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Toyota

Steiler Weg bergab

Foto: dpa 54 Bilder

Toyota ist jetzt schon einer der Verlierer der Saison. Dem überdimensionalen Budget von geschätzten 400 Millionen Dollar steht die mickrige Ausbeute von gerade einmal zwölf Pünktchen gegenüber. Für die Misere gibt es viele Schuldige.

18.09.2007 Powered by

2005 war Toyotas goldenes Jahr. 88 Punkte konnten Ralf Schumacher und Jarno Trulli damals für den japanischen Rennstall einfahren. Die Fahrerpaarung ist die gleiche geblieben, nur der Erfolg hat sich nach und nach verabschiedet. Von Rang vier unter den Konstrukteuren rutschte Toyota schon in der vergangenen Saison mit nur noch 35 Zähern auf Platz sechs ab. Wer dachte, die Talsohle sei damit erreicht, der irrte.

Neuer Tiefpunkt für Toyota

Technische Probleme, verpatzte Qualifyings und schlechte Strategien sorgten zuletzt dafür, dass sich die in Köln entwickelten Boliden oft in den hinteren Reihen wiederfanden. Nur eine einzige Punkteplatzierung in den vergangenen sieben Rennen - drei Zähler für Schumacher in Budapest - bedeuteten einen neuen Tiefpunkt. Teamchef Tadashi Yamashima würde die Pleite gerne auf seine Fahrer abwälzen. Doch auch das Team war zuletzt alles andere als fehlerlos.

Die in Montreal gebrochenen Radträger stellten sich als Fehlkonstruktion heraus. Auch bei den Felgen gibt es Probleme: Die Radkränze sind nicht auf die Radmuttern abgestimmt. Wird diese nicht exakt aufgesetzt, kann die Radnabe durch das Verkanten irreparablen Schaden nehmen. So passiert bei Schumacher in Silverstone. Da es noch keine neuen Felgen gibt, verschenkt Toyota bei jedem Boxenstopp eine halbe Sekunde, weil die Mechaniker die Räder extra fest anziehen müssen.

Pleiten, Pech und Unvermögen

Die Startautomatik der rot-weißen Boliden ist schon traditionell ein Armutszeugnis. Oft verlieren Trulli und Schumacher noch vor der ersten Kurve ihre Positionen, oder müssen versuchen mit erhöhtem Risiko Boden gut zu machen. Resultat: Beide Fahrer waren in dieser Saison bereits drei Mal in frühe Kollisionen verwickelt.

Die Fehler begannen zuletzt oft schon im Training. Immer wieder wurden die Fahrer zu spät auf die Strecke geschickt. Mal waren die Reifen zu stark abgekühlt, mal konnten die Bremsen nicht wie gewünscht auf Temperatur gebracht werden. Wie lange sich die Konzernleitung in Japan das Trauerspiel noch anschaut ist ungewiss. Bereits im April wurde der Teamchef gewechselt - ohne den gewünschten Erfolg. Als nächstes könnte es vielleicht schon die Fahrer treffen.

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