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Toyota knackt Nordschleifen-Rekord für E-Autos

Nordschleife unter Hochspannung

08/2011 Toyota EV Racer, Nürburgringrekord, Elektroauto Foto: Toyota 18 Bilder

Mit einem umgebauten Radical holt sich Toyota Motorsport die Bestzeit für Elektrofahrzeuge auf der Nordschleife vom Peugeot EX1 und stellt einen neuen Rekord auf. Am Steuer: VLN-Profi Jochen Krumbach.

31.08.2011 Jens Dralle Powered by

Ein bisschen enttäuscht sind sie schon, die Motorradfahrer am Zuschauerplatz Brünnchen, als sie erfahren, dass heute keine Touristenfahrten auf der Nordschleife stattfinden. Dabei können sie Zeuge eines Weltrekords werden. Toyota Motorsport - die verbliebenen Helden des ehemals über 1.000 Mitarbeiter starken Formel1-Teams - will sich die Bestzeit für Elektrofahrzeuge auf der Nordschleife holen.

Toyota knackt Nordschleifen-Rekord für E-Autos: Nordschleife unter Hochspannung 8:23 Min.

Die Zutaten für die Rekordfahrt: Ein Radical SR3 SL, eine Lithium-Keramik-Batterie mit einer Kapazität von 41,5 kWh sowie zwei Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von umgerechnet 375 PS. Und was hat Toyota gemacht? Eifrig in den Bits und Bytes gewühlt, um eine Motorsport-taugliche Abstimmung der Komponenten zu finden.
 
Als Fahrer konnte das Team Jochen Krumbach gewinnen, der in der VLN und beim 24 Stunden-Rennen am Nürburgring für die erfolgreiche Manthey-Porsche-Truppe ins Lenkrad greift. "Der Elektronantrieb beeinflusst das Fahren eigentlich nicht. Dass ich nicht über die Curbs räubern darf, liegt an der geringen Bodenfreiheit des Chassis", sagt Krumbach.
 
Das Leistungsgewicht des pragmatisch „Elektrisch betriebenes Fahrzeug mit Hochleistungs-Antriebsstrang“ getauften Sportwagens liegt auf dem Niveau reinrassiger Rennwagen: 2,6 Kilogramm pro PS, das Gesamtgewicht beläuft sich also auf 970 Kilogramm. Daher soll eine Beschleunigung von null auf 100 Km/h in 3,9 Sekunden möglich sein, die Höchstgeschwindigkeit wird mit 260 Km/h angegeben.

Top-Speed nicht auf der Döttinger Höhe

Das höchste Tempo erreicht Krumbach jedoch nicht auf der Döttinger Höhe, wie Nordschleifen-Experten vielleicht vermuten würden. "Dort kommen ich nur auf rund 220 km/h, da die Batterien dann bereits so heiß sind, dass die Regelelektronik die Leistung reduziert", erklärt Krumbach. Stattdessen passiert er den Abschnitt Schwedenkreuz mit 256 km/h.
 
Hat es am Ende dennoch gereicht? 2010 hat der Mini E Race mit 9:51,45 Minuten die schnellste Rundenzeit für Elektroautos auf der Nordschleife aufgestellt. Am 27. April 2011 holte der Peugeot EX1 mit einer Rundenzeit von 9.01,338 Minuten die Bestmarke. Toyota konnte sie am 29. August 2011 knacken - mit einer verbrieften Nordschleifen-Rundenzeit von 7.47,794 Minuten. Für die Motorradfahrer hat sich der Ausflug zur Nordschleife dann doch gelohnt.

Mehr Hintergründe zu dem Toyota Experimental-Fahrzeug erfahren Sie in einer der nächsten Ausgaben von auto motor und sport.

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