Bevor der knapp drei Meter kurze Toyota iQ am 24. Januar zu den Händler rollte, musste sich der Mini viel Kritik wegen seines hohen Einstiegspreises von 12.700 Euro gefallen lassen.
Diesel besonders gefragt
Inzwischen scheint sich heraus zu stellen, dass der iQ ein ähnliches Lifestyle-Accessoire wie der Smart Fortwo wird. "Wir haben festgestellt, dass mehr Käufer den Diesel wählen, als wir dachten," sagt Alain Uyttenhoven, Vize-Präsident von Toyota Deutschland. Der günstigste iQ mit 90 PS-Diesel kostet mindestens 14.700 Euro und wird zudem gerne als iQ+ geordert, der für 16.300 Euro in der Preisliste steht. Rund zehn Prozent mache der Diesel bereits an den Verkäufen aus, heißt es beim Importeur. Der Selbstzünder-Anteil im Mini-Segment liegt bei rund fünf Prozent.
Fahrspaß statt Sparwille
Aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten dürften die iQ-Kunden kaum zum Diesel greifen, da sich der Aufpreis und die höheren Unterhaltskosten erst ab einer Jahresfahrleistung jenseits der 20.000 Kilometer rechnet. Bei Toyota in Köln vermutet man eher die Extraportion Fahrspaß, die der iQ D4-D aufgrund seines hohen Drehmoments von 190 Newtonmeter bietet. Erst im Sommer könnte die Nachfrage nach dem Diesel wieder sinken, wenn Toyota dem 68 PS starken Dreizylinder-Benziner den 101 PS-Motor mit Start-Stop-Automatik zur Seite stellt, der derzeit im Yaris eingeführt wird.




