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Trial-Europameisterschaft

Deutschland gewinnt den Cup of Nations

Trial-Europameisterschaft Foto: Michaela Fesser 28 Bilder

Motorsport vom Feinsten gab es im Sandwerk Klausing in Eisenberg zu sehen. Zwei Tage lang fuhr die europäische Elite im Trialsport die Europameister der verschiedenen Klassen unter sich aus. Mit einem sehr guten Ergebnis für das Gastgeberland Deutschland. Gleich zwei Europameister und zwei Vize-Europameister kommen aus der Deutschen Geländewagen Meisterschaft.

17.08.2009 Powered by

Die Teilnehmer beschrieben den Wettbewerb als einer Europameisterschaft würdig. Harte Sektionen, die Mensch und Material forderten. Der Platz für die Mechaniker füllte sich am ersten Tag schon früh, als die ersten Allradler mit zerstörten Gelenken auf Reparatur warteten oder nach einem Überschlag den Käfig ausbessern mussten. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Die Fahrer bewiesen Humor: Ein Schweizer Teilnehmer antwortete am Samstag auf die Frage, wie es so laufe: "Super! Nur einmal umgefallen!“ Ebenfalls ein Schweizer brachte es fertig, sich in der Sektion 6 zu überschlagen, dabei landete er wieder auf allen vier Rädern, fuhr unter viel Applaus weiter und die Sektion zu Ende. Norbert Sollner, der nach Tag 1 auf dem dritten Platz in der Klasse Original lag, musste am Sonntag seine Hoffnungen früh begraben: zwei Abbrüche in den ersten beiden Sektionen, das war zu teuer. Dominik Keuper hatte am Samstag (8.8.) durch einen Fahrfehler seinen LJ "Idefix“ umgeworfen und lag nur noch knapp unter den ersten fünf. Sonntag jedoch lies er nichts anbrennen und fuhr vor auf Platz drei.

Riesig: Der Traktor aus Russland

Für Modified-Fahrer Michael "Mitsch“ Köhler war der Wettbewerb schon beendet ohne eigentlich richtig angefangen zu haben. In der ersten Sektion am Samstag kam er noch nicht mal bis zum zweiten Tor. Den Hang davor rollte er mit einem zweifachen Überschlag ab - Auto Totalschaden, Fahrer und Beifahrer unverletzt. Oleg Sukhorukov und Anton Filimonov aus Russland überschlugen sich in der Sektion 8 und zerstörten sich den Überrollbügel an ihrem Jeep Wrangler. Der SJ von Michael Köhler erlebte somit doch noch einen Einsatz: aus dessen Käfig wurde kurzerhand ein neuer Bügel für den Wrangler geschweißt.

Der größte Prototyp kam aus Russland. Der "Tractor“ von Dimitry und Sergey Lysakov könnte allerdings auch "Monstrum“ heißen, der Proto ist einfach nur riesig. Daher befürchteten die Streckenposten an der Sektion 15 das Schlimmste für die Torstangen, als er heranrollt und bewaffnen sich schon vor dem Start mit Hammer und Messlatte. Dimitry hat das Monster jedoch gut im Griff und verlässt die Strecke mit nur zweimal Torstange berühren!

Wolfgang und Inge Fröls aus Erkelenz siegten mit ihrem Jeep Wrangler in der Klasse Standard. Christof Schumann wurde mit Vater Harald auf "Opelix“ Europameister in der Klasse Pro-Modified. In derselben Klasse stellt Deutschland mit Andreas Riethmüller und Tim Müller aus Alfdorf die Vize-Europameister. In der Klasse Modified wurden Michael Gereke und Timo Wolfer ebenfalls Zweiter auf ihrem Suzuki Samurai. Damit war fast zwingend der Gewinn des "Cup of Nations“ für die Mannschaft die Folge.

Die Siegerehrung am Sonntagabend tat allen gut. Die ganze Last und Anstrengung der vergangenen Tage fiel den Verantwortlichen von den Schultern. Und dazu noch die Belohnung mit dem Mannschaftstitel, da floss die eine oder andere Träne. Die Party war lang und lustig, alle lagen sich in den Armen. 2010 geht es an die Titelverteidigung, diesmal in Schweden.

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