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Toyota-Quartalsbilanz

Toyota zurück in den schwarzen Zahlen

Toyota schreibt wieder Gewinne. Foto: Toyota

Der von einem Rückruf-Debakel erschütterte Autobauer Toyota ist im dritten Geschäftsquartal in die Gewinnzone zurückgekehrt. Wie der größte Autobauer der Welt am Donnerstag (4.2.) bekannt gab, fiel zum 31. Dezember ein Nettogewinn von 153,2 Milliarden Yen (1,2 Mrd Euro) an nach einem Verlust im Vorjahr von 164,7 Milliarden Yen.

04.02.2010

Der Umsatz erhöhte sich um 10,2 Prozent auf 5,3 Billionen Yen. Ungeachtet des beispiellosen Rückrufs von Millionen von Autos wegen schadhafter Gaspedalen hob Toyota die Prognose für das noch bis 31. März laufende Gesamtgeschäftsjahr 2009/2010 an und rechnet jetzt mit einem Nettogewinn von 80 Milliarden Yen.

Trotz des beispiellosen Rückruf-Debakels wegen klemmender Gaspedale sieht sich der japanische Autoriese Toyota auf dem Weg zurück in die Gewinnzone. So dürfte nach Toyota-Angaben zum Ende des bis 31. März laufenden Geschäftsjahres dank aggressiver Kostensenkungen und hoher Nachfrage nach Hybridautos unter dem Strich ein Gewinn von 80 Milliarden Yen (632 Mio Euro) anfallen statt zuvor erwarteter Verluste von 200 Milliarden Yen.
 
Im Vorjahr hatte Toyota noch einen Fehlbetrag von 437 Milliarden Yen eingefahren. Dennoch sieht Toyota auch mit der dritten Anhebung seiner Jahresprognose blass aus gegenüber Rivalen wie Honda. Zudem ist ungewiss, wie sich der Rückruf von Millionen Autos weiter auswirken wird. In der Prognose für das auslaufende Geschäftsjahr seien die geschätzten Kosten durch die Rückrufaktion wegen der Gaspedale berücksichtigt, sagte Toyota-Direktor Takahiko Ijichi. Noch nicht eingeplant sind allerdings mögliche Kosten in Folge der neuen Beschwerden über Probleme beim neuen Prius-Hybrid. Ob es auch hier zu einem Rückruf kommt, ließ das Unternehmen offen.
 
Toyota beziffert die finanziellen Auswirkungen des Debakels um die Gaspedale sowie um Fußmatten für das laufende Geschäftsjahr auf bis zu 180 Milliarden Yen. Darin enthalten sind 100 Milliarden Yen an Kosten zur Durchführung der Rückrufe. Hinzu kämen die Auswirkungen auf das operative Geschäft in Folge von Absatzrückgängen im Umfang von 70 bis 80 Milliarden Yen. Der globale Absatz werde vor allem mit Schwerpunkt Europa und Nordamerika voraussichtlich um 100.000 Autos sinken, hieß es. Analysten warnen jedoch, dass sich das Debakel auch noch auf die nächsten Monate auswirken könnte. Man könne die Folgen für das kommende Geschäftsjahr nicht vorhersehen, sagte Ijichi.

Die Toyota-Gruppe, zu der auch der Kleinwagenbauer Daihatsu Motor und der Lastwagenhersteller Hino Motors gehören, rechnet jetzt mit einem globalen Absatz im auslaufenden Geschäftsjahr von 7,18 Millionen Fahrzeugen statt der bislang angepeilten 7,03 Millionen. In operativer Rechnung dürfte sich zudem der Verlust auf nur noch 20 Milliarden Yen verringern, nachdem man zuvor noch von einem Minus von 350 Milliarden Yen ausgegangen war. Der Umsatz werde sich auf 18,5 Billionen statt bisher geschätzter 18 Billionen Yen belaufen. Das wäre ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von 9,9 Prozent.

Gaspedal-Rückruf: US-Regierung mit gemäßigteren Tönen

Auch im Bezug auf den Gaspedal-Rückruf lässt der Gegenwind für Toyota in den USA nach.  US-Verkehrsminister Ray LaHood schlägt moderatere Töne gegenüber dem pannengeplagten Autohersteller Toyota an. "Sie tun alles, was sie können, um die Pedale in Ordnung zu bringen", sagte er am Mittwoch vor Journalisten in Washington. Dem Konzern sei der Ernst der Lage bewusst. "Wir haben laufend Treffen mit Toyota."
 
Der weltgrößte Autobauer beordert Millionen Wagen wegen klemmender Gaspedale in die Werkstätten. Vor einem Ausschuss des Abgeordnetenhauses hatte LaHood zu drastischen Maßnahmen aufgerufen: "Wenn irgendjemand solch ein Auto besitzt: Nicht mehr fahren und zu einem Toyota-Händler bringen." Die Aktie des japanischen Konzerns sackte daraufhin ab.
 
"Was ich gesagt habe, war wohl missverständlich", räumte LaHood später vor den Journalisten ein. "Was ich meinte: Wenn Sie eines dieser Autos besitzen oder Zweifel haben, bringen Sie es zum Händler." Er selbst werde in den kommenden Tagen mit Toyota-Chef Akio Toyoda telefonieren. "Wir werden unsere Untersuchungen fortsetzen."

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