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Toyota Land Cruiser

So richtig wild durch Südafrika

Afrika, Toyota Land Cruiser, Impressionen, Tierwelt Foto: Dino Eisele 20 Bilder

Mit einem typischen Fünfsterne-Safari-Urlaub aus dem Katalog hat dieser Trip nur wenig gemein: Am Westrand des Krüger-Nationalparks erlebt man Afrikas Tierwelt vom Geländewagen aus hautnah. Eine Tour im Toyota Land Cruiser.

12.07.2014 René Olma

Wer erlebt, wie Horden bleicher Touristen im Toyota Land Cruiser mit Tribünenaufbau von hermetisch abgeriegelten Camps in Südafrika zur Pirsch kutschiert werden, fühlt sich eher an den Safaripark Stukenbrock erinnert als an die Wildnis. Ernest Hemingway würde sich mit Grauen abwenden. Echtes Abenteuer sieht anders aus. Doch vermutlich möchten die meisten Besucher Afrika gar nicht wirklich erfahren. Ebenso wenig, wie uns der Sinn nach einem Sundowner am Pool steht und einem Mehrgängemenü in einer Lodge.

Wir wollen es wild. Der Toyota Land Cruiser hat alles an Bord, was man für einen Trip abseits der Zivilisation braucht: zwei Dachzelte als Schlafzimmer, Kühlschrank, Campingküche und eine Schaufel für den Toilettengang. In Phalaborwa, einem Städtchen am Westrand des rund 20.000 Quadratkilometer großen Krüger-Nationalparks, decken wir uns im Supermarkt mit Verpflegung ein. Kochen werden wir zusammen mit dem Rest der sechsköpfigen Reisegruppe, die unser Guide Janco Scott an den Westrand des Nationalparks führen wird.

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Toyota Land Cruiser Richtig wild durch Südafrika
auto motor und sport 13/2014
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Es ist ein Gebiet, das einzig dem Anbieter Great Limpopo Wilderness Camps & Trails vorbehalten ist. "Die nächsten Tage sind wir die einzige Gruppe in diesem Teil des Parks", erklärt Janco. Und auch wenn das Gebiet nicht offiziell zum großen Nachbarn Krüger gehört, ist es von diesem nicht durch Zäune abgegrenzt. Die Tierwelt soll möglichst viel Freiraum bekommen.

Für uns gelten dennoch ganz andere Spielregeln als für die Besucher jenseits der Grenze. Während Wanderungen im Nationalpark nur in Begleitung mindestens eines bewaffneten Führers erlaubt sind, können wir uns frei bewegen. Einzig die offiziellen Wege dürfen mit den Offroadern nicht verlassen werden, um die Flora nicht über Gebühr zu strapazieren. Und die Fauna? "Wir haben gute Chancen, die Big Five, also Löwe, Wasserbüffel, Elefant, Leopard und Nashorn zu sehen. Außerdem Flusspferde, Krokodile, Antilopen, Giraffen und so weiter." Allerdings, so erklärt Janco weiter, reagierten die Tiere meist ein wenig scheu, da hier deutlich weniger Verkehr herrscht als im Nationalpark: "Dort lassen sich Löwen von Touristen noch nicht mal bei der Paarung stören." Fast wie im Zoo.

Mit dem Toyota Land Cruiser im Reich der wilden Tiere

Als die drei Offroader durch das Tor in das Tierreservat rollen, steigt angesichts der möglichen Begegnungen der Adrenalinspiegel. Immerhin kann auf jedem Baum ein Leopard lauern oder plötzlich ein zorniger Elefantenbulle durchs Unterholz brechen, um uns zu zermalmen. Auch Janco ist in Alarmbereitschaft, doch weniger wegen der Aussicht auf mörderische Säugetiere, sondern vielmehr wegen der Vogelwelt: "In Südafrika leben 961 Vogelarten, allein 900 davon kommen nur hier vor", erklärt er begeistert und zeigt auf einige emsige Webervögel, die über unseren Köpfen gerade ihre Appartements flechten. Anspannung wegen potenzieller Lebensgefahr? Fehlanzeige. Janco bleibt cool.

So holpert unser Tross über gerade mal fahrzeugbreite Pfade zwischen Gestrüpp hindurch Richtung Letaba-Fluss. Schließlich steigt in der Nähe des Wassers die Chance auf Wildsichtungen. Und in der Tat: Als wir nach einigen Kilometern im Toyota Land Cruiser, besser durchgeschüttelt als mancher Longdrink, am Ufer stehen, prustet es uns schon entgegen: Ein ganze Flusspferdfamilie hat es sich im Wasser bequem gemacht.

