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Toyota Deutschland

Toyota revidiert Ausblick für Deutschland 2009

Portrait Pascal Ruch (Toyota) Foto: Toyota

Toyota Deutschland will sich im nächsten Jahr zwar besser schlagen als der Markt, hat aber seine optimistische Prognose vom Oktober zurückgenommen. Toyota Deutschland-Vertriebschef Pascal Ruch sagte im Interview mit auto motor und sport, "dass der Gesamtmarkt in Deutschland zwischen fünf bis acht Prozent niedriger sein wird."

06.12.2008

Wie ist die momentane Position von Toyota/Lexus in Europa und Deutschland, welche Absatzerwartungen haben Sie?
Ruch: Wir haben 2007 1,24 Millionen Autos in Gesamteuropa (West- und Osteuropa) verkauft, davon 132.500 in Deutschland. 2008 liegen diese Zahlen infolge der allgemeinen Wirtschaftslage niedriger - in Europa waren es bis Ende Oktober knapp eine Million. In Deutschland werden es in diesem Jahr rund 100.000. Wie es im nächsten Jahr sein wird, weiß noch niemand. Ich rechne jedoch damit, dass der Gesamtmarkt in Deutschland zwischen fünf bis acht Prozent niedriger sein wird. Für Toyota/Lexus wird das Jahr aber besser verlaufen.

Woher nehmen Sie Ihren Optimismus?

Ruch: 2009 sollte ein gutes Jahr für uns werden - denn wir bringen eine Reihe neuer Modelle auf den Markt, die üblicherweise die Nachfrage beleben. Das sind ab Januar der neue Avensis und der iQ, zudem werden Yaris und Aygo überarbeitet. Mitte 2009 kommen außerdem der neue Verso, Urban Cruiser sowie der neue Prius. Lexus wird mit dem neuen RX und dem IS Cabrio für Aufmerksamkeit sorgen. Das alles deutet auf eine positive Tendenz für uns hin, gegen den allgemeinen Trend.

Aber Sie haben das Pech, dass sich die Nachfrage in Europa in die kleinen Klassen verschiebt, wo die Gewinnspannen kleiner sind...
Ruch:
Sie haben Recht, Yaris und Auris sind derzeit unsere Renner meistverkauften Modelle. Aber dank der Toyota-spezifischen Produktionsmethoden verdienen wir auch mit den Kleinen genug Geld.

Wie steht es um den Aygo?
Ruch: Der legt zwar zu, aber auf kleinem Niveau. Die Mikroklasse macht nur rund fünf Prozent der Verkäufe in Europa aus.

Was erwarten Sie sich mit dem iQ und dem kommenden Urban Cruiser?
Ruch: Sie werden uns zum einen viel Image und Aufmerksamkeit bringen, zum anderen können wir damit den CO2-Ausstoß drastisch senken. Diese beiden Fahrzeuge sind einzigartig und werden somit viele Fremdkunden ansprechen. Vom iQ werden wir jährlich rund 80.000 Einheiten in Europa verkaufen, der weltweit angebotene Urban Cruiser mit wahlweise Front- oder Allradantrieb wird insgesamt unter dieser Zahl liegen.

Und er wird den RAV4 kannibalisieren.
Ruch: Nein, das glaube ich nicht - allenfalls die Kunden, die die dreitürige Variante mit Frontantrieb im Visier hatten. Im Wesentlichen werden wir mit dem Urban Cruiser Neukunden gewinnen.

Der Toyota Avensis ist Ihr Flaggschiff in der Mittelklasse. Welche Chancen hat er dort?
Ruch: Vom Vorgänger haben wir über 102.000 Einheiten in Deutschland verkauft. Wir rechnen damit, 2009 in Europa etwa 110.000 Exemplare zu verkaufen, davon in Deutschland 14.000. Und dann sollten es mehr werden - nicht zuletzt dank der neuen Euro-5-Diesel-Motorisierungen. Wir beobachten einen Trend hin zu höherwertigen Angeboten in dieser Klasse. Und die können wir anbieten.

Aber das Segment schrumpft, zudem wird in Deutschland das Flottengeschäft mit einheimischen Marken gemacht ...
Ruch: Ja, in Westeuropa schrumpft das Mittelklasse-Segment. Aber auch im Flottenmarkt rechnen wir uns mit dem neuen Avensis gute Chancen aus. Durch die niedrigen CO2 Werte und Unterhaltskosten, unsere hohe Zuverlässigkeit und nicht zuletzt die Diesel-Automatik Variante rechnen wir mit deutlich mehr Nachfrage. In Osteuropa legt das Mittelklasse-Segment kräftig zu. Unser wichtigster Markt in Europa ist inzwischen Russland, wo wir ein Fünftel des Gesamtvolumens für Europa absetzen. Es sieht so aus, als würden die Absatzchancen in Russland weiter gut stehen.

In Deutschland hat Toyota als Hybrid-Anbieter ein gutes Image. Welche Chancen sehen Sie für den neuen Prius?
Ruch: Er wird hervorragend laufen. Bislang haben wir in Deutschland zwischen 4.000 und 5.000 Einheiten jährlich verkauft, diese Zahl dürfte sich mindestens verdoppeln. Zudem hilft uns dieses Auto, die Hybrid-Idee auch in andere Klassen zu tragen. Hier bereiten wir die verschiedensten Angebote vor - vom Mikro- und Mild- bis zum Plugin-Vollhybrid.

Das dürfte Ihnen helfen, die CO2-Werte nochmals zu senken. Wie ist bei Toyota der Stand der Dinge?
Ruch: Ende 2009 wird unsere Flotte bei unter 140 Gramm/km sein. Natürlich streben wir für die Zukunft noch niedrigere Werte an.

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