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Toyota sauer auf Ministerpräsident

Foto: dpa

Verärgert hat Toyota Deutschland auf Äußerungen von Baden-Württembergs Ministerpräsident Oettinger reagiert. Oettinger hatte  im Zusammenhang mit der tobenden C02-Diskussion gesagt: "Wer jetzt japanisch fährt, verrät im Grunde Baden-Württemberg". 

23.02.2007

Der Autokonzern Toyota hat die Äußerungen des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger (CDU) über den Stellenwert von umweltfreundlichen Toyota-Fahrzeugen in scharfer Form zurückgewiesen und den Regierungschef zu einer Versachlichung der Debatte aufgefordert. „Ich finde es bedenklich, dass Herr Oettinger die Fahrer japanischer Automobile per se als Verräter bezeichnet“, sagte Markus Schrick, Vizechef von Toyota Deutschland, gegenüber den "Stuttgarter Nachrichten".

Oettinger hatte beim politischen Aschermittwoch der Südwest-CDU mit Blick auf den Erhalt der Arbeitsplätze bei den Autokonzernen DaimlerChrysler und Audi gesagt: "Wer jetzt japanisch fährt, verrät im Grunde Baden-Württemberg“. CDU-Generalsekretär Thomas Strobl hatte hinzugefügt: "Niemand will, dass sich der Ministerpräsident mit einer japanischen Reisschüssel durch die Gegend kutschieren lässt.“

Am Sitz von Toyota Deutschland in Köln wurden die Äußerungen mit Befremden aufgenommen. "Es ist bedauerlich, dass die Entscheidung eines Politikers, einen verbrauchs- und emissionsarmen Hybridwagen zu fahren, zu derart polemischen Kontern führt“, sagt Schrick in Anspielung auf die Tatsache, dass der neue Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) sich einen solchen Wagen bestellt hatte.

Der Ministerpräsident dürfe darüber hinaus nicht übersehen, "dass 145.000 Menschen in Baden-Württemberg einen Toyota oder Lexus fahren und rund 1500 Menschen bei einem Toyota-Händler einen sicheren Arbeitsplatz haben.“ Im Übrigen, so Schrick, habe Oettinger offenbar außer Acht gelassen, dass für die europäische Produktion von Toyota "heute 25 Prozent der zu gelieferten Teile aus Deutschland stammen. Nicht wenige dieser Zulieferer stammen aus Baden-Württemberg, allen voran Bosch."

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