierte zusätzlich zu den Teilnehmern und ihrer Ausrüstung 1.280 Liter Kraftstoff. Dabei kam spezieller Jet-A1-Flugzeug-Sprit (Kerosin) zum Einsatz, der im Gegensatz zu handelsüblichem Diesel mit den extremen Temperaturen zurecht kommt. Denn obwohl auf der Südhalbkugel gerade Hochsommer herrscht, wurde die Expedition mit Tiefsttemperaturen bis zu -56 Grad konfrontiert. Zusatzheizungen in den Fahrzeugen kompensieren diese Bedingung, die Motoren liefen rund um die Uhr. Dennoch lag der Kraftstoffverbrauch um den Faktor acht niedriger als bei den sonst in diesen Umgebungen eingesetzten Kettenfahrzeugen. Eine Besonderheit der Antarktis sind außerdem die zu bewältigenden Gebirge. Im Gegensatz zur Nordpol-Region handelt es sich bei der Antarktis um einen riesigen Kontinent, die Expedition bewegte sich auf bis zu 3.400 Meter über dem Meer.

Toyota Hilux bei -56 Grad und über 3.000 Meter Höhe

Insgesamt 4.600 Kilometer legte der kleine Konvoi in 18 Tagen zurück. Die einzigen Probleme an der Mechanik bereiteten die Achsen, die von den Riesenreifen, den extrem niedrigen Temperaturen und der nachgerüstete ultrakurzen Getriebeuntersetzung malträtiert wurden. An einem Hilux musste kurz vor Ende der Expedition sogar die komplette Hinterachse getauscht werden, welche die Techniker kurzerhand gegen die antriebslose, aber identisch bereifte Achse eines Anhängers austauschten.

Arctic Trucks: es geht weiter am Südpol

Am 1. Dezember erreichte der Konvoi schließlich wieder die Novo Base - überglücklich und zufrieden. Das ist es aber längst noch nicht gewesen: Derzeit ist eine weitere Arctic-Trucks-Expedition unterwegs, die ein Ski-Rennen (!) von der Novo-Base zum Südpol und zurück assistiert. Bei dieser Aktion kommen zwei neue Arctic-Trucks-Hilux zum Einsatz, die mit einer Zusatz-Achse und 6x6-Antrieb munitioniert wurden. Wir halten Sie auf dem Laufenden!

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