Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Toyota

Hybrid-Varianten in allen Baureihen

Toyota Logo Foto: dpa

auto-motor-und-sport.de sprach mit Kazuhiko Miyadera, dem Entwicklungs-Vorstand von Toyota Europa, über die Zukunft von Hybrid- und Elektromodellen.

10.10.2008 Eberhard Kittler

Toyota steht für die Hybridtechnologie. Werden Sie damit auch in kleinere Autos gehen?
Miyadera: Bis 2020 werden wir in allen Modellreihen Hybridvarianten anbieten, auch bei den Kleinwagen. Allerdings muss es sich dann nicht zwangsläufig um Vollhybriden handeln.

Die Hybridtechnologie ist aber immer noch sehr teuer, Ihre Wettbewerber sprechen von 10.000 Euro Zusatzkosten. Werden Sie irgendwann Geld damit verdienen?
Miyadera: Die von Ihnen genannte Summe ist zu hoch. Geld verdienen wir heute schon, das war aber mit der ersten Generation des Prius noch nicht so. Heute sind wir in einer besseren Position, weil wir zum einen Volumen machen, zum anderen viele der Spezialbaugruppen selbst herstellen.

Aber Sie bleiben bei den konventionellen Nickel-Metallhydrid-Batterien...
Miyadera: Vorerst ja, denn aus Ingenieurssicht müssen wir noch nicht auf die neuen Lithium-Ionen-Batterien umsteigen, die noch viel Entwicklungsarbeit erfordern. Die wollen wir in Ruhe absolvieren, wir werden solche Batterien erstmals mit der Plug-In-Version des neuen Prius um das Jahr 2010 anbieten. Mit der Technik des aktuellen Prius schaffen wir bis zu zwei Kilometer Reichweite im elektrischen Betrieb, mittelfristig sollten bis zu 40 Kilometer möglich sein. Dies schaffen wir aber tatsächlich erst mit Lithium-Ionen-Batterien.

Was sagen Sie zu der großen Aufmerksamkeit, die dem Tesla Roadster zuteil wird?
Miyadera: Die spielen in einer anderen Liga. Wir reden von Großserienautos und meinen damit bis zu 100.000 Einheiten monatlich. Die Prozess-Sicherheit ist für uns das Allerwichtigste. Ich staune, wenn ich lese, dass deutsche Hersteller mit Tesla kooperieren wollen. Natürlich finde ich es gut, dass dieses Thema so getrieben wird - daraus ergibt sich Wettbewerb, und der kommt uns entgegen.

Ist es nicht allerhöchste Zeit für eine Standardisierung bei den Hybriden?
Miyadera: Bei den Plug-In-Lösungen halte ich das auch für sinnvoll. Bei den gegenwärtigen Vollhybriden sind wir Benchmark für alle anderen, warum sollten wir uns vorschreiben lassen, was wir einsetzen und was nicht? Vielleicht wird das in der nächsten Entwicklungsstufe ein Thema.

Was halten Sie von reinen Elektroautos?
Miyadera: Auch sie haben eine Berechtigung, aber wohl nur in bestimmten Segmenten. Wir haben jedenfalls nicht den Ehrgeiz, Marktführer bei Elektroautos werden zu wollen.

Künftig soll die Hybridtechnik auch im Rennsport Einzug halten - da müssten Sie doch eine hervorragende Ausgangsbasis haben?
Miyadera: Ein von uns eingesetzter Toyota Supra mit elektrischen Radnabenmotoren und Supercaps hat in Japan das wichtigste Langstreckenrennen gewonnen. Unser Formel-1-Team - und darauf spielen Sie ja an - greift nicht auf Toyota-Hybridtechnik zurück. Das sogenannte KERS-Modul mit Lithium-Ionen-Akkus wird von Magneti-Marelli zugeliefert.

Noch eine Frage zum neuen Avensis - wurde er in Japan oder in Europa entwickelt?
Miyadera: Sowohl als auch. Wir haben in beiden Richtungen einen regen Austausch junger Ingenieure durchgeführt, und dann das Auto in Deutschland entwickelt. Das Design entstand in unserem Studio in Nizza. Chefingenieur war Mr. Yamamoto, der Mann, der sich zuvor als oberster Qualitätssicherer weltweit einen Namen gemacht hat.


Mehr über:
Toyota

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Gebrauchtwagen Angebote
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden