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Toyota schlägt Ford

Toyota ist im Jahr 2003 zweitgrößter Autohersteller der Welt geworden. Der führende japanische Autokonzern hat Ford Motor im globalen Autoabsatz auf den zweiten Platz verdrängt.

26.01.2004

Dies hat das "Wall Street Journal" am Samstag (24.1.) in seiner Onlineausgabe berichtet. Einsamer weltweiter Spitzenreiter blieb General Motors.

Ford hatte im vergangenen Jahr 6,72 Millionen Autos verkauft oder 3,6 Prozent weniger als 2002. Dies seien 60.000 weniger als der geschätzte Toyota-Absatz von 6,78 Millionen Stück. Der globale Branchenführer General Motors hatte 2003 einen nahezu unveränderten globalen Absatz von 8,6 Millionen Stück.

Ford: Abstieg zum Jubiläum

Für Ford ist der Verlust der zweiten Position in der Absatz-Weltrangliste schmerzlich, denn der traditionsreiche amerikanische Autohersteller hatte 2003 sein hundertjähriges Jubiläum gefeiert. Das Unternehmen hatte jahrzehntelang die globale Spitzenposition gehalten. General Motors übernahm allerdings lange vor dem Zweiten Weltkrieg die Führung. Seither waren General Motors und Ford weltweit unumstritten die Nummer eins und zwei.

"Unsere endgültigen globalen Verkaufszahlen werden erst am Montag veröffentlicht, erklärte ein Sprecher der amerikanischen Tochterfirma Toyota Motor Sales dem Onlinedienst "CBS MarketWatch". Ford und General Motors hatten ihre globalen Verkaufszahlen vor wenigen Tagen jeweils bei Vorlage ihrer Geschäftsergebnisse für 2003 bekannt gegeben.

Die Toyota-Verkaufszahlen schließen die Absatzziffern der im Mehrheitsbesitze befindlichen Tochterfirmen Daihatsu und der Hino Motors Ltd. ein. Dagegen sind bei Ford die Mazda-Verkaufszahlen nicht eingeschlossen. Mazda gehört Ford zu 33,4 Prozent. Unter Einschluss von Mazda wäre Ford die Nummer zwei geblieben.

Erfolgsrezept: Qualität und günstige Preise

Autoexperten führen den stetigen Aufstieg von Toyota auf die gute Qualität seiner Fahrzeuge und günstige Preise zurück. Hinzu kam die ständige Ausweitung der Produktpalette, die inzwischen von Kleinwagen bis zu Luxusautos der Lexus-Marke reicht. Toyota war aus einer 1918 gegründeten Weberei hervorgegangen. Toyota hat nach Angaben der Fachzeitschrift "Automotive News" im vergangenen Jahr in Japan einschließlich Daihatsu 2,26 (Vorjahr:2,19) Millionen Autos ausgeliefert. Toyota hat seinen US-Marktanteil im vergangenen Jahr von 10,4 Prozent auf 11,2 Prozent erhöht. Der amerikanische Ford-Marktanteil fiel hingegen von 21,5 Prozent auf 20,8 Prozent.

Toyota habe in Europa einen Marktanteil von 4,7 Prozent und habe damit einen höheren Anteil als BMW, schrieb das "Wall Street Journal". Toyota ist mit Lexus inzwischen in den USA Hauptkonkurrent von Mercedes-Benz und BMW. Toyota hat sich zum Ziel gesetzt, seinen weltweiten Marktanteil in den kommenden 15 Jahren von zehn Prozent auf 15 Prozent zu erhöhen. Dies könnte Toyota die globale Führung bringen.

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