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Toyota-LMP1-Präsident Kinoshita im Interview

"Mit Supercaps in Le Mans gut aufgestellt"

Yoshiaki Kinoshita, Porträt, Toyota-LMP1-Präsident Foto: Toyota 37 Bilder

Am kommenden Wochenende findet das 24h-Rennen von Le Mans 2014 statt. Toyota-LMP1-Präsident Yoshiaki Kinoshita spricht im Interview über die Wahl der 6-MJ-Klasse für sein Team und den Unterschied zwischen Superkondensatoren und Batterien als Hybrid-Speicher.

11.06.2014 sport auto Powered by
Warum fährt Toyota nur in der 6-MJ-Klasse?

Kinoshita: Der Plan war, in der 8-MJ-Klasse anzutreten, weil das Reglement einen Start in dieser ERS-Klasse belohnt. Wir überlegen, ob wir in Zukunft in diese 8-MJ-Klasse wechseln können.

Vielleicht schon im nächsten Jahr?

Kinoshita: Das wird sicher schwierig, die Aufgabenstellung ist komplex, vor allem in Bezug auf das Gewicht. Aber es ist auch eine prinzipielle Frage der Energiespeicherung. Mit den Supercaps sind wir bezogen auf das Streckenprofil in Le Mans sicher sehr gut aufgestellt, aber auf anderen Pisten haben wir einen Nachteil, weil wir nicht immer da boosten können, wo wir es mit Blick auf die Rundenzeiten-Optimierung gerne würden.

Sie sind bei den Superkondensatoren limitiert?

Kinoshita: Kondensatoren sind wie eine Schüssel: Sie haben eine große Überfläche, sind aber sehr flach. Was ich sagen will: Wir können viel Energie aufnehmen, aber wir müssen sie auch sehr schnell wieder loswerden, um beim nächsten Bremsvorgang wieder Energie aufnehmen zu können, sonst laufen wir in Probleme mit der Bremsleistung. Porsche verwendet Batterien, die sind eher wie eine Weinflasche: kleines Fenster, aber großes Volumen. Die Aufgabe besteht in Zukunft darin, die Vorzüge der Energiespeicher so zu verbinden, dass man auch das Maximum herausholen kann.

Also eine Kombination aus Batterie und Superkondensatoren?

Kinoshita: Das wäre eine gute Lösung. Wir hatten exakt diesen Mix bereits in unserem Hybrid-Sportwagen verwendet, der das 24h-Rennen in Tokachi gewann. Als wir das LMP1-Pojekt starteten, war klar, dass wir auf Supercaps gehen, aber mittlerweile hat sich die Batterietechnologie weiter entwickelt. Vielleicht wäre eine Kombination dieser beiden Speichersysteme für uns die beste Lösung.

Wäre das schon für 2015 realisierbar?

Kinoshita: Das ist denkbar, aber schwierig, nicht nur wegen des Gewichts, auch wegen der Kühlung, welche die Aerodynamik negativ beeinflusst.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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