Toyota bringt neue Modelle: Toyota-Chef Toyoda will emotionalere Modelle

Der japanische Autokonzern Toyota soll in Zukunft emotionalere Modelle und ein einheitliches Design entwickeln, um die aktuelle Absatzkrise zu überwinden. Auch Sportwagen sollen wieder zum Portfolio zählen, kündigte der designierte Toyota-Chef Akio Toyoda im Gespräch mit auto motor und sport an.

Die Zuverlässigkeit der Marke reiche als Verkaufsargument nicht mehr aus. "Wir haben eine lange Geschichte und einen treuen Kundenstamm. Aber Zuverlässigkeit allein erfüllt die Kundenwünsche nicht mehr. Da muss auch Emotion dabei sein. Und diesen Aspekt wollen wir stärker betonen", sagte Toyoda.

Emotionale Toyota Modelle sollen Träume wecken

Die aktuelle Absatzkrise könnte Toyota nur mit emotionaleren Modellen überwinden. "Damit diese Durststrecke nicht zu lange wird, müssen wir wieder Träume wecken. Und das gelingt am besten mit guten, emotionalen Produkten." Nach dem Vorbild der Konzern-Tochter Lexus soll auch Toyota ein eigenständiges Design entwickeln. Allerdings sei das eine Zukunftsaufgabe, die Zeit brauche.

"Bei Lexus haben wir noch eine überschaubare Produktpalette. Da ist es einfacher, eine durchgängige Designsprache aufzubauen. Das ist uns, glaube ich, auch ganz gut gelungen. Bei Toyota sprechen wir weltweit von einem riesigen Produktprogramm. Da ist es schwieriger, ein einheitliches Design und Image aufzubauen", betont Toyoda, der im Juni Katsuaki Watanabe als Toyota-Präsident ablösen wird.

Es soll wieder Toyota-Sportwagen geben

"In Europa haben wir gerade fünf Prozent Marktanteil, in Japan sind es über 40. Eine durchgängige Designsprache zu entwickeln ist da eine echte Herausforderung und Aufgabe für die Zukunft." Ausweiten will Toyoda die Produktpalette durch Sportwagen, etwa durch einen Nachfolger des legendären Toyota 2000 GT. "Diese Sportwagenkultur, die wir so lange vernachlässigt haben, soll wieder gepflegt werden", kündigte Toyoda an.
 

"Als der Toyota 2000 GT gebaut wurde, da war ich elf Jahre alt - und ich fand ihn toll. Ich habe gesagt: So etwas möchte ich auch fahren, wenn ich groß bin. Das waren die Emotionen eines kleinen Jungen. Im letzten Jahr durfte ich einen Toyota 2000 GT bei einer Oldtimer-Rallye selbst fahren. Das war wirklich ein großes Erlebnis. Wenn wir einen Nachfolger bringen, dann möchte ich, dass junge Menschen auch wieder solche Sehnsüchte beim Anblick unserer Autos empfinden. Für mich ist das fast wichtiger als nackte Verkaufszahlen."


Das komplette Interview mit dem designierten Toyota-Chef lesen Sie in der Ausgabe 10 von auto motor und sport, die ab 23. April 2009 am Kiosk liegt.

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Bernd Ostmann

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