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Trabi-Museum gefordert

DDR-Auto-Ausstellung in Berlin

Trabant P 601, Frontansicht Foto: Archiv

Der Trabi aus DDR-Produktion ist schon längst eine Attraktion in der Hauptstadt. Täglich erkunden Touristen mit den Zweitaktern Berlin. Nun soll die Kultkarre hier ein eigenes Museum bekommen - wenn es nach dem Willen privater Trabi-Freunde geht.

25.02.2013 dpa

André Prager, Geschäftsführer der Berliner Vermietung "Trabi-Safari" sagte als Initiator: "Das Museum soll die Geschichte erklären und zeigen, wie der Trabi im Alltag genutzt wurde." Zuvor hatte der "Tagesspiegel" über das Vorhaben berichtet.
 
Einen Standort gibt es noch nicht. Die Gespräche liefen, sagte Prager. Auf mindestens 500 Quadratmetern sollen nach seinen Worten etwa 18 bis 25 der Nostalgieobjekte ausgestellt werden - darunter auch ungewöhnliche Umbauten wie ein Trabi mit eingebautem Pool oder aufgestylt als Ferrari. Die Modelle seien teilweise bereits gesammelt.

Trabi-Austellungen gibt es schon andernorts

Der Direktor des Berliner DDR Museums, Robert Rückel, zeigte sich skeptisch. "Ich bin nicht sicher, ob es sinnvoll ist, zu so einem kleinen Thema ein eigenes Museum zu eröffnen." Es sei vor allem wichtig, eine solche Ausstellung auch wissenschaftlich zu erklären. Im DDR Museum in der Nähe des Alexanderplatzes können Besucher in einem Trabi-Modell eine virtuelle Rundfahrt unternehmen. Trabi-Ausstellungen gibt es bereits auch in anderen Orten.
 
"Wie wollen kein verstaubtes Museum, sondern ein lustiges, peppiges Museum - passend zum Auto", sagte Prager. Er will die Ausstellung vor allem für Kinder und Schüler anbieten. "Wir merken, dass die Leute teilweise gar nicht mehr wissen, was ein Trabant ist."
 
Etwa 35.000 Besucher mieten laut Prager im vergangenen Jahr bei der Firma "Trabi-Safari" eine "Rennpappe" für eine Stadttour. Selbst die jüngsten Trabant-Modelle seien aber mittlerweile 23 Jahre alt. Er wisse nicht, wie lange diese noch fahren könnten. Auch deshalb sei es Zeit für ein Museum in Berlin, betonte Geschäftsführer Prager.

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