Der gemütliche Eindruck, den die pummeligen Hippos verströmen, sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie nicht zum Knuddeln aufgelegt sind: "Flusspferde töten mehr Menschen in Afrika als alle anderen Tiere", erklärt Janco. Besonders wenn sie nachts zum Grasen an Land kommen, hält man besser Abstand. Dennoch schlagen wir am Ufer das Lager auf. Die Dachzelte werden aufgeklappt, und dann heißt es erst einmal, den Schweiß loszuwerden. Und zwar im Fluss.

Im Wasser mit Flusspferden

Irritiert schauen wir uns an: "Und die Flusspferde?" "Wir bleiben auf Abstand. 50 Meter flussaufwärts ist es ihnen zu seicht. Den Krokodilen übrigens auch", grinst unser Guide. In der Tat: Bei gerade mal 40 Zentimetern Wassertiefe reicht das Gewässer höchstens für ein Sitzbad. Doch das kühle Wasser erfrischt.

Als abends das Lagerfeuer knistert und die Steaks auf dem Grill liegen, bleibt die Anspannung angesichts der tierischen Nachbarn zumindest bei den wenig wildniserprobten Europäern ein ständiger Begleiter. Flussabwärts zetert eine Horde Paviane. Der Guide-Tipp: "Lasst nichts rumliegen und haltet Zelt und Auto verschlossen." Mit lauten Grunzen machen sich die Hippos auf zu ihrem nächtlichen Landausflug. Zum Glück bevorzugen sie das andere Ufer. Im Schein von Jancos Taschenlampe funkeln Lichtpunkte im Wasser. Genau an der Stelle, die uns heute Nachmittag als Badewanne diente: "Schaut mal, da sind Krokodile." "Äh, sagtest du nicht, es wäre ihnen dort zu seicht?" "Tagsüber schon, aber nachts kommen sie auch mal an Land."

Da beruhigt es doch ungemein, die Nacht im Zelt auf dem Wagendach des Toyota Land Cruiser verbringen zu können. Das allgegenwärtige Gezirpe und Geschrei der tierischen Nachbarn begleitet uns in den Schlaf. Bis gegen drei Uhr ein Brüllen durch den Geräuschteppich bricht. Das klang bedrohlich nah und irgendwie nach Löwe. Die Bereitschaft, den Kopf aus dem Zelt zu stecken und nach dem Rechten zu leuchten, ist allerdings nur bedingt vorhanden. Erst beim Frühstück klärt uns Janco auf: Es war in Tat ein Löwenrudel – allerdings nicht im Camp, sondern auf der anderen Flussseite.

Dort wollen wir nun auch hin, einige Kilometer stromaufwärts wartet eine Furt. Einst war hier wohl mal eine Brücke, doch davon künden nur ein paar Steine. Hinter Jancos 130er-Defender machen wir uns im Toyota Land Cruiser auf den Weg ins etwas mehr als knietiefe Nass. Mit eingelegten Sperren arbeitet sich der Toyota durch den Fluss, bis der Vortrieb immer zäher wird. Wir sind nur ein wenig versetzt von Jancos Spur gefahren, doch genau da lauert tückischer weicher Sand. Rückwärtsgang rein und noch mal von vorn. Doch wir rutschen wieder in die gerade verlassene Spur, gnadenlos packt der Sand die Reifen, der Sechszylinder-Diesel müht sich ab, die Drehzahl sinkt, dann sitzen wir fest. Mitten im Badezimmer von Hippos und Krokodilen. Zum Glück scheinen Menschen hier eine seltene Attraktion zu sein, und so zeigt sich keine Echse, während Janco den Bergegurt befestigt. Mit der Hilfe des Defender rettet sich der Land Cruiser aufs Trockene.

Weiter geht es mit dem Toyota Land Cruiser Richtung Norden. Das Dreiländereck von Südafrika, Mosambik und Simbabwe ist das Ziel. Die Verbindungsetappe über zum Teil asphaltierte Straßen ist erholsam nach der ständigen Rüttelei auf den kleinen Pisten. Im Makuya-Park merkt man, dass zu Apartheidszeiten hohe Tiere den Ton angaben. Das Militär hat steile Streckenabschnitte befestigt. So konnten die Generäle komfortabler zur Jagd fahren. Auf den flachen Etappen besteht der Untergrund aus Geröll in Handballgröße. Erst als sich die Karawane dem Flussbett des Luvubu nähert, hat das Gerüttel ein Ende. Eine sandige Piste zieht sich am Ufer entlang. Janco stoppt. Was hat er erspäht? Da sehen wir es auch: Am anderen Ufer trottet ein ausgewachsener Elefantenbulle Richtung Ufer. Als er uns sieht, verharrt er erst unschlüssig und ignoriert uns dann. Der hat wohl Erfahrung mit Touristen.

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